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Bodengefüge

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Das Bodengefüge (auch: Bodenstruktur) ist ein Begriff der Bodenkunde und bezeichnet die räumliche Anordnung der festen Bodenbestandteile. Das gesamte Bodenvolumen der Bodenmatrix teilt sich in das Volumen der festen Bodensubstanz und in das Porenvolumen auf.

Diese Aufteilung beeinflusst maßgeblich den Boden- und Lufthaushalt, die Durchwurzelbarkeit, die Verfügbarkeit der Nährstoffe und ähnliche bodenkundliche und pflanzenphysiologische Eigenschaften. Allgemein gilt: Je gröber das Gefüge eines Bodens und/oder je dichter gepackt die einzelne Gefügeeinheit ist, desto ungünstiger sind dessen Bodeneigenschaften.

Gefüge-Formen

Folgende Gefügeformen sind nach dem Zusammenhalt der Bodenteilchen, sowie nach dem Grad der Verkittung oder Absonderung makroskopisch gut ansprechbar:

  • Aufbaugefüge, bei denen sich Gruppen von Bodenteilchen durch physikalische oder bodenbiologische Prozesse zu erkennbaren, heterogenen Strukturen zusammenfügen.
    • Aggregatgefüge (oder "Krümelgefüge") - Zusammenballung von Bodenteilchen - Ursache dafür sind in der Regel bodenbiologische Prozesse; Stabilisierung der Aggregate durch Stützsubstanzen wie CaCO3 (als Kittgefüge) - Beispiel: humoser Gartenboden;
    • Segregatgefüge ("Absonderungsgefüge") durch Austrocknungs- und Schrumpfungsvorgänge aus feinkörnigen Kohärentstrukturen als Absonderung entstanden - Beispiel: lehmiger Unterboden;

Die Strukturen der Segregatgefüge werden nach Größe und Form weiter unterschieden in:

Weiterhin gibt es noch Mikrogefüge-Formen, die in Dünnschliffen unter dem Mikroskop bestimmt werden.

Literatur

  • Karl Heinrich Hartge: Einführung in die Bodenphysik, S. 33, Stuttgart 1978 ISBN 3-432-89681-6
  • D. Schroeder: Bodenkunde in Stichworten, Unterägeri 1984, S.58-60, ISBN 3-266-00192-3
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