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Bode Miller
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Samuel Bode Miller (* 12. Oktober 1977 in Easton, New Hampshire) ist ein US-amerikanischer Skirennläufer. Millers Markenzeichen sind seine stoische Art vor dem Start und sein risikoreicher und unruhiger Fahrstil. Er fährt im alpinen Skiweltcup in allen Disziplinen und ist damit einer von wenigen „Allroundern“. Miller ist vierfacher Weltmeister, Gesamtweltcupsieger 2005 und Sieger in allen Ski-Disziplinen.
Inhaltsverzeichnis |
Karriere
Aufgewachsen ist Bode Miller in Easton, einem kleinen Dorf im Herzen der White Mountains, New Hampshire. Seine „Hippie“-Eltern lebten mit Bode und seinen drei Geschwistern in einem Holzhaus ohne Elektrizität und fließendem Wasser. Verspätet eingeschult besuchte er dann dennoch die Highschool und holte sich dort im Tennis den Meistertitel von New Hampshire. 1996 experimentierte er mit der technischen Ausrüstung beim Skifahren und wurde dadurch in die US-Skimannschaft aufgenommen. Er war einer der Ersten, die die „hourglass-shaped“-Skis (stark taillierte Ski) verwendeten und erzielte damit seine ersten Erfolge.
Im Weltcup kam er erstmals in der Saison 1997/98 zum Einsatz und belegte beim Riesenslalom von Park City gleich Rang 11. Ein Jahr später fuhr er am selben Ort erstmals in die Top-10. Seine ungestüme Fahrweise bei maximalem Risiko wurde ihm in den folgenden Jahren oft zum Verhängnis. Doch wenn er einen Lauf ohne Ausfall überstand, konnte er sich meist trotz kleiner Fehler im Spitzenfeld klassieren. Am 9. Dezember 2001 feierte er beim Riesenslalom von Val-d'Isère seinen ersten Weltcupsieg. Nur einen Tag später konnte er auch einen Slalom erstmals für sich entscheiden. Gerade am Anfang seiner Karriere fühlte sich Miller vor allem in den technischen Disziplinen, Slalom und Riesenslalom, zu Hause und erst in den darauffolgenden Jahren entwickelte er sich auch zu einem Speedspezialisten.
In den Jahren 1998, 2002, und 2006 trat Miller bei den Olympischen Winterspielen an. Während er 1998 in Nagano noch im Riesenslalom und im Slalom ausschied, konnte er in Salt Lake City 2002 zwei Silbermedaillen im Riesenslalom und in der Kombination gewinnen. 2006 in Turin wurde er seiner Favoritenrolle in allen Disziplinen nicht ganz gerecht und belegte Rang 5 in der Abfahrt und Rang 6 im Riesenslalom.
Bei der Ski-Weltmeisterschaft 2003 in St. Moritz wurde Miller Weltmeister im Riesenslalom und in der Kombination. 2005 in Bormio folgten zwei weitere Goldmedaillen, diesmal in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G. Bei der Ski-Weltmeisterschaft 2007 im schwedischen Åre startete er wieder in allen fünf Disziplinen, blieb aber ohne Medaille. Miller ist einer der wenigen Skirennläufer die es geschafft haben, Weltmeister in vier verschiedenen Disziplinen zu werden. Bei den Männern konnte bisher noch kein Rennläufer Gold in allen fünf Disziplinen gewinnen.
Seit seinen zwei aufeinanderfolgenden Siegen in Abfahrt und Super-G, bei den ersten beiden Rennen der Saison 2004/05, gehört Miller mit Pirmin Zurbriggen, Marc Girardelli, Günther Mader und Kjetil Andre Aamodt zum kleinen Kreis der männlichen Skiathleten, die in allen fünf Disziplinen Weltcup-Rennen gewinnen konnten. Mit dem ersten Platz im Slalom von Val-d'Isère am 13. Dezember 2004 siegte Miller innerhalb von 16 Tagen in den vier Hauptdisziplinen und hält mit dieser Zeitspanne den Weltrekord. Nach Marc Girardelli gewann er als zweiter Fahrer der Weltcupgeschichte die Disziplinen innerhalb eines Jahres.
Miller gewann in der Saison 2002/03 den Disziplinenweltcup in der Kombination, 2003/04 jenen in der Kombination und im Riesenslalom. In seiner bisher besten Saison 2004/05 gewann er den Gesamtweltcup und den Super-G-Weltcup. Auch in der Saison 2006/07 konnte er den Super-G-Weltcup für sich entscheiden. Die Tatsache, dass Miller in seiner Karriere auch im Abfahrts- und im Slalomweltcup zumindest schon den zweiten Platz der Disziplinenwertung erreicht hat, unterstreicht seine außergewöhnlichen Allroundqualitäten.
Kurioses
Zu den Wettkämpen reist Miller stets mit seinem Motorhome an – selbst bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin wohnte er in seinem Wohnmobil, einem Luxusfahrzeug der Firma Concorde im fränkischen Schlüsselfeld.
Unvergessen ist auch seine spektakuläre Darbietung in der Kombinations-Abfahrt der Weltmeisterschaft von Bormio, bei der er nach kurzer Fahrzeit einen Ski verlor, jedoch das Rennen mit einem Ski fast ganz fertig gefahren ist.
Kritik
Bode Miller wurde nicht nur vom eigenen Verband dafür kritisiert, dass er sich unter anderem im Skisport für eine Freigabe des Dopings eingesetzt hatte und die aktuelle Dopingpolitik, sowie die dafür existierenden Institutionen wiederholt angriff.
Zitate
„Eigentlich sind mir die Rekorde nicht so wichtig, die sind mehr was für die Pension, davon kann man dann seinen Kindern erzählen.“
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„Vielleicht fahre ich nur hin, mache Party und trinke Bier.“
– Miller über seine Olympiateilnahme in Turin
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„Unterricht ist keine Prinzipienreiterei – Trainingsstunden sind Leitlinien, die euch helfen sollen, euren eigenen Weg zu finden.“
– Miller in seiner Biographie zu seinem Tennisunterricht
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„Diese Saison will ich 14 Weltcupsiege feiern.“
– Miller vor Saisonbeginn 2006/07
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Sportliche Erfolge
Olympische Spiele
Olympische Winterspiele 2002 in Salt Lake City
- 2. Platz im Riesenslalom
- 2. Platz in der Kombination
Weltmeisterschaften
Alpine Skiweltmeisterschaft 2003 in St. Moritz
- 1. Platz im Riesenslalom
- 1. Platz in der Kombination
- 2. Platz im Super-G
Alpine Skiweltmeisterschaft 2005 in Bormio
- 1. Platz in der Abfahrt
- 1. Platz im Super-G
Gesamt- und Disziplinenweltcup
- 1. Platz im Gesamtweltcup: 2005
- 1. Platz im Super-G-Weltcup: 2005, 2007
- 1. Platz im Riesenslalomweltcup: 2004
- 1. Platz im Kombinationsweltcup: 2003, 2004
Einzelweltcupsiege
Insgesamt: 25 Weltcupsiege (4 x Abfahrt, 5 x Super-G, 9 x Riesenslalom, 5 x Slalom, 2 x Kombination)
| Datum | Ort | Land | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 9. Dezember 2001 | Val-d'Isère | Frankreich | Riesenslalom |
| 10. Dezember 2001 | Madonna di Campiglio | Italien | Slalom |
| 6. Januar 2002 | Adelboden | Schweiz | Slalom |
| 22. Januar 2002 | Schladming | Österreich | Slalom |
| 22. Dezember 2002 | Alta Badia | Italien | Riesenslalom |
| 4. Januar 2003 | Kranjska Gora | Slowenien | Riesenslalom |
| 26. Oktober 2003 | Sölden | Österreich | Riesenslalom |
| 22. November 2003 | Park City | USA | Riesenslalom |
| 11. Januar 2004 | Chamonix | Frankreich | Kombination |
| 25. Januar 2004 | Kitzbühel | Österreich | Kombination |
| 15. Februar 2004 | Sankt Anton | Österreich | Slalom |
| 28. Februar 2004 | Kranjska Gora | Slowenien | Riesenslalom |
| 24. Oktober 2004 | Sölden | Österreich | Riesenslalom |
| 27. November 2004 | Lake Louise | Kanada | Abfahrt |
| 28. November 2004 | Lake Louise | Kanada | Super-G |
| 3. Dezember 2004 | Beaver Creek | USA | Abfahrt |
| 12. Dezember 2004 | Val-d'Isère | Frankreich | Riesenslalom |
| 13. Dezember 2004 | Sestriere | Italien | Slalom |
| 11. März 2005 | Lenzerheide | Schweiz | Super-G |
| 3. Dezember 2005 | Beaver Creek | USA | Riesenslalom |
| 16. März 2006 | Åre | Schweden | Super-G |
| 1. Dezember 2006 | Beaver Creek | USA | Abfahrt |
| 15. Dezember 2006 | Val Gardena | Italien | Super-G |
| 20. Dezember 2006 | Hinterstoder | Österreich | Super-G |
| 13. Januar 2007 | Wengen | Schweiz | Abfahrt |
Literatur
- Bode Miller, Jack McEnany: About Fun. Wie ich allen davonfuhr, Verlag Malik, ISBN 978-3890293134
Weblinks
1931: Walter Prager | 1932: Gustav Lantschner | 1933: Walter Prager | 1934: David Zogg | 1935: Franz Zingerle | 1936: Rudolf Rominger | 1937: Émile Allais | 1938: James Couttet | 1939: Hellmut Lantschner | 1948: Henri Oreiller | 1950: Zeno Colò | 1952: Zeno Colò | 1954: Christian Pravda | 1956: Anton Sailer | 1958: Anton Sailer | 1960: Jean Vuarnet | 1962: Karl Schranz | 1964: Egon Zimmermann | 1966: Jean-Claude Killy | 1968: Jean-Claude Killy | 1970: Bernhard Russi | 1972: Bernhard Russi | 1974: David Zwilling | 1976: Franz Klammer | 1978: Josef Walcher | 1980: Leonhard Stock | 1982: Harti Weirather | 1985: Pirmin Zurbriggen | 1987: Peter Müller | 1989: Hans-Jörg Tauscher | 1991: Franz Heinzer | 1993: Urs Lehmann | 1996: Patrick Ortlieb | 1997: Bruno Kernen | 1999: Hermann Maier | 2001: Hannes Trinkl | 2003: Michael Walchhofer | 2005: Bode Miller | 2007: Aksel Lund Svindal
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1987: Pirmin Zurbriggen | 1989: Martin Hangl | 1991: Stephan Eberharter | 1993: nicht ausgetragen | 1996: Atle Skårdal | 1997: Atle Skårdal | 1999: Hermann Maier und Lasse Kjus | 2001: Daron Rahlves | 2003: Stephan Eberharter | 2005: Bode Miller | 2007: Patrick Staudacher
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1950: Zeno Colò | 1952: Stein Eriksen | 1954: Stein Eriksen | 1956: Anton Sailer | 1958: Anton Sailer | 1960: Roger Staub | 1962: Egon Zimmermann | 1964: François Bonlieu | 1966: Guy Périllat | 1968: Jean-Claude Killy | 1970: Karl Schranz | 1972: Gustav Thöni | 1974: Gustav Thöni | 1976: Heini Hemmi | 1978: Ingemar Stenmark | 1980: Ingemar Stenmark | 1982: Steve Mahre | 1985: Markus Wasmeier | 1987: Pirmin Zurbriggen | 1989: Rudolf Nierlich | 1991: Rudolf Nierlich | 1993: Kjetil André Aamodt | 1996: Alberto Tomba | 1997: Michael von Grünigen | 1999: Lasse Kjus | 2001: Michael von Grünigen | 2003: Bode Miller | 2005: Hermann Maier | 2007: Aksel Lund Svindal
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1932: Otto Furrer | 1933: Anton Seelos | 1934: David Zogg | 1935: Anton Seelos | 1936: Rudolf Rominger | 1937: Émile Allais | 1938: Émile Allais | 1939: Josef Jennewein | 1948: Henri Oreiller | 1954: Stein Eriksen | 1956: Anton Sailer | 1958: Anton Sailer | 1960: Guy Périllat | 1962: Karl Schranz | 1964: Ludwig Leitner | 1966: Jean-Claude Killy | 1968: Jean-Claude Killy | 1970: Bill Kidd | 1972: Gustav Thöni | 1974: Franz Klammer | 1976: Gustav Thöni | 1978: Andreas Wenzel | 1980: Phil Mahre | 1982: Michel Vion | 1985: Pirmin Zurbriggen | 1987: Marc Girardelli | 1989: Marc Girardelli | 1991: Stephan Eberharter | 1993: Lasse Kjus | 1996: Marc Girardelli | 1997: Kjetil André Aamodt | 1999: Kjetil André Aamodt | 2001: Kjetil André Aamodt | 2003: Bode Miller | 2005: Benjamin Raich | 2007: Daniel Albrecht
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1967: Jean-Claude Killy | 1968: Jean-Claude Killy | 1969: Karl Schranz | 1970: Karl Schranz | 1971: Gustav Thöni | 1972: Gustav Thöni | 1973: Gustav Thöni | 1974: Piero Gros | 1975: Gustav Thöni | 1976: Ingemar Stenmark | 1977: Ingemar Stenmark | 1978: Ingemar Stenmark | 1979: Peter Lüscher | 1980: Andreas Wenzel | 1981: Phil Mahre | 1982: Phil Mahre | 1983: Phil Mahre | 1984: Pirmin Zurbriggen | 1985: Marc Girardelli | 1986: Marc Girardelli | 1987: Pirmin Zurbriggen | 1988: Pirmin Zurbriggen | 1989: Marc Girardelli | 1990: Pirmin Zurbriggen | 1991: Marc Girardelli | 1992: Paul Accola | 1993: Marc Girardelli | 1994: Kjetil André Aamodt | 1995: Alberto Tomba | 1996: Lasse Kjus | 1997: Luc Alphand | 1998: Hermann Maier | 1999: Lasse Kjus | 2000: Hermann Maier | 2001: Hermann Maier | 2002: Stephan Eberharter | 2003: Stephan Eberharter | 2004: Hermann Maier | 2005: Bode Miller | 2006: Benjamin Raich | 2007: Aksel Lund Svindal
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Miller, Bode |
| ALTERNATIVNAMEN | Miller, Samuel Bode |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Skirennläufer |
| GEBURTSDATUM | 12. Oktober 1977 |
| GEBURTSORT | Easton, New Hampshire |
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