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Blumentiere
Aus Kefk.
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| Systematik
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Anthozoa | ||||||||||||
| Ehrenberg, 1834 | ||||||||||||
| Unterklassen | ||||||||||||
Die Blumentiere (Anthozoa) sind mit etwa 6000 Arten die größte Klasse der Nesseltiere (Cnidaria). Sie wird in neun Ordnungen mit 150 Familien gegliedert. Innerhalb dieser Klasse ist die Medusenform reduziert, das heißt, die Tiere kommen nur als Polypen vor.
Inhaltsverzeichnis |
Merkmale
Die Polypen besitzen einen ectodermal ausgekleideten Schlund (Pharynx) mit 1 oder 2 bewimperten Schlundrinnen (Siphonoglyphen).
Habitat
Blumentiere sind an Wasser gebunden und weltweit in allen Meeren verbreitet. Sie sind bis in eine Tiefe von 6.000 m anzutreffen. Einzellebende Exemplare sind an harte Oberfläche gebunden oder tief im Schlamm oder Sand vergraben. Koloniebildende Blumentiere überkrusten andere Substrate oder bilden Skelette unterschiedlichster Formen. Kolonien von Seefedern (Pennatulacea) sind durch den Primär-Polypen im weichen Untergrund verankert. Riffbildende Arten leben typischerweise in flachem, klaren tropischen Gewässern.
Entwicklungsgeschichte
Molekulartechnische Untersuchungen ordnen die Blumentiere als den frühesten Zweig der Nesseltiere. Auch das exklusive Lebenstadium als Polyp, das Urstadium aller Nesseltiere, stützt diese Tatsache. Erste Fossilien stammen aus dem Präkambrium (vor etwa 540 Millionen Jahren). Erst im Ordovizium wurden Fossilien von steinbildenden Korallen häufiger. Erste Fossilien von Steinkorallen (Scleractinia) sind aus dem Trias (vor etwa 230 Millionen Jahren) belegt.
Systematik
- Unterklasse Zoantharia, auch Sechsstrahlige Blumentiere (Hexacorallia) genannt.
- Der Gastralraum dieser Tiere ist durch paarige, fleischige Magenleisten "Mesenterien" von der Magenwand her unterteilt. Bei den rezenten Hexacorallia werden im Laufe der Entwicklung sechs paarige Mesenterien (Protomesenterien) gebildet, die von der Polypenbasis bis zum Schlundrohr reichen. Im Laufe der Entwicklung können weitere Mesenterienpaare (Metamesenterien) gebildet werden. Den Raum zwischen zwei Mesenterien nennt man Gastraltasche. Die Tentakelanzahl entspricht der Zahl der Gastraltaschen (außer bei den Corallimorpha).
- Skelett tragende Hexakorallen besitzen ein Basisskelett, den Kelch oder Polypar. Neben der Kelchwand besteht dieses aus radial stehenden, vertikalen Septen. Die Skelettsubstanz ist bei den rezenten Hexacorallia Aragonit.
- Seeanemonen (Actiniaria)
- Schwarze Korallen (Antipatharia, auch als Dörnchenkorallen bezeichnet)
- Zylinderrosen (Ceriantharia)
- Scheibenanemonen (Corallimorpharia)
- Steinkorallen (Scleractinia)
- Krustenanemonen (Zoanthidea)
- † Tabulata ("Bödenkorallen")
- † Rugosa (auch als Tetracorallia bezeichnet)
- Unterklasse Alcyonaria, auch Achtstrahlige Blumentiere (Octocorallia) genannt.
- Der Gastralraum dieser Tiere ist durch acht unpaarige Mesenterien unterteilt und sie haben entsprechend viele Tentakeln.
- Das Skelett der Octocorallia leitet sich mit der Ausnahme der Helioporida von kalzitischen Skleriten ab, die miteinander verwachsen können und so feste Gerüste bilden. Sie werden von Ektodermzellen gebildet, die in die Mesogloea eingewandert sind. Die Helioporida besitzen keine Sklerite, ihr Skelett besteht aus Aragonitfasern, die vom basalen Ektoderm ausgeschieden werden.
- Weichkorallen (Alcyonacea)
- Helioporacea
- Seefedern (Pennatulacea)
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Blumentiere – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- hexacorallians of the world
- "FUTURA, 4/1996, Boehringer Ingelheim Fonds" - Nesseltiere
- Vom Leben der Korallen
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