Bluescreen-Technik

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Verwendung der Bluescreen-Technik bei einem Fernseh-Wetterbericht (ARD) auf der IFA 2005 in Berlin

Der Begriff Blauflächentechnik oder Bluescreen-Technik bzw. -Verfahren (engl. Bluescreen = "Blauschirm") ist ein Verfahren in der Film- bzw. Fernsehtechnik, das es ermöglicht, Gegenstände oder Personen nachträglich vor einen Hintergrund zu setzen, der entweder eine reale Filmaufnahme (z.B. Landschaft) oder eine Computergrafik (z.B. Hintergrund bei Nachrichtensendungen) enthalten kann.

Hierzu wird eine Person zunächst vor einer gut ausgeleuchteten dunkelblauen Wand aufgenommen. Um sie freizustellen, wird eine Aussparungsmaske benutzt, die den sichtbaren und unsichtbaren Bildbereich definiert. Der Prozess des Freistellen wird deshalb auch als Matting oder Keying bezeichnet. Schließlich werden der neue Hintergrundfilm und der freigestellte Vordergrundfilm kombiniert.

Blau als Hintergrund wurde gewählt, weil es die am menschlichen Körper am seltensten vorkommende Farbe ist und sich am besten von Hauttönen abhebt. In den letzten Jahren hat sich alternativ die Greenscreen-Technik (auch Greenbox) entwickelt (engl. Greenscreen = Grünschirm), welche den selben Freistellungsprozess nutzt. Über die Frage, welche Farbe bessere Ergebnisse erziele, gibt es unterschiedliche Ansichten, so dass in der Filmindustrie mit beiden Farben gearbeitet wird.

Eine frühe Form der Bluescreen-Technik wurde bereits in den 1920ern von C. Dodge Dunning für den Schwarz-Weiß-Film entwickelt und zum ersten Mal 1933 in dem Film King Kong verwendet. Der erste Kinofilm, bei dem intensiv mit Blue Screen gearbeitet wurde, war Ben Hur (1959). In Deutschland wurde die Blue-Screen-Technik in den 1970er Jahren eingeführt.

Beim Fernsehen werden ähnliche Verfahren (Bluebox) verwendet. In der modernen digitalen Bearbeitung von Film und Fernsehen kann jede beliebige Farbe zur Definition der Schablone herangezogen werden, verallgemeinert spricht man dann von Chromakey Verfahren (engl. Chromakey = "farbiger Tastschlüssel").

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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