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Block-ZF-Verteilung
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Eine Block-ZF-Verteilung ist eine häufig eingesetzte Variante der Gebäudeverkabelung, mittels der eine Rundfunkempfangsanlage den Gemeinschaftsbetrieb mehrerer Sat-Receiver an einer Sat-Antenne ermöglicht. Die Hauptaufgabe besteht in der strukturierten Verteilung der vom LNB und Terrestrischen Antenne gelieferten Signale an die einzelnen Rundfunkempfänger. Eine Block-ZF-Verteilung ist charakterisiert dadurch, dass jeder Empfänger über eine eigene exclusive Antennenleitung (Sternförmige Verkabelung) verfügt.
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Funktionsprinzip
Bei der Fernseh-Satellitenempfangstechnik werden nicht sämtliche empfangenen Frequenzen (=Sender) gleichzeitig vom LNB über das Koaxialkabel zum Receiver übertragen. Stattdessen erfolgt eine Aufteilung in 2 Polarisationsebenen (horizontal und vertikal) und bei digitaler Technik zusätzlich in 2 Frequenzblöcke (High- und Low-Band). Vom Multischalter (bzw. LNB, wenn der Receiver direkt daran angeschlossen ist) wird immer nur ein Frequenzblock zum Receiver durchgeschaltet. Es ergeben sich somit 4 mögliche Schaltzustände:
- Horizontal, oberer Frequenzblock (High-Band) 22khz + 18V -hor
- Horizontal, unterer Frequenzblock (Low-Band) 18V -hor
- Vertikal, oberer Frequenzblock (High-Band) 22khz + 14V -ver
- Vertikal, unterer Frequenzblock (Low-Band) 14V -ver
Je nachdem, welcher Sender am Receiver eingestellt ist, benötigt der Receiver eine andere Polarisationsebene und/oder einen anderen Frequenzblock. Zur Umschaltung überträgt der Receiver über die Antennenleitung zum Multischalter verschiedene Signale:
Die Wahl der Polarisationsebene erfolgt durch Änderung der Höhe der Fernspeisespannung, die zwischen Innenleiter und Aussenschirm des Koaxialkabels anliegt. 14 V signalisieren hier vertikal, 18 V horizontal.
Die Wahl des Frequenzblockes (9,75GHz-Umsetzung bei Low-Band, 10,60GHz-Umsetzung bei High-Band) erfolgt über ein aufmoduliertes 22kHz Tonfrequenzsignal. Wird dieses Signal vom Receiver ausgegeben, schaltet der Multischalter auf High-Band, fehlt es, fällt er auf Low-Band zurück.
Bei neueren Multischaltern erfolgt die Umschaltung zwischen Low- und High-Band sowie horizontaler und vertikaler Polarisation wahlweise auch über das digitale DiSEqC-Signal.Um an jedem seiner Ausgänge jederzeit die erforderliche Ebene bzw. den Frequenzblock zur Verfügung stellen zu können, muss zum Sternpunkt Multischalter der Block ZF Verteilungsanlage folglich über fünf Leitungen mit dem LNB incl. terrestrischen Antenne verbunden sein.
Terrestrische Rundfunksignale im Frequenzbereich 47-860 Mhz werden am zentral positionierten Multischalter über eine HF Weiche in das Block-ZF-Signal eingebunden, und über die strukturierte Koaxialverkabelung zu den einzelnen Teilnehmern verteilt, im Gegensatz zu Sat Empfängern wo immer nur ein Gerät an einer strukturierten Antennenleitung betrieben werden kann, können mehrere terrestrische Rundfunkempfänger (DVB-T) an einer Block ZF Antennenleitung betrieben werden.
Unterscheidung analoge und digitale Empfangstechnik
Bei analogem Empfang entfällt die Umschaltung des Frequenzblocks (High- oder Low-Band), es wird nur zwischen horizontaler und vertikaler Polarisation umgeschaltet. Analogtaugliche Multischalter werden daher nur über zwei Verbindungskabel mit dem LNB verbunden; in der Regel werden Twin- oder Dual-LNBs verwendet. Der Einsatz eines digitaltauglichen Quattro-LNBs ist auch möglich; es werden dann jedoch nur die beiden Low-Band-Ausgänge des LNBs angeschlossen, die beiden High-Band-Anschlüsse bleiben ungenutzt.
Grundsätzlich erkennt man den Unterschied zwischen analog- und digitaltauglichen Blockverteilung an der Anzahl der Eingänge pro LNB (2 bei analog, 4 bei digital).
Sternverteilung
Jedes Empfangsgerät wird mittels einer eigenen Antennenleitung Koaxialkabel mit einem Ausgang eines Multischalters verbunden. Hieraus wird ersichtlich, dass eine sternförmige Kabelstruktur (Sternstruktur) notwendig ist.
In der Satellitentechnik wird bei kurzen Kabellängen (bis ca. 150 Meter) sofern bautechnisch möglich, grundsätzlich in Sterntopologie verkabelt, d.h. es führt immer ein Kabel vom Multischalter (oder LNB-Ausgang) zu einem Endgerät (Ausnahme: sog. Einkabelsysteme, diese werden jedoch im privaten Bereich eher selten verwendet). Die Verwendung von Antennendosen ist nicht zwingend erforderlich, solange keine Einspeisung von terrestrischen oder Kabelfernseh-Signalen stattfindet.
Im Zentrum des „Sterns“ sitzt der Multischalter. Die Endpunkte der Verteilstruktur bilden die Multimedia-Anschlussdosen. Sie stellen das Bindeglied zwischen Antennenkabel und Empfangsgerät dar.
Historische Entwicklung
SES-Astra war jener Satellitenbetreiber, der am 11. Dezember 1988 in Europa mit seinem damals im Gegensatz zum später gescheiterten TV-SAT-System, durch Rückgriff auf die altbewährte PAL-Technik einem modernen schlanken Satellitenkonzept GE Astra Electronics Astra 1A , (lediglich ein EIRP von 50 dBW) dafür aber mit bereits 16 KU-Transpondern, eine gewisse Programmvielfalt ermöglichte. Dieser Rückgriff auf altbewährte Technik von Telekommunikations-Satelliten beinhaltete auch das Konzept zur effizienten Frequenznutzung durch Aufteilen der 16 Transponder auf eine horizontale und eine vertikale Polarisationsebene (Frequenzblöcke). Der Empfänger musste also zur Erlangung der vollen Astra-Programmvielfalt (erstmals sensationelle 16 TV-Programme mit einem Satelliten), beide Polarisationsebenen getrennt empfangen, ein gemeinsames Übertragen beider Sat-ZF-Blöcke über ein einzelnes Koaxialkabel (wie beim terrestrischen PAL oder Kabelfernsehen) war durch den in beiden Polarisationsebenen gleich belegten Frequenzbereich nicht möglich. Die Industrie entwickelte schon bald für einfach zu installierende Satellitenempfangsanlagen ein Marconi-LNB genanntes Umschaltkonzept, das durch Verändern der Fernspeisespannung (14/18 V) zwischen den beiden Polarisationsebenen umschaltete. Zum Betrieb mehrerer Sat-Receiver an einem gemeinsamen Spiegel, wurde diese Technik in Multischaltern mit mehreren Ausgängen eingesetzt.
Siehe auch:
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