Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Blitzlichtbirne
Aus Kefk.
Inhaltsverzeichnis |
Definition
Eine Blitzlichtbirne ist ein mit einem Magnesiumdraht und sauerstoffhaltigem Gas gefüllter Glaskolben mit herausgeführten Stromanschlüssen, der zum Erzeugen eines Lichtblitzes dient.
Funktionsweise
Durch Anlegen einer Spannung an die beiden Elektroden beginnt der Draht zu glühen und entzündet sich im Sauerstoff unter greller Lichterscheinung. Die Wärmeentwicklung sowie das entstehende Magnesiumoxid bringen meist das Glas des Birnenkolbens zum Bersten. Daher wurden die späteren Blitzbirnen mit einer Kunststofflasur überzogen. Diese Schicht wird weich und verhindert so das Versprengen von Glassplittern in die Umgebung. Einmal verwendete Blitzlichtbirnen können nicht wiederverwendet werden.
Die Dauer der Lichtabgabe ist durch den chemischen Verbrennungsprozess und das Nachglühen der Drahtreste und Magnesia-Flocken je nach Birne bis zu 100 mal länger, als beim Elektronenblitz. Obwohl es ein Blitzlicht ist, ist das Licht dadurch etwas "weicher", als der Elektronenblitz.
Einsatzbereich
Ursprünglich waren die Blitzlichtbirnen nicht gefärbt. Mit der steigenden Popularität der Farbfotografie wurden zunehmend Tageslichtbirnen hergestellt, bei denen der Glaskolben beziehungsweise der Kunststoffüberzug bläulich eingefärbt waren. So kann mit einem entsprechenden Film auch bei Innenaufnahmen eine neutrale Farbwiedergabe erreicht werden.
Blitzlichtbirnen wurden auch in einer Kaskade zusammen verbaut. Für die bekannte Polaroid SX70 Kamera gab es "Flash Bars" mit je 10 Birnchen, die - aufgesteckt auf die Kamera - pro Bild nacheinander gezündet wurden.
Im Zuge der Preissenkungen auf dem Elektronikmarkt und weiterer Miniaturisierung verdrängte der Elektronenblitz die Blitzlichtbirne.
