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Blendgranate

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Eine Blendgranate (engl.: flashbang) ist eine Granate, die in einem lauten Knall und sehr hellem Licht explodiert. Der Gegner wird dabei kurzzeitig orientierungslos, da Seh- und Hörwahrnehmung beeinträchtigt werden. In der Regel entstehen bei der Explosion keine Splitter. Die Zündmischung basiert meist auf Magnesium- und Perchlorat-Basis.

Oftmals kommt auch eine Kombination von Lärm- und Blendgranate zum Einsatz, was zur vollkommenen Verwirrung und Konfusion von Personen führt, die der extremen Belastung völlig unerwartet ausgesetzt werden. Diese Art Granate wird vor allem von Spezialeinheiten der Polizei und des Militärs bei der Erstürmung eines Raums oder Gebäudes eingesetzt.

Die Verzögerungszeiten liegen zwischen 0,5s und 1,5s. Es wird zwischen taktischen Blendgranaten und Irritationswurfkörpern unterschieden. Bei der Blendgranate wird durch den Überdruck / Lautstärke der Gleichgewichtssinn im (Innen)Ohr überlastet. Beim Irritationswurfkörper, der zwischen 6 und 9 Knalleffekte besitzt, soll die Dauer und die Lautstärke den Täter von der eigentlichen Aktion (Zugriff der Polizei) ablenken.

Eine umstrittene Sonderform der Blendgranate sind Knallkörper, wie sie in manchen Ländern von der Polizei bei der gewaltsamen Auflösung von Demonstrationen eingesetzt werden. Der laute Knall und die Druckwelle sollen dabei die Demonstranten auseinandertreiben. Bei einem Einsatz solcher Granaten bei einer Demonstration gegen den französischen Schnellen Brüter Superphénix im Juli 1977 starben zwei Demonstranten, als die Druckwelle der Explosionen ihre Lungenflügel verletzte. Die französische und die Schweizer Polizei setzen die sogenannten "Blendschockgranaten" dennoch ein, in Deutschland ist der Einsatz dagegen verboten.

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