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Blei(II)-sulfid

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Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Blei(II)-sulfid
Andere Namen Bleisulfid
Summenformel PbS
CAS-Nummer 1314-87-0[1]
Kurzbeschreibung schwarzes Pulver [1]
Eigenschaften
Molmasse 239,27 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 7,5 g/cm³[1]
Schmelzpunkt 1112 °C[1]
Siedepunkt 1749°C
Dampfdruck - (-)
Löslichkeit

schwerlöslich in Wasser (Löschlichkeitsprodukt 3 · 10−7 mol2·L−2), löslich in Salpetersäure und in heißer, konzentrierter Salzsäure

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. 1
Gefahrensymbole
Bild:Hazard N.svg
N
Umwelt-
gefährlich
R- und S-Sätze R: 61-62-E20/22-33-50/53
S: 45-53-60-61
weitere Sicherheitshinweise
MAK 0,1 mg/m3[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Blei(II)-sulfid ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Blei und Schwefel. Es ist ein Salz, das in Kristallen vom NaCl-Typ vorliegt. Aufgrund des gitterartigen Aufbaus gibt man für Blei(II)-sulfid eine Verhältnisformel statt einer Summenformel an. Sie lautet PbS.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Blei(II)-sulfid kommt in der Natur in großen Mengen in Form des Minerals Bleiglanz (Galenit) vor.

Gewinnung und Darstellung

Blei(II)-sulfid kann durch Einleiten von Schwefelwasserstoff oder Zugabe einer Natriumsulfid-Lösung in eine Blei-Salzlösung hergestellt werden.

Eigenschaften

Bild:Galena Galenit Bleiglanz.jpg
Bleiglanz als Mineral

Blei(II)-sulfid bildet große, bleigraue, metallglänzende Kristalle, die sich leicht spalten lassen. Die Gitterstruktur entspricht der von Natriumchlorid.

Die Verbindung ist schwer löslich in Wasser, ebenso in kalter verdünnter Salzsäure und Schwefelsäure. Durch Einleiten von Schwefelwasserstoff in eine Blei(II)-Salzlösung fällt aufgrund des Überschreiten des Löslichkeitsproduktes ein schwarzer Niederschlag von PbS aus:

\mathrm{Pb^{2+} + S^{2-} \longrightarrow PbS}
Gelöste Blei-Ionen bilden mit Sulfid (S2-) schwerlösliches Blei(II)-sulfid.

Mit dieser empfindlichen Reaktion lassen sich sehr geringe Spuren von Blei im Wasser nachweisen. Leicht löslich dagegen ist Blei(II)-sulfid in Salpetersäure. In konzentrierter Salzsäure zersetzt es sich in unter Schwefelwasserstoff-Entwicklung:

\mathrm{PbS + 2 \ HCl \longrightarrow PbCl_2 + H_2S}
Blei(II)-sulfid reagiert mit konzentrierter Salzsäure zu Blei(II)-chlorid und Schwefelwasserstoff.

Blei(II)-sulfid schmilzt bei 1112 °C. Bereits bei niedrigeren Temperaturen sublimiert es teilweise schon.

Beim Erhitzen an der Luft (Rösten) verbrennt die Verbindung schließlich selbständig zu Blei(II)-oxid:

\mathrm{2 \ PbS + \frac{7}{2} \ O_2 \longrightarrow PbO + PbSO_ 4 + SO_2}
Blei(II)-sulfid reagiert mit Luft-Sauerstoff zu Blei(II)-oxid, Blei(II)-sulfat und Schwefeldioxid.

Verwendung

Bleisulfid ist ein Halbleiter und wird als Detektormaterial für Infrarotempfänger (z. B. in Teleskopen) verwendet. Weiterhin wird es als Vulkanisationsbeschleuniger in der Kautschukindustrie und als Rohstoff in der Glas- und Keramikindustrie eingesetzt.

Quellen

  1. . a b c d e Sicherheitsdatenblatt (Alfa-Aesar)
Wikipedia
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