Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Blei(IV)-oxid
Aus Kefk.
| Strukturformel | |||
|---|---|---|---|
| Pb4+ O2-2 | |||
| Allgemeines | |||
| Name | Blei(IV)-oxid | ||
| Andere Namen | Bleidioxid | ||
| Summenformel | PbO2 | ||
| CAS-Nummer | 1309-60-0[1] | ||
| Kurzbeschreibung | dunkelbraunes Pulver | ||
| Eigenschaften | |||
| Molmasse | 239,2 g/mol [1] | ||
| Aggregatzustand | fest | ||
| Dichte | 9,4 g·cm-3 [1] | ||
| Schmelzpunkt | - , thermische Zersetzung: 290 °C[1] | ||
| Siedepunkt | - | ||
| Dampfdruck | - (-) | ||
| Löslichkeit |
fast unlöslich in Wasser | ||
| Sicherheitshinweise | |||
| Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. 1 | |||
|
| |||
| R- und S-Sätze | R: 61-62-E20/22-33-50/53 | ||
| S: 45-53-60-61 | |||
| weitere Sicherheitshinweise | |||
| MAK | 0,1 mg·m-3 | ||
| Umwelteigenschaften | |||
| WGK | 3 – stark wassergefährdend | ||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||
Blei(IV)-oxid ist eine Verbindung der Elemente Blei und Sauerstoff mit der Verhältnisformel PbO2. Es ist ein dunkelbraunes Pulver, das eine stark oxidierende Wirkung besitzt.
Inhaltsverzeichnis |
Gewinnung und Darstellung
Blei(IV)-oxid wird technisch entweder über elektrolytische Oxidation oder über chemische Oxidation mit starken Oxidationsmitteln wie Chlor hergestellt:
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
Bleidioxid zeigt zwei unterschiedliche Modifikationen: α-PbO2 und β-PbO2
- α-PbO2 ist ein schwarzbraunes Pulver. Es kristallisiert unter Normalbedingungen in der Rutilstruktur.
- β-PbO2 ist ein schwarzes Pulver, daß aus α-PbO2 bei 300°C und 40000 bar entsteht.
Chemische Eigenschaften
α-PbO2 ist ein starkes Oxidationsmittel.
Es geht beim Erhitzen unter Abspaltung von Sauerstoff zuerst in das Blei(II,IV)-oxid-Mischoxid und oberhalb von 550°C in
Blei(II)-oxid über.
Verwendung
Aufgrund des hohen Oxidationsvermögens wird Bleidioxid sowohl großtechnisch als auch im Labor viel verwendet. Man verwendet es zur Herstellung von Farbstoffen, Chemikalien und als Reibmasse an Streichhölzern. Außerdem findet es Anwendung in der Feuerwerkerei, als Elektrode in Akkumulatoren und zur Härtung von Sulfidpolymeren.
Blei(IV)-oxid wird in der organischen Chemie als starkes Oxidationsmittel verwendet.
Sicherheitshinweise
Blei(IV)-oxid ist teratogen, gesundheitsschädlich und umweltgefährlich. Außerdem sollte es als cancerogen für den Menschen angesehen werden (Krebserzeugend: Kategorie 2).[2] Die maximale Arbeitsplatz-Konzentration beträgt 0,1 mg·m-3. Blei(IV)-oxid ist in die CH-Giftklasse 1 (sehr starke Gifte) eingestuft.[3]
Quellen
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Blei%28IV%29-oxid, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
