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Black Beauty (1994)

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Filmdaten
Deutscher Titel: Black Beauty
Originaltitel: Black Beauty
Produktionsland: USA, Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1994
Länge (PAL-DVD): 88 Minuten
Originalsprache: Englisch
Stab
Regie: Caroline Thompson
Drehbuch: Caroline Thompson
Produktion: Peter MacGregor-Scott, Robert Shapiro
Musik: Danny Elfman
Besetzung


Black Beauty ist ein Abenteuerfilm der Regisseurin Caroline Thompson aus dem Jahr 1994 und die fünfte Verfilmung des einzigen Romans der britischen Schriftstellerin Anna Sewell, welche mit ihrem Buch auf das traurige Schicksal der Arbeitspferde aufmerksam machen wollte. Der Film wurde zwischen August und Oktober 1993 in Buckinghamshire und in den Pinewood Studios in London gedreht.


Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film wird von Black Beauty in der Ich-Form erzählt, einem schwarzen Hengst mit einem weißen Blesse auf der Stirn. Die Geschichte beginnt mit Black Beautys Geburt im Stall des Bauern Grey (Sean Bean) und endet mit dem Gnadenbrot bei Joe Green (Ian Kelsey), einem früheren Stalljungen, der Black Beauty und die anderen Pferde bei der Gutsbesitzerfamilie Gordon betreute.

Black Beauty genießt zuerst eine unbeschwerte Jugend an der Seite seiner Mutter. Mit drei Jahren kommt das Tier zu einer Gruppe anderer Fohlen auf die Weide und mit vier Jahren wird es mit viel Geduld und Hafer seitens des Bauern an Beißstange, Sattel und Halfter gewöhnt. Nur schwer kann er sich mit der Ausbildung zum Reitpferd abfinden, doch schließlich gefällt es ihm sogar, dieses Einswerden mit seinem Reiter, mit Grey.

Schließlich verkauft Grey das junge Pferd an Squire Gordon (Peter Davison), der mit seiner Familie, Frau und drei Kindern auf einem großen Anwesen lebt. Die kränkliche Dame des Hauses, Mrs. Gordon (Rosalind Ayres) gibt dem Pferd den Namen Black Beauty und er erhält eine Stallbox zwischen der roten hochmütigen Stute Ginger, für die er sofort Zuneigung empfindet, und dem Pony der Kinder, Happylegs. Ginger schnappt anfangs ständig nach ihm, ignoriert ihn später weitgehend.
Die beiden Pferde Ginger und Beauty freunden sich erst miteinander an, als Beauty, der auch als Wagenpferd dient (manchmal gemeinsam mit Ginger) nach einer stürmischen nächtlichen Heimfahrt mit der Kutsche im Regen sehr krank wird. Squire war mit Stallmeister John (Jim Carter) unterwegs und bei sintflutartigem Regen war eine Brücke überflutet worden und das Pferd ahnte, dass sie morsch war und weigerte sich weiterzugehen. Als John ihn an den Zügeln hinüberziehen will, rutscht er aus, das Geländer bricht und er stürzt ins Wasser. Mr. Gordon zieht ihn mit Hilfe Black Beautys aus den Fluten. Der triefend nasse John gibt daheim seinem Neffen, dem Stalljungen Joe Green (Andrew Knott) den Auftrag, das Pferd zu versorgen. Dieser gibt dem erhitzten und durstigen Pferd in seiner Unwissenheit kaltes Wasser zu trinken, anstatt es erst trocken zu reiben. Nur langsam wird das Tier wieder gesund, liebevoll betreut von Joe, der es täglich besucht, als Beauty zur Erholung längere Zeit auf der Koppel verbringt.
Mit der Kutsche, bei der Ginger und Black Beauty vorgespannt sind, fährt das Ehepaar Gordon zu einem Spezialisten, der weit weg wohnt. John und Joe sind mit und aufgrund der Entfernung bleiben sie über Nacht weg und die Tiere sind in einem fremden Stall eingestellt. Aufgrund unachtsam verstreuten glosenden Pfeifentabaks bricht ein Brand aus. Joe rettet zuerst Beauty, dann Ginger, in letzter Sekunde aus den Flammen. Black Beauty muss er erst die Augen verbinden, dass er sich herausführen lässt, da er seine Freundin Ginger nicht alleine zurücklassen will.

Dass Black Beauty von Rennpferden abstammt kann er beweisen, als seine Herrin plötzlich sehr krank wird und der Arzt schnellstens geholt werden muss. Black Beauty wird gesattelt und galoppiert wie der Wind los und auch zurück legt er sich ins Zeug. Zwar kann der Arzt gerade noch rechtzeitig helfen, aber Mrs. Gordon bleibt weiterhin krank und so muss die Familie England verlassen und in ein milderes Klima ziehen.

Alle Pferde werden verkauft, Happylegs wird vom Vikar (Bronco McLoughlin) geholt. Black Beauty kommt gemeinsam mit Ginger zu einer äußerst reichen und vornehmen Familie, zu Lord und Lady Wexmire (Peter Cook und Eleanor Bron). Hier werden Pferde allerdings nicht so gut behandelt, ihre Köpfe müssen nach der neuesten Mode des 18. Jahrhunderts hoch gebunden werden, was ihnen große Schmerzen in den Vorderbeinen, Nacken und Rücken macht. Ihre Zügel werden auf Befehl der Lady vom Lenker der Kutsche, Mr. York (John McEnery) immer enger geschnallt. Besonders die freiheitsliebende Ginger leidet äußerst darunter, sodass sie eines Tages verrückt wird, nur noch um sich schlägt und nie wieder als Wagenpferd verwendet wird, da die Lady nie wieder etwas mit Ginger zu tun haben will. Reuben kümmert sich um die beiden verletzten Pferde. Black Beauty hat eine tiefe Beinwunde.

Der Stallmeister Reuben Smith (Alun Armstrong) behandelt alle Pferde so gut und schonend als nur irgendwie möglich. Eines Tages ist er jedoch mit Black Beauty im offenen Wagen unterwegs, der laut der Lady einen neuen Anstrich brauchen würde und stellt Beauty untertags in einem fremden Stall ein, um dann später auf ihm zurückzureiten. Erst mitten in der Nacht holt er das Pferd und ignoriert die Mahnung des fremden Stallburschen, dass sich bei seinem Pferd ein Hufeisen gelockert habe und dies gerichtet gehöre. In seinem alkoholumnebelten Zustand hat er auch die allergrößte Mühe mit dem Aufsteigen auf das Pferd – versehentlich steigt er sogar erst verkehrt auf.
In der Finsternis treibt er das Pferd in äußerster Eile durch den nachtschwarzen Wald. Der Hengst ist sehr verwirrt über die ungewöhnliche Brutalität und Härte, die er von ihm ansonsten nicht gewohnt ist. Als das Tier das lose Hufeisen verliert, strauchelt es, stürzt und sein Reiter fällt zu Boden. Beauty bleibt bei ihm stehen, bis die beiden am nächsten Tag gefunden werden.
Das Pferd ist am Bein verletzt und nachdem er aufgrund dessen nach der Heilung nicht mehr seine ehemalige Schönheit wiedererlangt, wird er von der snobistischen Lady weiterverkauft.
Ginger war in der Zwischenzeit von Lord George (Adrian Ross Magenty), dem Sohn des Hauses untrainiert bei einem Rennen geritten worden. Zum Entzücken seiner Mutter hatte er gewonnen, dabei aber die Stute zuschanden geritten und diese sollte laut Lord Wexham für ein Jahr auf die Weide zur Erholung.

Black Beauty arbeitet vorübergehend als Mietpferd und dient als Reit- sowohl auch als Kutschenpferd. Schließlich landet er auf dem Pferdemarkt, sieht kurz den inzwischen erwachsenen Joe (Ian Kelsey), dieser scheint ihn zwar zu hören, erblickt das Tier aber nicht.
Black Beauty selber landet nun in London bei der Familie von Jerry Barker (David Thewlis), für den er als Droschkenpferd arbeitet. Es ist schwere Arbeit für Black Jack, wie er nun genannt wird, tagtäglich die schwere Droschke samt Passagieren über die gepflasterten Straßen Londons zu ziehen. Aber er fühlt sich ansonsten wohl bei der vierköpfigen Familie, die eine große Zuneigung zu Tieren haben und ihn sehr liebevoll behandeln. Als Frau Barkers (Emma Richler) Freundin Dinah (Dido Miles) ihre sterbenskranke Mutter besuchen möchte, opfert Jerry seinen freien Tag, um sie mit Beauty aufs Land hinzufahren. Herr und Pferd genießen den Tag in der freien Natur und das Pferd hat endlich wieder freien Auslauf.

Eines Tages sieht er Ginger, welche nun auch als Droschkenpferd arbeitet und ihn erst gar nicht mehr erkennt. Sie ist nur noch Haut und Knochen und kurz darauf kommt sie zum Abdecker.
Jerry ist mitten im Winter für 21h zu einem Haus bestellt, um Leute von einer Gesellschaft abzuholen. Ein schwerer Husten quält ihn und als es inzwischen nach Mitternacht ist, klopft er und wird von der öffnenden Person angefahren, dass die Gesellschaft gleich zu Ende sei. Er muss aber noch lange warten und wird dann von den beiden betrunkenen und unangenehmen Männern auch noch verbal abgekanzelt. Barker bekommt ein schweres Lungenleiden und darf nie wieder eine Droschke fahren. Als die Barkers auf Dinahs Vermittlung hin weg von London und aufs Land ziehen ist es wieder einmal soweit, dass Black Beauty den Besitzer wechselt.

Er kommt zu einem Getreidehändler, wo er zwei Jahre lang als Lastenpferd arbeitet und sehr schlecht behandelt wird, bis er eines Tages die körperliche Anstrengung nicht mehr schafft und wieder am Pferdemarkt landet.

Dieses Mal wird er hier von Joe Green entdeckt und gekauft. Zuerst wird er von diesem gar nicht wiedererkannt, so ausgemergelt und ausgeschunden wie er nun ist, doch Green erkennt ihn schließlich, als er sich schon abgewandt hatte zum Gehen, am Wiehern. Bei Joe erholt sich das Pferd wieder und genießt sein wohlverdientes Gnadenbrot.

Trivia

Es handelte sich eigentlich um ein weibliches Fohlen, was deutlich erkennbar ist als das Tier einmal seinen Schweif hebt.


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