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Bischofshofen

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Basisdaten
Bundesland: Salzburg
Bezirk: St. Johann im Pongau
Fläche: 49,62 km²
Einwohner: 10.087 (Stand 2001)
Bevölkerungsdichte: 203 Einwohner/km²
Höhe: 544 m ü. A.
Postleitzahl: 5500
Vorwahlen: 0 64 62
Geografische Lage: Koordinaten: 47° 25′ 2" N, 13° 13′ 10" O47° 25′ 2" N, 13° 13′ 10" O
Kfz-Kennzeichen: JO
Amtliche Gemeindekennzahl: 50 404
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1 1
5500 Bischofshofen
Webseite: www.bischofshofen.sbg.at
E-Mail-Adresse: stadtgemeinde@bischofshofen.sbg.at
Politik
Bürgermeister: Jakob Rohrmoser (ÖVP)

Die österreichische Stadt Bischofshofen liegt im Bundesland Salzburg und dort im Bezirk Pongau.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Pongau im Salzburger Land, umgeben vom Hochkönig, Hochgründeck und dem Tennengebirge.

Ortschaften zur Gemeinde gehörig sind Alpfahrt, Bischofshofen, Buchberg, Gainfeld, Haidberg, Kreuzberg, Laideregg, Mitterberghütten und Winkl.


Geschichte

Ausgrabungen am Götschenberg belegen, dass dort bereits vor 5.000 Jahren Menschen siedelten und Kupfer abbauten. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. siedelten hier Kelten. Aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. wurden Siedlungsspuren der Römer gefunden.

8. Jahrhundert

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bischofshofen 711 im Rahmen der Klostergründung der Maximilianszelle (cella maximiliana) durch den Heiligen Rupert mit ausdrücklicher Befürwortung durch die Agilolfinger und Unterstützung der romanischen Adelsfamilie De Albina aus Oberalm.

Zwischen 720 und 730 wurde das Kloster von den Slawen zerstört. Um 750 gab es Streit um Besitzrechte zwischen Herzog Odilio und Virgil. 798 bewirkte Erzbischof Arn die Rückgabe des Klosters an das Erzbistum Salzburg. 820 wurde Cella Maximiliana abermals zerstört.

1151 wird „Hofen“ erstmals urkundlich erwähnt. 1215 kam der "Pongo" genannte Ort in den Besitz der Bischöfe des Bistums Chiemsee. Der heutige Name entstand dadurch, dass die Ansiedlung ein Hof des Bischofs war.


1525 fanden auch in Bischofshofen die Salzburger Bauernkriege (vgl. Deutscher Bauernkrieg) statt, und der Ort wurde zum Zentrum des Bauernaufstands. In einer vernichtenden Niederlage bei Radstadt wurden die Bauern jedoch geschlagen. Constantin Schlafhauser predigte protestantische Lehren. Hinrichtung von Wilhelm Egger (1565) und Hans Steiner (1566). 1570 bis 1811 galt für die Nachkommen der Aufständischen der Blutwidderdienst (Abgabe eines Widders, bedeckt mit einem roten wollenen Tuch, für Belassung des Lehens eines Hingerichteten).

1728 bis 1732 müssen Tausende Protestanten ihre Heimat verlassen.

Durch den Bau der Giselabahn nach Wörgl und der Kronprinz-Rudolf-Bahn Richtung Radstadt 1875 wuchs Bischofshofen zu einem wirtschaftlichen Mittelpunkt heran und wurde am 9. Februar 1900 zur Marktgemeinde erhoben.

Aufgrund der kontinuierlichen Entwicklung zu einem wichtigen Wirtschafts- und Einkaufszentrum in der Region bekam Bischofshofen am 24. September 2000 Stadtrechte.


Einwohnerentwicklung

Bischofshofen ist seit der ersten Zählung 1869 (1.816 Einwohner) bis 1991 auf 10.138 Einwohner ständig gewachsen. Allerdings stagnierte diese Entwicklung bis 2001.

Wappen

Das Wappen der Gemeinde wird so formuliert: "Ein geteilter und in der oberen Hälfte gespaltener Schild. Oben im linken goldenen Feld ein schwarzer, rot bezungter Adler und in dem rechten roten Felde ein aus der Teilung schräglinks hervorragendes silbernes gotisches Pastorale mit weißem abflatterndem Bande. In der unteren blauen Schildeshälfte ein aus dem linken Seitenrande hervorragender Arm im schwarzen Ärmel mit weißer Manschette, in der bloßen Hand einen goldenen Taidingstab von sich geneigt haltend." Wappenabbildungen: http://www.ngw.nl/int/oos/b/images/bischofs.jpg und http://www.fahnen-gaertner.com/de/nationenfahnen/images_sbg/bischofshofen.gif

Zusätzlich zum Wappen führt die Gemeinde eine Fahne mit den Farben Gelb-Rot-Blau.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2004 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 13 SPÖ – stellt die Vizebürgermeister
  • 10 ÖVP – stellt den Bürgermeister
  • 1 Grüne
  • 1 FPÖ

Stadtsenat

Der Stadtsenat besteht aus neun Mitgliedern und setzt sich aus folgenden Stadträten zusammen:

  • Bürgermeister Jakob Rohrmoser (ÖVP) - Ressort Bauen, Raumordnung, Finanzen
  • Vbgm. Lorenz Weran-Rieger (SPÖ) - Ressort Soziales, Familie, Senioren und Gesunde Gemeinde
  • Vbgm. Hansjörg Obinger (SPÖ) - Ressort Bildung und Jugend
  • StR Barbara Saller (ÖVP) - Ressort Kultur, Partnerschaft und Landwirtschaft
  • StR Karolina Altmann (SPÖ) - Ressort Umwelt Klimabündnis und Kindergärten
  • StR Markus Graggaber (ÖVP) - Ressort Energie und Verkehr
  • StR Karl Enengl (SPÖ) - Ressort Sport
  • StR Franz Rosker (SPÖ) - Ressort Wohnen
  • StR Johann Schrempf(ÖVP) - Ressort Wirtschaft, Ortsmarketing und Fremdenverkehr

Bürgermeister

Die ÖVP stellt mit Jakob Rohrmoser den Bürgermeister. Die Vizebürgermeister Lorenz Weran-Rieger und Hansjörg Obinger gehören dagegen der SPÖ an.

Städtepartnerschaft

Bischofshofen unterhält mit Unterhaching in Bayern und Adeje auf Teneriffa eine Städtepartnerschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Museum am Kastenturm wurde im November 1998 im Zentrum von Bischofshofen eröffnet und zeigt die 5.000 jährige Siedlungsgeschichte im Raum Bischofshofen.

In Bischofshofen gibt es 15 Musikvereine bzw. Chöre.

Sehenswert sind auch Gainfeld-Wasserfall und Ruine Pongowe. Am Buchberg befindet sich eine kleine als "Buchbergkircherl" bekannte Kirche, von wo aus man einen prächtigen Blick über das Salzach- und Fritztal hat. Ein paar Höhenmeter tiefer am Kreuzberg befindet sich das Missionshaus St.Rupert, das vom Steyler Missionar Arnold Janssen gegründet wurde.

Sport

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Blick auf die Paul-Ausserleitner-Schanze

International bekannt ist die Paul-Ausserleitner-Schanze auf der alljährlich das abschließende Dreikönigstag-Springen der Vierschanzentournee stattfindet. 1999 wurden hier im Rahmen der Nordischen Skiweltmeisterschaft die Bewerbe der Großschanze abgehalten. Sollte Salzburg den Zuschlag für die die Olympischen Winterspiele 2014 erhalten, würden in Bischofshofen alle Bewerbe des Sprunglaufs und der Nordischen Kombination stattfinden. Zudem würde man eine K95 Sprungschanze erhalten.

Bekannt ist der auch der Sportklub Bischofshofen, dessen Fußballabteilung neben der Austria und dem SAK 1914 über drei Jahrzehnte zu den drei spielstärksten und erfolgreichsten Vereinen des Bundeslandes Salzburg gehörte. Zu den größten Erfolgen des neunfachen Salzburger Landesmeisters zählen die Teilnahme an der Nationalliga in der Saison 1970/71 und das Erreichen ÖFB-Pokal-Viertelfinales 1965.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bischofshofen wurde u.a. durch das Einkaufszentrum KARO mit 13.000 m² Einkaufsfläche, das am 29. August 2002 eröffnet wurde, zu einem interessanten Wirtschaftsfaktor im Pongau. Daneben haben Tourismus und Sportaktivitäten große Bedeutung. Auch die Eisenbahn, die dem Ort zum großen Aufschwung geholfen hat, hat nach wie vor große Bedeutung. 2003 wurde die Modernisierung des Bahnhofs abgeschlossen. Der Bahnknotenpunkt bildet nun einen modernen Umsteigepunkt, verliert aber aufgrund der Sparmaßnahmen bei den ÖBB trotzdem immer mehr an Bedeutung, seit das Güterverteilerzentrum geschlossen wurde und auch die Regionalverbindung Richtung Radstadt und in das Ennstal beinahe zur Gänze auf die Straße verlagert wurde. Im Zuge des Bahnhofumbaus wurde auch das Zentrum der Stadt völlig neu gestaltet. Die Hauptstraße wurde verlegt, im Stadtkern wurde eine verkehrsberuhigte Einkaufsstraße geschaffen.

Öffentliche Einrichtungen

In Bischofshofen befinden sich ein Wirtschaftshof, eine Stadtbibliothek sowie ein Seniorenheim.

Fitness-Parcourt, Kneippanlage

Bildung

In der Stadt gibt es drei Volksschulen, VS Markt, VS Neue Heimat und VS Pöham, zwei Hauptschulen, die Hermann-Wielandner-HS und die Franz-Moßhammer-HS, die Polytechnische Schule, das Privatgymnasium St. Rupert, die TS Bischofshofen der Salzburger Tourismusschulen, die BAKIP (Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik) und eine Zweigstelle des Musikum Salzburg.

Des weiteren befinden sich in der Stadt zwei Kindergärten und eine Tagesbetreuungsstätte.

Literatur

  • Chronik Bischofshofen, Hrsgb. Stadtgemeinde Bischofshofen

Weblinks

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