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Biozentrismus

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Der Biozentrismus ist ein eine Form des Biologismus, der die Wirklichkeit, insbesondere menschliche Verhaltensweisen oder gesellschaftliche Zusammenhänge, im Wesentlichen oder ausschließlich unter Zuhilfenahme biologischer Gesetzmäßigkeiten erklären oder gestalten will.

Nach Auffassung von Biozentristen spricht Biozentrismus allen Lebewesen – Tieren wie Menschen – unabhängig von ihren Empfindungsfähigkeiten einen eigenständigen Wert zu. Vertreter des Biozentrismus beanspruchen für sich, im Namen der ausgebeuteten Natur zu sprechen, die Rechte und Standpunkte von Mineralien, Pflanzen und Tieren zu vertreten. Der Biozentrismus richtet sich somit gegen den Anthropozentrismus, der das menschliche Subjekt in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellt.

Nach Auffassung von Kritikern geht es dem Biozentrismus vordergründig zwar um die Aufwertung ‚der Natur‘ gegenüber dem Menschen, faktisch aber betreibe er die radikale Abwertung menschlicher Grundbedürfnisse. So reiche die Spannbreite biozentrischer Ideologie von der Warnung vor der vermeintlichen Unnatürlichkeit von Drogen, Abtreibung und Homosexualität bis hin zur Forderung, dass der Erde lediglich eine Gesamtbevölkerung von etwa 100 Millionen Menschen zuzumuten sei, um auch die Wildnis zu dem ihr gebührenden Recht kommen zu lassen.

Literatur

  • Jutta Ditfurth: Entspannt in die Barbarei. Esoterik, (Öko-)Faschismus und Biozentrismus. Hamburg: 1996. ISBN 3-89458-148-4
  • Oliver Geden: Rechte Ökologie. Umweltschutz zwischen Emanzipation und Faschismus. 2., aktual. und erw. Auflage. Berlin: 1999. ISBN 3-88520-759-1

Siehe auch

Wikipedia
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