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Biomarker
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Biomarker sind messbare Produkte von Organismen, die als Indikatoren z. B. für Umweltbelastungen oder Krankheiten herangezogen werden.
Wenn Umwelteinflüsse (z. B. Sonnenstrahlung, Wassermangel) oder Fremdstoffe (z. B. Schadstoffe, Krankheitserreger oder Medikamente) in ein biologisches System eindringen, können sie den Metabolismus verändern. Diese Änderung wird messbar, indem die Aktivität charakteristischer Substanzen, deren Vorhandensein oder deren Menge bestimmt wird. Als derart charakteristische Substanzen werden meistens Proteine, Kohlenhydrate, Hormone oder Stoffwechselprodukte untersucht. Es kann zwischen integralen und spezifischen Biomarkern unterschieden werden. Integrale Biomarker können eine Vielzahl von Substanzen umfassen. Sie zeigen eher eine Menge von möglichen Abweichungen an. Spezifische Biomarker hingegen sind einzelne Indikatoren für einen konkreten Stoffwechselschritt.
Als Beispiel kann das Blutbild genannt werden, das z. B. Hinweise anhand vom Hämoglobin- oder Blutzuckerwert gibt, ob ein Patient krank ist. Bei Pflanzen werden Blätter oder Nadeln, oft auch Wurzeln, entnommen, um die Marker extrahieren zu können. Das Thema wird sehr vielfältig beforscht, die Ursprünge finden sich in der Ökotoxikologie in Tharandt, was zur TU Dresden gehört.
In der organischen Geochemie werden aus Sedimenten gewonnene Biomarker dazu benutzt, auf elegantem Wege Aussagen über Redox-Potential, Zeit, Organismenvergesellschaftungen, Erdölreife und vieles mehr zu machen zu können. So sind Biomarker z. B. die ersten Hinweise von Leben auf der Erde vor 3,5 Milliarden Jahren. Oft kann man jedoch nicht mehr auf die biologische Ausgangssubstanz schließen, dann spricht man von Geomarkern.
Siehe auch
Weblinks
- Biomarker Technologies Biomarker für Brustkrebs in Bluttests
- Biomarker Pharmaceuticals
- deltaMasses Using protein modifications as biomarkers
