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Bildungskatastrophe

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Mit dem Schlagwort Bildungskatastrophe wurde in der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er Jahren der Zustand des Bildungswesens beschrieben.

In die Diskussion gebracht hat den Begriff Georg Picht mit einer 1964 in der Zeitschrift "Christ und Welt" publizierten Artikelserie. Die Folge waren zahlreiche Reformbemühungen, aus denen z.B. der Strukturplan für das deutsche Bildungs- und Erziehungswesen und die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsfragen entstanden. Auch die in den 1970er Jahren verstärkte Einführung von Gesamtschulen geht darauf zurück. Die Reformeuphorie geriet in den 1980er Jahren allerdings wieder ins Stocken.

Auch wenn heute oft Vergleiche mit der Bewertung der PISA-Studien gezogen werden, so sind die durch die Verkündigung der Bildungskatastrophe ausgelösten Aktivitäten durchaus umstritten. Kritisch gesehen wird vor allem eine „Inflation der Bildungsabschlüsse“ mit der damit verbundenen stetigen Absenkung des Bildungsniveaus und die fast ausschließliche Bewertung des Bildungssystems nach dem Anteil der Abiturienten an einem Altersjahrgang. Fast unberücksichtigt blieb außerdem die berufliche Bildung, die in den deutschsprachigen Ländern eine überaus wichtige Funktion für die Berufs- und Lebensplanung von Jugendlichen hat.

siehe auch: Bildungsparadox, Bildungsreform

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