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Bildmischer
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Ein Bildmischer (auch Trickmischer genannt) ist ein Gerät, das benutzt wird, um zwischen verschiedenen Videoquellen umzuschalten, diese zu mischen oder manchmal auch Special Effects hinzuzufügen, ähnlich, wie ein Mischpult für Ton eingesetzt wird. Einen Bildmischer findet man typischerweise in einem Fernsehstudio, einem Fernseh-Übertragungswagen oder an einem Linearschnittplatz. Der Begriff "Bildmischer" kann sich auch auf die Person beziehen, die das Gerät bedient.
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Fähigkeiten und Einsatz
Ältere professionelle Mischer benutzten auch FBAS-Signale als Quellen. Es gibt immer noch einige Bildmischer für den Amateur- und Semiprofibereich, die mit FBAS, S-Video oder auch FireWire arbeiten. Sie werden oft für VJing, Präsentationen und kleinere Mehrkameraaufzeichnungen benutzt.
Bedienung
Der dritte Bus eines Bildmischers ist der "Key Bus". Von diesen kann ein Bildmischer auch mehrere haben, aber in diesem Fall teilen sie sich meist eine Reihe von Knöpfen. Hier kann ein Signal zum Einkeyen ausgewählt werden. Die Bildquelle, die zu sehen sein wird, wird als Fill bezeichnet, während die Maske, die die Transparenz des Signals bestimmt, Key genannt wird. Um dieses Maskensignal zu erzeugen, wird dem sog. Keyer neben dem Fill-Signal ein weiteres Signal zugeführt: Key-Source. Dies ist ein normales Videosignal und entspricht oft dem Fill, kann aber auch ein ganz anderes sein (Split-Funktion). Aus dem Key-Source erzeugt der Keyer anhand des Typs des gewählten Keys (Luminanz-, Linear-, Additiv- oder Chroma-Key) und den getroffenen Einstellungen (Clip, Gain, Density, Hue) das eigentliche Stanz-Signal, den Key. Die verschiedenen Key-Typen und Einstellungen werden im Key-Bereich des Mischers vorgenommen. Auch ohne Key-Source-Signal ist Keyen möglich, mithilfe des meist eingebauten Muster-Generators (Pattern), dieser liefert ein eigenen Stanz-Signal, sofern man als Typ den Pattern-Key auswählt. Stimmen Fill und Key-Source überein (typischerweise bei einem Chroma-Key) werden beide Signale simultan über den Key-Bus angewählt, ansonsten muss meist entweder die oft vorhandene Split-Taste gehalten werden und danach das Key-Source-Signal auf dem Key- oder Aux-Bus angewählt werden. Alternativ gibt es oft auch die Option Auto-Select bei der die Zuordnung von Fill und Key-Source über eine einstellbare Tabelle des Mischers festgelegt wird. Üblicherweise wird ein Key genauso ein- und ausgeschaltet wie eine Überblendung. Zu diesem Zweck kann die "Transition Section" vom Programm- (oder Background-) auf Key geschaltet werden.
Diese drei Hauptbusse bilden zusammen den Mischergrundbaustein namens Program | Preset oder P|P. Größere Mischer können mehrere Bausteine dieser Art haben, die dann Mix/Effects (kurz M/E, oft irrtümlich als "Mischer-Ebene" interpretiert) genannt und durchnummeriert werden. Jede M/E-Sektion kann als Quelle in der P/P-Sektion und in jeder anderen M/E ausgewählt werden, was den Mischer wesentlich vielseitiger macht, da Effekte und Keys "offline" erstellt werden können und dann mit einem einzigen Knopfdruck "auf Sendung" gehen können.
Nach der P/P-Sektion kommt noch eine weitere Keystufe namens Downstreamkeyer | DSK. Diese wird meistens für Texteinblendungen von Schriftgeneratoren oder Graphiken (z.B. sogenannte Bauchbinden) benutzt, und hat ihre eigenen "Cut" und "Mix"-Knöpfe. Der Vorteile der Einordnung am Ende der Mischersektion ist, dass so vor dem Downstreamkeyer noch ein sauberes, d.h. von allen sendungsspezifischen Graphiken freies Bild abgenommen werden kann, der sogenanannte Cleanfeed.
Nach dem Downstreamkeyer kommt noch eine letzte Stufe, die alle Signale durch Schwarz ersetzt, für gewöhnlich FTB oder Fade To Black genannt.
Moderne Bildmischer können noch zusätzliche Funktionen haben, zum Beispiel Fernsteuerung von MAZen, Aux-Kanäle zur Zuweisung von Quellen zu zusätzlichen Ausgängen zum Programmausgang oder Makroprogrammierung.
Aufbau und Verkabelung
Da Bildmischer verschiedene Bildquellen wie MAZen und Videokameras zusammenführen, ist es sehr wichtig, dass alle diese Quellen ordnungsgemäß synchronisiert sind. In professionellen Einrichtungen erzeugt ein Synchrongenerator die Taktsignale für alle anderen Geräte. Synchronität kann auch hergestellt werden, indem der Bildmischer ein Taktsignal an die angeschlossenen Geräte sendet (Genlock). Signale, die nicht synchronisiert werden können (entweder weil sie von außerhalb der Einrichtung kommen oder weil das Gerät keine externe Synchronisation unterstützt), müssen durch einen Time Base Corrector laufen. Manche Mischer haben interne "frame-syncs", wenn nicht, wird ein zusätzliches Gerät dafür benötigt. Wenn der Mischer für den Videoschnitt benutzt wird, muss die Schnittsteuerung (die üblicherweise den Bildmischer fernsteuert) auch synchronisiert werden.
Die meisten größeren Bildmischer trennen aus Gründen der Lautstärke, Hitzeentwicklung und wegen der kürzeren Kabelwege das Bedienfeld eines Bildmischers vom eigentlichen Gerät. Das Bedienteil steht in der Regie, während die Haupteinheit, an der alle Kabel angeschlossen sind, mit dem Rest der Geräte im zentralen Geräteraum eingebaut ist.
Hersteller von Bildmischern
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