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Bijektivität
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Bijektivität (bijektiv oder umkehrbar eindeutig oder eineindeutig) ist eine Eigenschaft einer mathematischen Funktion.
Eine Funktion ist bijektiv, wenn sie verschiedene Elemente ihres Definitionsbereichs auf verschiedene Elemente der Zielmenge abbildet (sie also injektiv ist), und wenn zusätzlich jedes Element der Zielmenge als Funktionswert auftritt (sie also surjektiv ist). Eine bijektive Funktion hat daher immer eine Umkehrfunktion, ist also invertierbar.
Eine bijektive Funktion nennt man auch eine Bijektion. Eine Bijektion einer endlichen Menge in sich selbst heißt auch Permutation.
Für endliche Mengen haben die Definitionsmenge, die Bildmenge und die Zielmenge einer Bijektion dieselbe Anzahl von Elementen. Umgekehrt ist eine Funktion zwischen endlichen Mengen bijektiv, wenn diese drei Zahlen übereinstimmen.
Für unendliche Mengen definiert man die Mächtigkeit als Verallgemeinerung der Elementanzahl mit Hilfe des Begriffes der Bijektion.
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Definition
Sei f eine Funktion von X nach Y, also
f ist bijektiv, wenn für alle
genau ein
mit
existiert.
Mit anderen Worten kann man diese Bedingung so ausdrücken:
f ist bijektiv, wenn f injektiv und surjektiv ist.
Darstellungsformen
Bild:Bijektivität Mengenkasten 01.png Bild:Bijektivität Mengenkasten 02.png Bild:Bijektivität Mengenwolke.png
Beispiele und Gegenbeispiele
Die Menge der reellen Zahlen wird hier mit
bezeichnet.
- Die Funktion
ist bijektiv mit der Umkehrfunktion
.
- Ebenso ist für
die Funktion
bijektiv mit der Umkehrfunktion
.
- Unmathematisches Beispiel: Ordnet man jedem (monogam) verheirateten Menschen seinen Ehepartner bzw. seine Ehepartnerin zu, ist dies eine Bijektion der Menge aller verheirateten Menschen auf sich selbst.
- S bezeichne das reelle Intervall
und f1, f2, f3, f4 seien die folgenden Quadratfunktionen:
- Dann ist
- f1 nicht injektiv, nicht surjektiv, nicht bijektiv
- f2 injektiv, nicht surjektiv, nicht bijektiv
- f3 nicht injektiv, surjektiv, nicht bijektiv
- f4 injektiv, surjektiv, bijektiv
Eigenschaften
- Sind A und B endliche Mengen mit gleich vielen Elementen und ist
eine Funktion, dann gilt:
Ist f injektiv, dann ist f bereits bijektiv.
Ist f surjektiv, dann ist f bereits bijektiv.
- Insbesondere gilt also für Funktionen
von einer endlichen Menge A in sich selbst:
f ist injektiv ⇔ f ist surjektiv ⇔ f ist bijektiv.
Für unendliche Mengen ist das im Allgemeinen falsch. Diese können injektiv auf echte Teilmengen abgebildet werden, ebenso gibt es surjektive Abbildungen einer unendlichen Menge auf sich selbst, die keine Bijektionen sind.
Solche Überraschungen werden im Artikel Hilberts Hotel detaillierter beschrieben, siehe dazu auch Dedekind-Unendlichkeit. - Sind die Funktionen
und
bijektiv, dann gilt dies auch für die Verkettung
. Die Umkehrfunktion von
ist dann
.
- Ist
bijektiv, dann ist f injektiv und g surjektiv.
- Ist
eine Funktion und gibt es eine Funktion
, die die beiden Gleichungen
(
= Identität auf der Menge A)
(
= Identität auf der Menge B)
erfüllt, dann ist f bijektiv, und g ist die Umkehrfunktion von f, also g = f − 1. - Die Bijektionen einer Menge A in sich selbst bilden, zusammen mit der Verkettung als Verknüpfung, eine Gruppe.
Siehe auch
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Wikibooks: Beweisarchiv: Mengenlehre – Lern- und Lehrmaterialien |
