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Betriebsoptimum

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In der Mikroökonomie wird das Betriebsoptimum als das Minimum der durchschnittlichen totalen Kosten (Stückkosten) bezeichnet. Der dazugehörige Stückpreis wird "langfristige Preisuntergrenze" genannt, da der Produktpreis diese Grenze nicht unterschreiten darf, damit keine Verluste entstehen. Bei dauerhaften Verlusten kann keine (privatwirtschaftliche) Produktion erfolgen. Bei einem Preis in Höhe des Betriebsoptimums befinden sich die Unternehmen in einer Null-Gewinn-Situation. Das Betriebsoptimum entspricht hierbei gleichzeitig der Gewinnschwelle, der Gewinngrenze und dem Gewinnmaximum(= 0!). Die Konsumenten können das Produkt zum (auf lange Sicht) günstigsten Preis erwerben, und der bewertete Ressourcenverbrauch je Produkteinheit ist minimal. Den Preis auf das Betriebsoptimum zu setzen ist für einen Betrieb vor allem dann sinnvoll, wenn er sich in einem Verdrängungswettbewerb befindet oder das Produkt ohne Gewinnabsicht produziert.


Betriebsoptimum als Minimum der Stückkosten
Betriebsoptimum als Minimum der Stückkosten

Berechnet wird das Betriebsoptimum, indem man die erste Ableitung der Stückkostenfunktion = 0 setzt. Setzt man anschließend den auf diese Weise ermittelten x-Wert in die Stückkostenfunktion ein, so erhält man die langfristige Preisuntergrenze.

Das gleiche Ergebnis ergibt sich, wenn man den Schnittpunkt der Grenzkostenkurve K'(x) und der Stückkostenkurve k(x) berechnet, indem man beide Funktionen gleich setzt und die Lösungsmenge bestimmt.

siehe auch: Betriebsminimum


Dieser Text basiert auf dem Mikroökonomie-Glossar von Professor Wilhelm Lorenz und ist unter GNU-FDL lizenziert.

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