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Betonwerkstein
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Der Begriff Betonwerkstein wird in der DIN 18500 wie folgt definiert:Betonwerkstein ist ein vorgefertigtes Erzeugnis aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton, dessen Ansichtsflächen werksteinmäßig bearbeitet oder besonders gestaltet sind zum Beispiel: Spalten, Bossieren, Spitzen, Stocken, Scharrieren, Sandstrahlen, Absäuern, Auswaschen und Schleifen.
Eine besondere Gestaltung ergibt sich durch das Erhärtung des Werkstücks in entsprechend ausgebildeten Schalungen oder Formen. Betonwerkstein ist nicht an eine zusätzliche Oberflächenbehandlung gebunden. Betonwerkstein kann einschichtig und mehrschichtig aus Kernbeton und Vorsatzbeton ausgeführt werden. Er wird unter Verwendung von Zement nach DIN 1164 und Zuschlägen hergestellt.
Zu den einzelnen Produkten zählen Boden- und Treppenbeläge (siehe auch Betonplatte), Fassadenelemente, Balustraden, Zaunanlagen oder Einfriedungen und Sonderbauteile wie Grabsteine oder Skulpturen. Die plattenartigen Boden- und Wandbeläge aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verwendet werden.
Die Sichtflächen der Platten werden in der Regel geschliffen, trotzdem kann zwischen geschliffenen und ungeschliffenen Platten gewählt werden. Die Mischung aus Zement, Zuschlagstoffen und Wasser ist sehr anpassungsfähig und besitzt die Möglichkeit, jede Form und Stärke anzunehmen. Durch die Beimischung, unterschiedlicher Zuschlagstoffe und Farbpigmente bei der Herstellung, sind Betonwerksteine in vielfältigen Varianten, Formgebungen und Farbgebungen erhältlich. Daher ist die Auswahl an Mustern und Farben sehr groß. Betonwerksteine lassen sich durch verschiedene Techniken wie Schleifen, Auswaschen der Zementpartikel, Sandstrahlen, Flammstrahlen, oder mit säurehaltigen Flüssigkeiten bearbeiten. Dadurch entstehen die unterschiedlichsten Oberflächen mit eigenem Charakter. Auch mit angearbeiteter Wärmedämmschicht sind die Platten im Handel erhältlich. Betonfußböden können auch auf vorhandene Böden gegossen und mit Stahlstäben bewehrt werden, wodurch die Festigkeit erhöht wird. Er benötigt allerdings etwa 28 Tage zum Aushärten. Der Belag sollte versiegelt werden, damit er gegen Flecken und Wasser resistent ist. Gerade für Allergiker hat dieser glatte Boden entscheidende Vorteile, denn der Staub mit den daran haftenden Allergenen und Schadstoffe, lassen sich durch nasses Wischen ohne große Aufwirbelungen beseitigen. Auch gilt zu berücksichtigen, dass Betonwerksteinfußböden antistatisch wirken und dadurch in Krankenhäusern(Operationssäle) optimale Einsatzzwecke bieten. Nachteilig ist jedoch, dass eine Desinfektion mit Mitteln auf Basis von Phosphorsäure nicht mehr durchgeführt werden kann.
| Wiktionary: Beton – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
