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Betaverteilung
Aus Kefk.
Die Betaverteilung ist eine kontinuierliche Wahrscheinlichkeitsverteilung über dem Intervall [0,1].
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Definition
Die Beta-Verteilung ist definiert durch die Wahrscheinlichkeitsdichte
Außerhalb des Intervalls [0,1] wird sie durch f(x) = 0 fortgesetzt. Sie besitzt die Parameter p und q. Um ihre Normierbarkeit zu garantieren, wird p,q > 0 gefordert.
Der Vorfaktor 1 / B(p,q) dient der korrekten Normierung. Der Ausdruck
steht für die Betafunktion, nach der die Verteilung benannt ist. Dabei ist Γ(x) die Gammafunktion.
Eigenschaften
Extremum
Die Dichtefunktion f nimmt ihr Extremum an der Stelle
an.
Erwartungswert
Der Erwartungswert berechnet sich zu
.
Varianz
Die Varianz ergibt sich zu
.
Standardabweichung
Für die Standardabweichung ergibt sich
.
Variationskoeffizient
Aus Erwartungswert und Varianz erhält man unmittelbar den Variationskoeffizienten
.
Schiefe
Die Schiefe ergibt sich zu
.
Symmetrie
Die Beta-Verteilung ist für p = q symmetrisch um
mit der Schiefe
.
Beziehungen zu anderen Verteilungen
Beziehung zur Gammaverteilung
Wenn die Zufallsvariablen X mit γ(a,b)und Y mit γ(a,c) Gamma-verteilt sind mit den Parametern a,b und c, dann ist die Größe
Beta-verteilt mit
.
Beziehung zur F-Verteilung
Die Beta-Verteilung geht mit p = n / 2, q = m / 2 und ganzzahligen n und m in die F-Verteilung über.
Beispiel
Die Betaverteilung kann aus zwei Gammaverteilungen erhalten werden: Der Quotient X = U / (U + V) aus den stochastisch unabhängigen Zufallsvariablen U und V, die beide gammaverteilt sind mit den Parametern b und pu bzw. pv, ist betaverteilt mit den Parametern pu und pv. U und V lassen sich als Chi-Quadrat-Verteilungen mit 2pu bzw. 2pv Freiheitsgraden interpretieren.
Mit Hilfe der Linearen Regression wird eine Regressionsgerade y = a + bx durch eine Punktwolke mit n Wertepaaren
zweier statistischer Merkmale x und y gelegt, und zwar so, dass die Quadratsumme der senkrechten Abstände der yi-Werte von der Geraden minimiert wird.
Die totale Streuung von y (TSS) lässt sich mit der Streuungszerlegung zerlegen in die so genannte erklärte Streuung der durch die Gerade geschätzten Werte y* (ESS) und die nichterklärte Streuung der Residuen (RSS):
- TSS = ESS + RSS.
Das Bestimmtheitsmaß, der Anteil der erklärten Streuung an der Gesamtstreuung
beziehungsweise
ist also betaverteilt. Da das Bestimmtheitsmaß das Quadrat des Korrelationskoeffizienten von x und y darstellt, ist auch das Quadrat des Korrelationskoeffizienten betaverteilt.
Allerdings kann die Verteilung des Bestimmtheitsmaßes beim Modelltest der Regression durch die F-Verteilung angegeben werden, die tabelliert vorliegt.
Weblinks
- Universität Konstanz - Interaktive Animation
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