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Besucherbergwerk Fell
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Das Besucherbergwerk Fell liegt ca. 20 km östlich von Trier im Nossernbachtal zwischen den Orten Fell und Thomm.
Inhaltsverzeichnis |
Das Schaubergwerk
Das Besucherbergwerk Barbara-Hoffnung im Nosserntal zwischen Fell und Thomm besteht aus zwei übereinanderliegenden typischen Dachschiefergruben (Bergwerken) aus der Jahrhundertwende (19./20. Jh.). Der obere Stollen "Hoffnung" ist seit 1850 urkundlich belegt, der untere Stollen "Barbara" seit 1908. Die beiden Bergwerke sind durch einen 100 m langen Treppenschacht miteinander verbunden. Die Führung unter Tage dauert eine gute Stunde. Auf anschauliche Weise erhält man dort einen Eindruck von der harten Arbeit der Schiefergewinnung seit dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. In den Wintermonaten sahen die Schieferbergleute monatelang kein Tageslicht. 70 m unter Tage geht in einer imposanten Abbaukammer die "Sonne" auf.
Am 20. September 1991 wurde der Förderverein Besucherbergwerk Fell e.V. gegründet und 1994 begann der Ausbau durch die Gemeinde Fell. Das von der Gemeinde Fell betriebene Besucherbergwerk wurde am 1. Mai 1997 eröffnet und zählte bis Ende 2006 bereits über 184.000 Besucher.
Das Bergwerksmuseum
Vor dem Besucherbergwerk Fell liegt ein kleines Dokumentationszentrum mit dem Motto "Stein und Wein", in dem teils seltene, teils seltsame Geräte aus Schieferbergbau und Weinbau ausgestellt sind. Ein Videofilm zeigt nonstop den modernsten Schieferbergbau Europas bei Rathscheck-Schieferbergbau im Katzenberg bei Mayen in der Eifel. In dem kleinen Museum steht auch eine prächtige Statue der Hl. Barbara von 1897.
Der Grubenwanderweg
... ist ein Lehrpfad des Schieferbergbaus und führt durch das reizvolle Nosserntal, vorbei an den Relikten des ehemaligen Dachschieferbergbaus: Imposante, terrassenförmige Halden, alte Förderwagen, wüstgefallene "Leienpfade", die früher dem Schiefertransport dienten, einzigartige, malerische Stollenmundlöcher, die vom ehemaligen Bergbau Zeugnis ablegen und vorbei an Bildnissen der Hl. Barbara, die von den Bergleuten als Nothelferin und Schutzpatronin verehrt wurde.
Der Grubenwanderweg ist in seiner Streckenführung so konzipiert, daß man sich je nach Kondition und Interesse eine eigene Route zusammenstellen kann. (Vollständige Übersichtskarte siehe Parkplatz "Grubenwanderweg" in Fell an der Bachstraße!)
Vor den Stollenmundlöchern stehen 10 schiefergedeckte Informationsstände. Die Schieferdeckungen wurden von der Firma Rathscheck-Dachschieferbergbau, Mayen, gespendet und von ihr liebevoll in jeweils verschiedenen (!) Deckungsarten ausgeführt.
Anhand des "Grubenbildes" (= Grundriss des Bergwerkes) auf den grünen Informationstafeln kann man sich ein Bild von der Größe und Komplexität der jeweiligen Stollenanlage machen. Und man erfährt die Lebensgeschichte jeder Grube, die Betriebszeiten, die Anzahl der Abbaukammern usw. Auf den weißen Informationstafeln findet man Informationen zur Geschichte und Technik des Schieferbergbaus und zur Weiterverarbeitung des Schiefers zu Dachschieferplatten.
Brauchtum
Die wichtigsten Träger der Bergbautradition in den ehemaligen Bergbauorten Fell und Thomm sind die 1955 gegründete aber auf Vorgängerkapellen bis ins Jahr 1871 zurück verfolgbare Bergmannskapelle Fell und die Bergmannskapelle "Glück-Auf" Thomm 1927 e.V. Bei schönem Wetter (und wenn ihre Zeit es zulässt) üben die Feller Jagdhornbläser Sonntag vormittags auf dem Besucherbergwerk Fell und blasen zur Jagd. Alljährlich findet in Fell und Thomm am 2. Adventssonntag (dem Sonntag nach dem Namenstag der Hl. Barbara am 4. Dez.) der traditionelle Umzug der Bergmannskapelle, bergmännisch "Die Bergparade", statt. Etwa alle 2 Jahre wird vor Weihnachten eine Mettenschicht gefeiert.
Adresse
Kirchstr. 43, D-54341 Fell.
Die Zufahrt ist ab Ortseingang beschildert. Kostenlose Parkplätze für PKWs und Busse sind vorhanden.
Weblinks
Koordinaten: 49° 45′ 21" n. Br., 6° 47′ 56" ö. L.
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