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Beschussamt (Deutschland)
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In Deutschland gibt es sieben Beschussämter, die für die Prüfung von Jagd-, Sport- und Verteidigungswaffen sowie deren Munition zuständig sind.
Die Ämter befinden sich in Hannover, Kiel, Köln, Mellrichstadt, München, Suhl und Ulm (Jungingen). Dabei unterscheiden sie sich in Ihren Aufgaben. Während in Hannover nur Waffenprüfungen durchgeführt werden, finden in allen anderen Ämtern auch Munitionsprüfungen statt. In Mellrichstadt, München und Ulm werden außerdem Materialprüfungen (z.B. Panzerglas, Schutzwesten, Sonderschutzfahrzeuge) durchgeführt.
Das Beschussamt München wird in absehbarer Zeit geschlossen werden.
Die bekannteste Aufgabe der Beschussämter ist die Beschussprüfung. Darüber hinaus werden Waffen auch nach §24 Waffengesetz gekennzeichnet und auf ihre Funktionssicherheit und Maßhaltigkeit geprüft.
Böller und Vorderlader, die bei öffentlichen Auftritten von Traditionsvereinen abgeschossen werden, müssen regelmäßig beschossen werden.
Für den Vertrieb von Munition, muss diese sowohl im Hinblick auf ihren Typ, als auch auf die Gleichmäßigkeit in der industriellen Produktion geprüft werden.
Die Beschussämter erstellen außerdem Gutachten für Gerichte und Staatsanwaltschaften. Das Beschussamt in Ulm ist außerdem an der Erstellung von polizeilichen Pflichtenheften, z.B. für Polizeipistolen, beteiligt.
Beschussamt Ulm </br> Das größte und älteste Beschussamt der Bundesrepublik ist in Ulm-Jungingen. Es wurde 1952 gegründet und ist dem Regierungspräsidium Tübingen als Referat 27 (Beschusswesen, Sicherheitstechnik) angegliedert. Es ist unter anderem mit 100 m-Schießbahnen, Freigelände für Sprengprüfungen, vier Beschusskammern und verschiedenen Materialprüfmaschinen ausgestattet. Außerdem verfügt man dort über rund 200 Prüfläufe für entsprechend viele Munitionssorten.
In Ulm werden ca. 70% der deutschen Beschussprüfungen durchgeführt. Wegen der diversen großen Waffenhersteller im Einzugsgebiet des Beschussamtes unterhält man "Abfertigungsstellen" bei Blaser, Heckler & Koch, Feinwerkbau, J. G. Anschütz, Carl Walther GmbH und Röhm. Dabei müssen auch sogenannte Schreckschuss- und Signalwaffen beschossen werden, wenn sie ein Kaliber über 7mm aufweisen.
Jüngst kam es im Ulmer Beschussamt zu einem schweren Unfall als sich ein Schuss löste. Ein Mann war sofort tot, ein zweiter starb, weil das Verschlussteil der Abschussvorrichtung den dahinter stehenden Mitarbeiter des Beschussamtes traf.
Andere Behörden </br> Einige Aufgaben in diesem Zusammenhang übernehmen auch andere Behörden. So ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) für die Bauartzulassung von Handfeuerwaffen und Einsteckläufen zuständig. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) bearbeitet die Zulassung von pyrotechnischer Munition.
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