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Berliner Mittwochsgesellschaft

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel erläutert die Gesellschaft 1783–1798, zu anderen Berliner Mittwochsgesellschaften siehe Mittwochsgesellschaft (Begriffsklärung).

(Geheime) Berliner Mittwochsgesellschaft. Bereits 1783 bestand eine dem Gedankengut der Spätaufklärung verpflichtete „Berliner Mittwochsgesellschaft“ (mit Johann Erich Biester, der als Sekretär fungierte), die sich „Gesellschaft der Freunde der Aufklärung“ nannte. Sie wurde von Wilhelm Abraham Teller (mit)gegründet. Mitglieder waren u. a. der preußische Finanzminister Carl August von Struensee (1735-1804) [der ältere Bruder des legendär gewordenen „Armenarztes aus dem dänischen Altona“ Johann Friedrich Struensee der 1737 in Halle geboren, die Aufklärung in Dänemark verbreiten wollte und über eine tragische Liebesaffäre mit der Königin Caroline Mathilde von Hannover, gestürzt, am 28.  April 1772 in Kopenhagen hingerichtet wurde], der Oberfinanzrat Vlömer, der Dichter Günther von Goeckingk, Dohm, der Theaterdirektor und Schriftsteller Johann Jacob Engel, v. Benecke, Friedrich Gedike, Karl Franz von Irwing, der Jurist Ernst Ferdinand Klein, Leuchsenring, die Mediziner Johann Carl Wilhelm Moehsen und Christian Gottlieb Selle, die Prediger Johann Joachim Spalding und Johann Friedrich Zöllner, Karl Gottlieb Suarez, Wilhelm Abraham Teller, Ehrenmitglied wurde Moses Mendelssohn.

Erst durch diese gelehrte (Geheim-)Gesellschaft, die sich von dem gleichzeitig und schon länger bestehenden „Montagsclub“ – der mehr gesellschaftlichen Charakter hatte – abhob, verbreitete sich die Berliner Aufklärung, deren Meinungsforum die Berlinische Monatsschrift wurde, in der nahezu jedes Mitglied der „Mittwochsgesellschaft“ sich zu Wort meldete und die, nach Werner Krauss, das bedeutendste Forum der Spätaufklärung wurde. Mit den kurzlebigen „Berliner Blättern“ und der „Neuen Berlinischen Monatsschrift“ wirkte Biester zwar im Sinne einer mittlerweile durch den Idealismus verdrängten Aufklärung bis 1811 weiter, doch erreichte die Monatsschrift nie mehr das Niveau früherer Jahre, als Immanuel Kant mit vielen Artikeln die „Berlinische Monatsschrift“ bereicherte – bis ihm, dem Oberbibliothekar der „Kommode“ und letzten der Berliner Aufklärung, der Tod 1816 das letzte Buch und die Schreibfeder aus der Hand nahm. Jedoch bereits 1798 wurde die Mittwochsgesellschaft von Friedrich Wilhelm III. aufgelöst, weil sie angeblich die innere Sicherheit bedrohte.

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