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Berlin-Dresdner Eisenbahn

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Berlin-Dresdner Eisenbahn
Bild:BSicon exKBFa.svg 0,0 Dresdner Bahnhof * 21.06.1875, † 01.05.1882
Bild:BSicon xABZrg.svg Anhalter Bahn
Bild:BSicon SHST.svg 0,8 Yorckstraße * 01.05.1903
Bild:BSicon SBHF1.svg 2,9 Südkreuz * 01.12.1901
Bild:BSicon SBHF.svg 4,6 Priesterweg * 07.10.1928
Bild:BSicon ABZrf.svg Anhalter Bahn
Bild:BSicon eBHF.svg 5,1 Südende * 17.06.1875, † 05.02.1895
Bild:BSicon SBHF.svg 6,0 Attilastraße * 15.02.1895
Bild:BSicon eHST.svg Kamenzer Damm geplant
Bild:BSicon SBHF.svg 8,8 Marienfelde * 17.06.1875
Bild:BSicon SHST.svg 10,5 Buckower Chaussee * 15.05.1946
Bild:BSicon SHST.svg 11,8 Schichauweg * 01.12.1990
Bild:BSicon eABZrf.svg Güteraußenring
Bild:BSicon eABZrg.svg Güteraußenring
Bild:BSicon SBHF.svg 13,2 Lichtenrade * 01.06.1883
Bild:BSicon eGRENZE.svg Landesgrenze Berlin/Brandenburg
Bild:BSicon KRZo.svg Berliner Außenring
Bild:BSicon ABZrg.svg Abzweig Glasower Damm von Flughafen Berlin-Schönefeld
Bild:BSicon SBHF.svg 16,2 Mahlow * 17.06.1875
Bild:BSicon SHST.svg 18,8 Blankenfelde (Kr. Teltow-Fläming) * 08.10.1950
Bild:BSicon HST.svg 20,0 Dahlewitz * 07.09.1884
Bild:BSicon BHF.svg 23,7 Rangsdorf * 17.06.1875
Bild:BSicon HST.svg 30,1 Dabendorf * 01.05.1899
Bild:BSicon eABZrg.svg nach Mittenwalde (Mark)
Bild:BSicon BHF.svg 32,1 Zossen * 17.06.1875
Bild:BSicon eABZrf.svg Militärbahn
Bild:BSicon WBRÜCKE.svg Nottekanal
Bild:BSicon eHST.svg 36,0 Zossen Lager * 02.10.1944, † xx.04.1945
Bild:BSicon BHF.svg 38,5 Wünsdorf-Waldstadt * 01.05.1897
Bild:BSicon HST.svg 41,1 Neuhof (b Zossen) * 15.10.1878
Bild:BSicon BHF.svg 50,7 Baruth (Mark) * 17.06.1875
Bild:BSicon eHST.svg 55,8 Klasdorf * 15.10.1875, † 28.05.1995
Bild:BSicon BHF.svg 61,1 Golßen (Niederlausitz) * 17.06.1875
Bild:BSicon HST.svg 67,9 Drahnsdorf * 17.06.1875
Bild:BSicon eABZlg.svg Dahme-Uckroer Eisenbahn
Bild:BSicon BHF.svg 75,3 Luckau-Uckro * 17.06.1875
Bild:BSicon KRZu.svg Niederlausitzer Eisenbahn
Bild:BSicon eHST.svg 80,5 Gehren * 01.05.1910, † 23.05.1993
Bild:BSicon BHF.svg 84,8 Walddrehna * 17.06.1875
Bild:BSicon BHF.svg 92,9 Brenitz-Sonnewalde * 17.06.1875
Bild:BSicon ABZlf.svg Abzweig Doberlug-Kirchhian Nord nach Hennersdorf
Bild:BSicon TurmBHFo.svg 102,1 Doberlug-Kirchhain * 17.07.1875
Bild:BSicon STR.svg Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn
Bild:BSicon BHF.svg 108,3 Rückersdorf * 01.01.1897
Bild:BSicon BHF.svg 115,7 Hohenleipisch * 15.10.1878
Bild:BSicon eHST.svg 120,9 Biehla * 01.10.1886, † 30.05.1965
Bild:BSicon KRZu.svg Oberlausitzer Eisenbahn
Bild:BSicon ABZlg.svg Verbindungsbahn von Elsterwerda-Biela
Bild:BSicon BHF.svg 122,0 Elsterwerda * 17.06.1875
Bild:BSicon ABZrf.svg nach RiesaChemnitz
Bild:BSicon HST.svg 126,1 Prösen Ost * 01.10.1898
Bild:BSicon eGRENZE.svg Landesgrenze BrandenburgSachsen
Bild:BSicon BHF.svg 130,7 Frauenhain * 17.06.1875
Bild:BSicon HST.svg 134,7 Zabeltitz * 15.10.1878
Bild:BSicon ABZlf.svg Verbindungsbahn nach Großenhain Cottb Bf
Bild:BSicon eBHF.svg 140,7 Großenhain Berl Bf * 17.06.1875, † 14.12.2002
Bild:BSicon KRZo.svg Cottbus-Großenhainer Eisenbahn
Bild:BSicon eBHF.svg 148,8 Böhla * 17.06.1875, † 27.05.2000
Bild:BSicon eBHF.svg 156,7 Weinböhla * 17.06.1875, † 14.12.2002
Bild:BSicon eHST.svg 160,9 Neucoswig * 01.06.1881, † 14.12.2002
Bild:BSicon ABZlf.svg nach Dresden-Neustadt
Bild:BSicon KRZo.svg Leipzig-Dresdner Eisenbahn
Bild:BSicon ABZlg.svg von Coswig
Bild:BSicon BHF.svg 163,4 Radebeul-Naundorf * 01.06.1881
Bild:BSicon WBRÜCKE.svg Elbebrücke Niederwartha (354 m)
Bild:BSicon HST.svg 165,2 Niederwartha * 01.06.1881
Bild:BSicon BHF.svg 167,4 Cossebaude * 17.06.1875
Bild:BSicon HST.svg 168,8 Dresden-Stetzsch * 01.06.1881
Bild:BSicon HST.svg 170,6 Dresden-Kemnitz * 15.10.1877
Bild:BSicon HST.svg 172,0 Dresden-Cotta * 01.06.1881
Bild:BSicon ABZrg.svg von Dresden Hafen (Güterstrecke)
Bild:BSicon BHF.svg 174,2 Dresden-Friedrichstadt * 17.06.1875
Bild:BSicon ABZld.svg nach Dresden-Neustadt/Görlitz
Bild:BSicon SHST.svg 63,8 Dresden Freiberger Straße * 12.12.2004
Bild:BSicon ABZrd.svg nach Werdau (Bahnstrecke Dresden–Werdau)
Bild:BSicon SBHF1.svg 62,9 Dresden Hauptbahnhof
Bild:BSicon STR.svg nach Děčín (Dresden-Bodenbacher Eisenbahn)

Als Berlin-Dresdner Eisenbahn wird die zweigleisige Eisenbahnstrecke von Berlin nach Dresden bezeichnet. Sie ist durchgängig elektrifiziert, jedoch von Berlin bis vor Blankenfelde nur mit dem Gleichstromsystem der Berliner S-Bahn.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bild:Dresden Hbf Vorfeld Nord.jpg
Vorfeld des Dresdner Hauptbahnhofes

Die Strecke wurde von der 1872 gegründeten Berlin-Dresdener Eisenbahn-Gesellschaft erbaut und am 17. Juni 1875 eröffnet. Die Gesellschaft befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in finanziellen Schwierigkeiten. Um einen Konkurs zu vermeiden, ermöglichte die preußische Staatsregierung eine staatlich garantierte Anleihe. Im Gegenzug wurde ab dem 1. Oktober 1877 die Betriebsführung der preußischen Staatsbahn übertragen. Am 24. Januar 1887 wurde ein Staatsvertrag zwischen Sachsen und Preußen geschlossen, in dessen Folge die Strecke zum 1. April 1887 in das Eigentum Preußens überging, worauf sich die Eisenbahngesellschaft auflöste. Mit diesem Vertrag wurde zugleich festgelegt, dass der Streckenabschnitt Dresden – Elsterwerda zum 1. April 1888 an den sächsischen Staat weiterverkauft wird. Die Lokomotiven und Wagen der Berlin-Dresdner Eisenbahn wurden zwischen der preußischen und der sächsischen Staatsbahn aufgeteilt.

Bereits 1882 wurde der Dresdner Bahnhof in Berlin, der sich auf dem Gelände des heutigen Technikmuseums befand, für den Personenverkehr geschlossen. Als Berliner Ausgangspunkt für die Dresdner Bahn diente ab diesem Zeitpunkt der etwas nördlicher gelegene Anhalter Bahnhof.

Ursprünglich lief von Berlin bis Zossen das Gleis der Preußischen Militäreisenbahn parallel, auf denen zwischen 1901 und 1904 mehrer Schnellfahrtversuche mit elektrischen Lokomotiven und Triebwagen durchgeführt wurden, wobei Geschwindigkeiten von bis zu 210,8 Kilometer pro Stunde erreicht wurden. Ab 1936 wurde zwischen Berlin und Dresden eine reguläre Schnellverkehrsverbindung mit dem Henschel-Wegmann-Zug eingerichtet, der die Strecke in 100 Minuten bewältigte. Eine andere Paradelokomotive auf der Bahnlinie war die sächsische 18er Pazifik-Dampflok.

Seit dem 15. Mai 1939 war die Strecke zwischen Priesterweg in Berlin und Mahlow mit einer Gleichstrom-Stromschiene für den Berliner S-Bahnverkehr versehen. Ab 6. November fuhren die S-Bahnzüge ab Mahlow durch den Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn bis Bernau durch. Am 6. Oktober 1940 wurde der S-Bahnverkehr bis Rangsdorf ausgedehnt.

Nach einem kriegsbedingten Unterbruch des Betriebs wurde der S-Bahnverkehr 1945 wieder aufgenommen. Nun fuhren die Züge im 30-Minuten-Takt von Rangsdorf nach Velten. Die dampfbetriebenen Vorortzüge aus Wünsdorf endeten in Rangsdorf.

Mit dem Schließen der auf West-Berliner Gebiet liegenden Fernbahnhöfe (darunter auch des Anhalter Bahnhofs) am 18. Mai 1952 fuhren die Züge der Dresdner Bahn nicht mehr zum Anhalter, sondern wurden über den Berliner Außenring (BAR) zu anderen Bahnhöfen in Ostberlin wie Schöneweide, Lichtenberg oder Ostbahnhof umgeleitet.

Nur die S-Bahn fuhr ab Rangsdorf über die Stadtgrenze von „Ost nach West“. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde der S-Bahnbetrieb zwischen Lichtenrade und Mahlow eingestellt. Die Züge fuhren in West-Berlin nun von Lichtenrade bis Heiligensee. Zwischen Mahlow und Rangsdorf gab es einen Pendelverkehr bis zum Oktober 1961, danach übernahmen Vorortzüge des Sputnikverkehrs, die zum Bahnhof Flughafen Schönefeld verkehrten, wo ab 1962 S-Bahnanschluss nach Berlin bestand, die Anbindung der Vororte an der Dresdner Bahn an die Großstadt. Diese Züge verkehrten in etwa jede Stunde ab Wünsdorf, einige ab Baruth. Zwischen Baruth und Elsterwerda gab es nur vier Personenzüge am Tag.

Dafür hatte die Strecke einen dichten Schnellzugverkehr in Richtung Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Österreich. Zu den Starzügen gehörte ab 1957 der Schnellzug Vindobona von Berlin nach Wien.

Zwischen Mahlow und Blankenfelde (Kreis Zossen) pendelte nun ein alter Dieselbeiwagen mit einer blauen Rangierlok, die diesem Abschnitt den Spitznamen „Blauer Bock“ einbrachte, später kamen so genannte Ferkeltaxen, das sind Schienenbusse der DR zum Einsatz.

Ab 1976 verkehrten nachmittags die Städteexpress-Züge „Elbflorenz“ nach Dresden und „Fichtelberg“ nach Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) auf dieser Strecke, morgens nach Berlin, später kam das Zugpaar „Berlin-Express“ morges nach Dresden nachmittags nach Berlin hinzu.

In den Jahren 1979 bis 1982 wurde die Bahnstrecke vom Süden bis zum Berliner Außenring mit dem Wechselstromsystem mit Oberleitung elektrifiziert.

Um 1991 wurden einige Streckenabschnitte für 160 km/h ertüchtigt, und auch später erfolgten einige Gleiserneuerungen im Raum Doberlug-Kirchhain sowie zwischen Wünsdorf und Neuhof. Im Allgemeinen ist der Zustand der Strecke aber schlecht. Aktuell werden die Fahrzeiten der EuroCity-Züge durch dutzende Kilometer Langsamfahrtstellen (z. B. 11 km lang zw. Golßen (Nl.) und Baruth mit 70 km/h) auf der Strecke beeinträchtigt, mit 160 km/h befahrbare Abschnitte gibt es kaum noch. Eine Fahrt von Dresden nach Berlin dauert nun wieder länger als zwei Stunden und somit länger als 1936.

In der Mittelfristplanung der Deutschen Bahn (Stand: April 2007)[1] wird der Ausbau der Strecke unter den mittelfristig zurückgestellten Vorhaben geführt.

Unfälle

Am 20. November 1997 entgleiste im Bahnhof Elsterwerda ein mit Benzin befüllter Kesselwagenzug, wobei zwei Wagen explodierten und 15 weitere ausbrannten (Zugunglück von Elsterwerda).

Zugbetrieb

Seit Mai 2006 verkehren Züge der Relation Berlin – Dresden vom neu eröffneten Berliner Hauptbahnhof durch den Tiergartentunnel zum ebenfalls neu für den Fern- und Regionalverkehr eröffneten Bahnhof Berlin Südkreuz. Da die Dresdner Bahn im Stadtgebiet von Berlin noch nicht für den elektrischen Fern- und Regionalverkehr ausgebaut wurde, müssen die Züge ab dem Brückenbauwerk in Höhe des Prellerweges (am S-Bahnhof Priesterweg) den Umweg über die Anhalter Bahn und den Berliner Außenring nehmen und gelangen erst vor Blankenfelde auf die eigentliche Berlin-Dresdner Bahn, die sie gewöhnlich kurz vor Dresden hinter Neucoswig wieder verlassen. Sie nutzen dann die Leipzig-Dresdner Eisenbahn über Radebeul und Dresden-Neustadt bis Dresden Hauptbahnhof.

Literatur

  • Peter Bley: 125 Jahre Berlin-Dresdener Eisenbahn. Alba Publikation, Düsseldorf 1999, ISBN 3-87094-360-2

Einzelnachweise


Weblinks

Wikipedia
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