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Berlin-Boxhagen
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Boxhagen ist ein ehemals als Vorwerk Berlins angelegtes Wohngebiet in den heutigen Berliner Stadtteilen Friedrichshain und Lichtenberg.
Die erste urkundliche Erwähnung Boxhagens datiert aus dem 14. Jahrhundert, damals Buchshagen geschrieben, es war ein von Berliner Bürgern gern benutztes Wiesengelände vor ihrer Stadt. Als Vorwerk (mit Meierei) von Berlin wurde es im Jahr 1591 erstmalig in den Akten geführt, danach wechselte die Ansiedlung mehrfach ihren Besitzer. 1771 wurde in direkter Nachbarschaft und auf Veranlassung Friedrichs II. von Preußen die Kolonie Friedrichsberg gegründet, 1773 folgte die Kolonie Lichtenberger Kiez, welche zur Kolonie Boxhagen wurden. 1808 wurden sowohl die Kolonie als auch das Vorwerk Boxhagen außerhalb der Grenzen Berlins Niederbarnim als Gutsbezirk Boxhagen zugeschlagen, 1889 wurde der Gutsbezirk mit der Boxhagener Heide und einer darin befindlichen Ziegelei am Rummelsburger See zur Landgemeinde Boxhagen-Rummelsburg vereinigt.
Aus dem Lichtenberger Kiez, einer Exklave des Ortes Stralow sowie eines Teiles der Friedrichsfelder Gemeinde, wurde die Landgemeinde Boxhagen-Rummelsburg gebildet, welche in dieser Form bis 1912 existierte. Ab 1912 gehörte die Landgemeinde dann zur Stadt Lichtenberg. Wesentlich für die Entwicklung der Gemeinde war die 1842 eröffnete Bahnlinie nach Frankfurt (Oder). 1920 wurde Lichtenberg mitsamt der Landgemeinde Boxhagen nach Berlin eingemeindet, später gehörte es zum größten Teil zum Stadtbezirk Friedrichshain.
Heute erinnern vor allem Straßennamen und Bezeichnungen für Plätze an die Ansiedlung (Boxhagener Platz, Boxhagener Straße, Rummelsburger Landstraße).
Koordinaten: 52°30'35" N 13°27'35" O
Quellen
- Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Henschelverlag, Berlin 1987
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