Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Bereitschaftspotential
Aus Kefk.
Das Bereitschaftspotential ist ein elektrophysiologisches Phänomen, das im Vorfeld willkürlicher Bewegungen in bestimmten Arealen der Großhirnrinde (im supplementärmotorischen Cortex) auftritt und als Ausdruck von Aktivierungs- und Vorbereitungsprozessen interpretiert wird.
Die Erstbeschreibung erfolgte in den sechziger Jahren durch die deutschen Hirnforscher Hans Kornhuber und Lüder Deecke. Ließ man Probanden spontane Fingerbewegungen ausführen und zeichnete ein kontinuierliches Gleichstrom-EEG auf, so zeigte sich mehr als eine Sekunde vor Ausführung der Bewegung eine charakteristische negative Potentialwelle, vor allem in frontalen und parietalen Ableitungen. Der Nachweis dieser als Bereitschaftspotential oder readiness potential bezeichneten Wellen veränderte das Verständnis von der neuronalen Verarbeitung motorischer Programme grundlegend.
Literatur
- Hans Helmut Kornhuber, Lüder Deecke: Hirnpotentialänderungen bei Willkürbewegungen und passiven Bewegungen des Menschen: Bereitschaftspotential und reafferente Potentiale. Pfuegers Arch. (1965) 281: 1-17
- Kornhuber HH, Deecke L (1990): Readiness for movement – The Bereitschaftspotential-Story. Current Contents Life Sciences 33, 4 Citation Classics January 22: 14.
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Bereitschaftspotential, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
