Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Benzo(a)pyren

Aus Kefk.

(Weitergeleitet von Benzopyren)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Icon falscher Titel.svg Der korrekte Titel dieses Artikels lautet „Benzo[a]pyren“. Diese Schreibweise ist aufgrund technischer Einschränkungen nicht möglich.
Strukturformel
Bild:Benzopyren neu.png
Allgemeines
Name Benzo[a]pyren (abgekürzt: B(a)p)
Andere Namen 1,2-Benzpyren, Benzo[def]chrysen
Summenformel C20H12
CAS-Nummer 50-32-8
Aggregatzustand fest
Farbe farblos
Geruch aromatisch
Chemisch-physikalische Stoffeigenschaften
Molmasse 252,32 g/mol
Dichte 1,282 bzw. 1,351 g/cm³
Dampfdruck 0,7 x 10-6 Pa
Schmelzpunkt 179 °C
Siedepunkt 310 - 312 °C (13 mbar)
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Gefahrensymbole
Bild:Hazard N.svg
N
Umwelt-
gefährlich
R- und S-Sätze R: 45-46-60-61

S: 45-53

TRK-Wert 0,002 mg/m³
KOC-Wert 4.500.000 l/kg (Sediment)
log KOW-Wert 6,15
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Benzo%28a%29pyren, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Benzo[a]pyren (1,2-Benzpyren) ist ein polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff. Die veraltete Bezeichnung für diese chemische Verbindung lautet 3,4-Benzpyren. Nach IUPAC ist der korrekte Name Benzo[def]chrysen.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen und Entstehung

Benzo[a]pyren kommt im Steinkohlenteer vor. Zudem entsteht es bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Stoffen und ist infolge dessen weit verbreitet. So findet man es in Auto- und Industrieabgasen. Während des Rauchens von Zigaretten wird es bei ungefähr 300 °C in der Tabakbrennzone gebildet. In Grillprodukten, die über Holzkohle oder Kiefernzapfen zubereitet wurden, lässt sich Benzo[a]pyren nachweisen. Spuren von Benzo[a]pyren kommen im Boden, in Gemüse und Getreide vor.

Gewinnung und Darstellung

Benzo[a]pyren lässt sich aus Kohlenteer und anderen Teeren durch Extraktion gewinnen. Eine Synthese kann durch katalytische Hydrierung von Cycloalkanen in Gegenwart der Übergangsmetalle Platin, Palladium und Nickel bewerkstelligt werden. Eine alternative Hydrierungsmethode ist die bei Hitze, wenn man die Elemente Selen und Schwefel sowie Disulfide als Katalysator einsetzt.

Struktur

Das Benzo[a]pyren-Molekül gehört zu den pentanuklearen, d. h. aus fünf Benzol-Ringen bestehenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Die Ringe sind über ihre Kanten miteinander verbunden (annelliert). Das Molekül besitzt, wie Benzol aufgrund des delokalisierten π-Elektronensystems, aromatischen Charakter.

Eigenschaften

Benzo[a]pyren ist ein gelber, kristalliner Feststoff, der entweder in Form von Plättchen mit einer Dichte von 1,282 g/cm³ oder als Nadeln (Dichte 1,351 g/cm³) vorliegt. Benzo[a]pyren schmilzt bei 179 °C und siedet bei 310 - 312 °C. In Wasser und Alkoholen ist es un- bzw. gering löslich. In aromatischen Kohlenwasserstoffen löst es sich hingegen gut, in Benzol z.B. unter violetter Fluoreszenz.

Sicherheitshinweise

Carcinogen

Benzo[a]pyren ist eine der am längsten bekannten und untersuchten krebserregenden Substanzen (Carcinogen). Das Risiko, dass Zigarettenrauch Lungenkrebs hervorruft, wird zu einem großen Teil auf Benzo(a)pyren zurückgeführt.

Ökologie

Es gilt als Prototyp der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. In der Bestimmung der Umweltbelastung durch diese Stoffgruppe wird meist Benzo[a]pyren als Referenz verwendet. Benzopyren wird nach seinem Gefährdungspotential als "giftig" und "umweltgefährlich" bezeichnet.

Nachweis

Benzo[a]pyren kann man mit Hilfe von Fluoreszenzspektroskopie nachweisen. Aus Gemischen mit anderen Verbindungen kann es durch Dünnschichtchromatographie oder HPLC isoliert werden.

Persönliche Werkzeuge