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Befreiung vom Nationalsozialismus
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Befreiung vom Nationalsozialismus ist eine Kernaussage der nationalen Erinnerungskultur der BRD. In der Tradition der von Bundespräsident Richard Weizsäcker am 8. Mai 1985 gehaltenen Rede, versteht man darunter die Beseitigung der nationalsozialistischen Herrschaft und das Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland. Damit wurden insbesondere in Westdeutschland nicht die in der Nachkriegszeit und vor allem im Kalten Krieg geprägten Begriffe Kapitulation und Niederlage in den Mittelpunkt der Erinnerung gestellt, sondern der Holocaust. In der DDR wurde die "Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus" von 1950 bis 1966 in Erinnerung an den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung gefeiert. [1]
Literatur
- Richard von Weizsäcker (1985): Rede zum 8. Mai 1985
- Bundeszentrale für politische Bildung: Hintergrund aktuell (04.05.2006): 8. Mai 1945
- Monika Flacke (2004): Mythen der Nationen. 1945 – Arena der Erinnerungen. Katalog zur Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin. Philipp von Zabern Verlag. ISBN 3-8053-3298-X (Rezension [2])
- Michael Klundt/Samuel Salzborn/Marc Schwietring/Gerd Wiegel: Erinnern, verdrängen, vergessen. Geschichtspolitische Wege ins 21. Jahrhundert. Gießen 2003. ISBN 3-00-010741-X
- Alexander Mitscherlich und Margarete Mitscherlich (1967): Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens. München.
- Margarete Mitscherlich (1993): Erinnerungsarbeit. Zur Psychoanalyse der Unfähigkeit zu trauern. Frankfurt am Main.
- Edgar Wolfrum (2002): Die beiden Deutschland, in: Knigge, Volkhard / Frei, Norbert (Hrsg.), Verbrechen erinnern. Die Auseinandersetzung mit Holocaust und Völkermord, München 2002
- Moshe Zuckermann (1998): Zweierlei Holocaust. Der Holocaust in den politischen Kulturen Israels und Deutschlands, Göttingen 1998.
