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Beethoven-Gymnasium Bonn

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Beethoven-Gymnasium Bonn
Bild:BG-Bonn schulhof.jpg
Der Schulhof mit Blick auf den Rhein
Schultyp: Gymnasium
Anschrift: Adenauerallee 53-55
53113 Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Schulträger: Stadt Bonn
Gründungsjahr: 1626
Schülerzahl: 950
Webadresse: Homepage
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Das Bonner Beethoven-Gymnasium ist ein humanistisches Gymnasium mit sprachlich-mathematischem Schwerpunkt, insbesondere auf den alten Sprachen. Es ist die mit Abstand älteste höhere Schule in Bonn und Umgebung sowie mit ca. 950 Schülern eine der Größten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das heutige Beethoven-Gymnasium wurde 1626 als Minoritengymnasium gegründet. 1673 übernahmen es die Jesuiten. Bombardements und ein Brand zerstörten 1689 und 1719 die Schule mehrmals. Sie wurde aber jeweils sofort wieder errichtet. Für 1736 lässt sich das Schulgebäude erstmals genau lokalisieren. Die Schule zog in diesem Jahr in ein Gebäude in der Bonngasse, nicht weit von dem Haus, in dem Ludwig van Beethoven geboren wurde. Er sollte ein paar Jahre später Schüler der kurfürstlichen Akademie werden, wovon das Gymnasium ein Teil war.

Während der französischen Besatzung des Rheinlandes wurde die Schule in eine École nach französischem Muster umgewandelt. 1816, als das Rheinland an Preußen fiel, erhielt sie den Titel „Königlich-Preußisches Gymnasium“. Erst 1882 bekam die Schule „Konkurrenz“ in Form eines weiteren Gymnasiums in Bonn. In den Jahren 1888–91 erfolgte schließlich der Schulneubau an seinem heutigen Platz in der Adenauerallee.

Nachdem die Schule nach dem Ersten Weltkrieg kurzzeitig den Namen „Helmholtz-Gymnasium“ trug, erhielt sie 1925 ihren heutigen Namen. 1944 wurde das Schulgebäude während eines Bombenangriffs zerstört. Nach dem Krieg war der Unterricht zwischenzeitlich an anderer Stelle wieder aufgenommen worden, bis 1952 ein Neubau an alter Stelle entstand.

Eine Erwähnung am Rande findet das Beethoven-Gymnasium in dem Roman „Ansichten eines Clowns“ von Heinrich Böll.

Heute

Aufgrund des altsprachlichen Schwerpunktes ist Latein am Beethoven-Gymnasium Pflichtfach. Des weiteren sind Altgriechisch sowie Althebräisch wählbar, neben neuen Sprachen wie Französisch, Italienisch und Englisch. Die Schule unterhält Austauschprogramme mit Oxford, The Skinners' School, Paris und Buchara und es werden Studienfahrten nach England, Frankreich, Griechenland, Malta und Polen unternommen. Es gibt jedes Jahr eine traditionelle Klassenfahrt, von denen sich die Fahrten in Jahrgangsstufe 7 und 8 hervorheben, da man als Schueler des Beethoven Gymnasiums eine Woche lang nach Hirschegg ins Kleinwalsertal zum Skifahren faehrt. Wie viele andere Schulen auch bietet das Beethoven-Gymnasium eine große Anzahl an Arbeitsgemeinschaften und Betätigungsmöglichkeiten auch außerhalb der Schulzeit. Das Beethoven-Gymnasium pflegt zudem Schulpartnerschaften mit einer Schule in Afghanistan und mit einer Schule in Peru. In den letzten Jahren flossen so mehr als 10.000 Euro Spendengelder zu diesen Schulen.

Lehrerraumsystem

Eine Besonderheit am Beethoven-Gymnasium ist die Anwendung des sogenannten „Lehrer-Fachraum-Prinzips“, welches bedeutet, dass nicht die Lehrer zwischen den Unterrichtsstunden die Räume wechseln, um die einzelnen Klassen aufzusuchen, sondern die Schüler, während jeder Lehrer einen ihm zugewiesenen Raum besitzt. Dieses Prinzip wurde in den 1980er Jahren entwickelt und diente nach seiner Bewährung mehreren Schulen als Vorbild.

Bekannte Absolventen

Schüler des Beethoven-Gymnasiums waren unter anderem Hans-Christoph Buch, Paul Leyhausen, Alfred Philippson, Heinrich und Dr. Gerhard Reifferscheid, Heinrich Ruster, Hagen Schulze, Ralf-Dieter Brunowsky und Alexander Koenig.

Weblinks

Koordinaten: 50° 43' 50" N, 7° 6' 33" O

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