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Beeskow
Aus Kefk.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Bild:Wappen Beeskow.PNG |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oder-Spree | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 52° 10′ N, 14° 15′ O52° 10′ N, 14° 15′ O | |
| Höhe: | 40 m ü. NN | |
| Fläche: | 77,15 km² | |
| Einwohner: | 8432 (30. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 109 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 15848 | |
| Vorwahl: | 03366 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LOS | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 67 036 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 7 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Berliner Straße 30 15848 Beeskow | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Fritz Taschenberger (SPD) | |
Beeskow ?/i niedersorbisch: Bezkow, ist die Kreisstadt des Landkreises Oder-Spree im Bundesland Brandenburg (Deutschland) in der nördlichen Niederlausitz gelegen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Beeskow liegt im Osten des Landes Brandenburg, ca. 80 km süd-östlich von Berlin und etwa 30 km südwestlich von Frankfurt (Oder). Beeskow liegt an der Spree; die Oder ist rund 30 km östlich entfernt. Rund um die Stadt erstrecken sich große Wald- und Wiesengebiete mit vielen kleineren und größeren Seen. Beeskow wird auch das „Tor der Niederlausitz“ genannt.
Stadtgliederung
Beeskow teilt sich in eine Kernstadt und in sieben Ortsteile:
- Bornow,
- Kohlsdorf,
- Krügersdorf,
- Neuendorf,
- Oegeln,
- Radinkendorf und
- Schneeberg.
Geschichte
Stadtgründer und erste Stadtherren waren im 13. Jahrhundert die Ritter von Strele. Beeskow war Zentrum eines Herrschaftsgebiets, das im Mittelalter zur Niederlausitz gehörte. Auch kirchlich war die Stadt nach Süden orientiert. Sie gehörte zum Bistum Meißen; die Stadtpfarrei stand unter dem Patronat des Klosters Neuzelle. Im späten Mittelalter wechselten Stadt und Herrschaft mehrfach den Besitzer. Sie gehörten unter anderem Angehörigen der Familie von Biberstein (zuletzt 1512-1551) und an der Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert den Lebuser Bischöfen, die auf der Beeskower Burg auch ihre Residenz einrichteten.
Nachdem die Herren von Biberstein 1551 ausgestorben waren, belehnte der böhmische König Ferdinand I. fünf Jahre später die Markgrafen von Brandenburg mit den Herrschaften Beeskow und Storkow. Offiziell blieb Beeskow zwar böhmisches Lehen und Bestandteil der Niederlausitz, es gelang den Hohenzollern aber in den folgenden Jahrzehnten, ihre neu gewonnene Herrschaft mehr und mehr von der Niederlausitz zu lösen. Um 1600 war Beeskow schließlich zur Gänze ein Teil Brandenburgs geworden, auch wenn die Niederlausitzer Stände dieses Faktum noch lange nicht anerkennen wollten.
Jean Pierre Barthelemy Rouanet, der 1747 bei Toulouse geboren wurde, wird 1781 Senator und später Stadtkämmerer von Beeskow. Am 8. Oktober 1837 starb er in Beeskow. Therese Rouanet (1790-1867) eine Tochter des Vorgenannten, war die Mutter von Emilie Rouanet-Kummer, der Gattin von Theodor Fontane.
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt besteht aus 18 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister.
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)
Blasonierung des Wappens
Das Beeskower Stadtwappen zeigt in einem roten Schild eine silberne Torfassade mit vier Fialen. Die Torfassade ist mit zwei schräg gegeneinander gestellten Schildern belegt. Der vordere (linke) trägt in Rot drei übereinander liegende silberne Sensenklingen, die gestürzt sind (d.h. die Schneiden weisen nach oben) und nach links zeigen. Der hintere (rechte) Schild trägt in Gold eine rote fünfwendige Hirschstange, die nach rechts gebogen ist. Der Schild mit drei Sensen ist das Wappen der ersten Stadtherren, der Ritter von Strele. Die rote Hirschstange im goldenen Grund ist das Wappen der Herren von Biberstein. Die vier Türmchen sind im Laufe der Zeit aus vier Stäben hervorgegangen, die das Schildhaupt des ältesten bekannten Beeskower Stadtwappens überragten. Die Stäbe sollten Bischofstäbe darstellen, da die Herrschaft Beeskow im 16. Jahrhundert dem Bistum Lebus gehörte. Die Torfassade ist ein allgemeines Stadtsymbol und hat keine Beziehung zu einem historischen Bauwerk der Stadt. Belegt wird dieses Wappen im Brandenburgischen Landeshauptarchiv an besiegelten Urkunden aus den Jahren 1534 und 1540.
Städtepartnerschaften
Beeskow unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Kamen in Nordrhein-Westfalen und zu Sulęcin (bis 1945: Zielenzig) in Polen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Kunstarchiv Beeskow in der Burg Beeskow
- Das älteste Haus von Beeskow, erbaut um 1482
- Die noch zu weiten Teilen erhaltene Stadtmauer mit ihren sehr gut erhaltenen Türmen, darunter auch der Luckauer Torturm, der von den Beeskowern auch liebevoll “Dicker Turm” genannt wird und ein Wahrzeichen der Stadt ist
- Die St.-Marien-Kirche, eine der größten Kirchen in der Mark Brandenburg
- Die ehemalige Mönchsherberge, welche unmittelbar an der Stadtmauer liegt, einst Unterkunft für wanderne Mönche; auch für Theodor Fontane
- Der Fischerkiez
- Kultur:
- Konzertreihe St. Marien (ganzjährig)
- Osterspektaculum (Ostern)
- Altstadtfest (1. Juniwochenende)
- Anglerfest (August)
- Oper Oder/Spree (August)
- Räuberspektakel (September)
- Bauernmarkt mit Erntekronenwettbewerb (September)
- Weihnachtsmarkt (November / Dezember)
Der Schriftsteller Günter de Bruyn wohnt in der Nähe von Beeskow und hat der Landschaft in seinem Buch Abseits. Liebeserklärung an eine Landschaft (Frankfurt 2005) ein literarisches Denkmal gesetzt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Beeskow verfügt über einen Regionalbahnanschluss an der Strecke Königs Wusterhausen–Grunow, der jedoch wegen der Kürzung der Regionalisierungsmittel akut gefährdet ist.
Durch die Stadt führen die Bundesstraßen B 87, B 168 und B 246.
Söhne und Töchter der Stadt
- Gebhard von Alvensleben (* 1619), Staatsmann, Historiker
- Gotthilf Treuer (* 1632), Dichter
Weblinks
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