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Beelzebub

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Der Beelzebub (auch Belzebub, Beelzebul, Beelzebock, Belsebub) ist im heutigen Sprachgebrauch ein Synonym für den Teufel.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Mit dem Namen Beelzebub (hebräisch בעל זבוב) wird im Alten Testament der Stadtgott von Ekron im Land der Philister bezeichnet. König Ahasja von Israel erbat nach 2. Könige 1 [http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&bible=EU&ref=2Kön

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1 EU]

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von ihm Orakel. Baal Zebub wird übersetzt mit Herr der Fliegen und ist vermutlich eine Verballhornung des eigentlichen Namens בעל זבול Baal Zebul (erhabener Herr), um den Gott bzw. dessen Anhänger zu verspotten (so genannter Schandname). Alle Namensformen sind Beinamen des Gottes Ba'al. Der eigentliche Name wurde erst aus Textvergleichen mit dem Ugaritischen erhoben. In frühjüdischer Zeit wurde dieser kanaanäische Gott zum Inbegriff des Götzen und im dualistischen Denken zum Anführer der widergöttlichen Mächte. So erscheint er auch im Neuen Testament (in der Mehrheit der griechischen Handschriften unter βεελζεβούλ Beelzebul) als der Oberste der Dämonen. Bedeutung erlangte er auch in lokalen Sagen und Märchen, wo er häufig im Zusammenhang mit Zaubersprüchen auftritt.

In John Miltons Epos Paradise Lost (1667) ist Beelzebub der zweithöchste Höllenfürst nach Satan. In der Zeit der Hexenverfolgung vom 14. bis 17. Jahrhundert wird in verschiedenen Quellen der Begriff Beelzebock verwendet, eine Umdeutung, die zweifelsohne mit der vorgestellten Bocksgestalt des Teufels zusammenhängt. Diese Bocksgestalt hinwiederum ist erstmals nachgewiesen in einem Bericht eines Zauberprozesses von 1335 in Toulouse, hat sich aber bis heute im Volksglauben erhalten.

Heutiger Gebrauch

Heute hat der Beelzebub immer noch regionale Bedeutung und bezeichnet z. B. in Bayern mit Tierfellen behängte Gestalten (Dämonen).

Auch in der Redewendung Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, die auf eine Begebenheit im Lukasevangelium 11,15 [http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&bible=EU&ref=Lk

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11,15 EU]

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zurückgeht, lebt das Wort weiter. Sie bedeutet sinngemäß "etwas Schlimmes mit etwas Schlimmem beseitigen".  (siehe auch Tautologie)

Der Beelzebub in den Medien

Als literarische Bearbeitung erschienen Charaktere namens Beelzebub in verschiedenen Werken. Diese Figuren sind zumeist als Gegenspieler der Protagonisten charakterisiert.

  • Der Beelzebub ist der Besen der Hexe Hicksi, einer Figur aus den Lustigen Taschenbüchern (Ehapa Verlag; erster Auftritt in Band 11). Er ist lebendig und eigenwillig und hilft ihr manches Mal in brenzligen Situationen.
  • In der Heftserie Professor Zamorra ist Beelzebub alias Belial ein teuflischer Gegner des Helden, ranghoher Dämonenfürst, der später von diesem getötet wird.
  • Beelzebub ist auch der Spitzname von Piccolo beim 23. Großen Turnier im Anime Dragonball. Anfangs der Feind von Son Goku wird er in Dragonball Z zu seinem Verbündeten. Ironischerweise wird er im Nachfolge Anime Dragonball Z zum neuen Gott.
  • Beelzebub ist der Vorname des bösen Zauberers aus dem Wunschpunsch, einem Buch von Michael Ende.
  • Auch in der Anime-Serie "Ouran Highschool Host Club" ist der Name einer Katzenhandpuppe Beelzebub; diese Puppe gehört Umehito Nekozawa, dem Leiter des Clubs für schwarze Magie.
  • Herr der Fliegen (Originaltitel: Lord of the flies) (1953) ist ein Roman des englischen Schriftstellers William Golding.
  • Die Hauptrolle des Mangas Sandland, gezeichnet von Akira Toriyama, ist ein kleiner Teufel namens Beelzebub, welcher der Sohn von Satan ist.
  • Das Buch Die Fliegen des Beelzebub von Ralf Thenior ist ein Jugendroman, welches von einem Jungen erzählt, der über eine Freundin in eine Pseudosekte gerät, hier wird sowohl die Sekte als auch der anschließende Exorzismus durch Fanatiker kritisiert und den Leser vor Sekten, falsch verstandenem Okkultismus und falschen Vorbildern warnen will.
  • Im Buch Meg Finn und die Liste der vier Wünsche von Eoin Colfer ist Beelzebub der Vorsteher der Hölle.

Literatur

Siehe auch

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Beelzebub – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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