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Becker-Nävus

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Klassifikation nach ICD-10
D22.9 Melanozytennävus, nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2006)
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Becker-N%C3%A4vus, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Ein Becker-Nävus (auch Melanosis naeviformis) ist ein einzelner, großer, unregelmäßig braun gefärbter Hautfleck (Hyperpigmentierung), meist im Bereich der Schulter bei jungen Männern. Im Lauf der Zeit verändert sich diese gutartige Hautveränderung durch vermehrten Haarwuchs (Hypertrichose). Es handelt sich um eine bestimmte Unterart von gutartigen, pigmentierten, begrenzten Fehlbildungen der Haut (Pigmentnävi), umgangssprachlich "Muttermale" bzw. "Leberflecken".

Inhaltsverzeichnis

Epidemiologie

Es sind hauptsächlich Männer davon betroffen, die ersten Anzeichen der Hautveränderung beginnen meist schon vor der Pubertät oder im Laufe der Adoleszenz.

Klinik

Typischerweise bildet sich eine handtellergroße, scharf und zackig begrenzte, unregelmäßig hyperpigmentierte Einzelläsion im Bereich des Rückens oder der Schultern aus. Zunächst ist die Hautveränderung noch glatt oder leicht aufgerauht, spätestens nach einem Jahr kommt dann ein verstärkter Haarwuchs hinzu.

Im Gegensatz zu den Nävuszellnävi finden sich hier keine Nävuszellnester oder vermehrte Melanozyten, sondern ausschließlich eine gesteigerte Bildung von Melanin als Ursache für die Hyperpigmentierung.

Verlauf und Prognose

Nach einem Jahr sollte die Ausdehnung der bräunlichen Verfärbung abgeschlossen sein und nicht mehr weiter wachsen. Es kommt nur selten zu einem späteren Abblassen eines Becker-Nävus. Das verstärkte Haarwachstum tritt erst nach abgeschlossener Pigmentierung zutage.

Bis auf optische Aspekte ist der Becker-Nävus immer unbedenklich und stellt kein Risiko für die Entwicklung eines Melanoms dar. Er ist allerdings von einem potentiell gefährlichen konnatalen Nävuszellnävus abzugrenzen, der ja im Unterschied zum Becker-Nävus schon bei der Geburt vorhanden ist.

Weblinks

Literatur

  • Thomas B. Fitzpatrick, Klaus Wolff (Hrsg.): Atlas und Synopsis der klinischen Dermatologie: häufige und bedrohliche Krankheiten. 3. Auflage. McGraw-Hill, New York; Frankfurt a.M., 1998, ISBN 0-07-709988-5.
  • Ernst G. Jung, Ingrid Moll (Hrsg.): Dermatologie. 5. Auflage. Thieme, Stuttgart, 2003, ISBN 3-13-126685-6
Wikipedia
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