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Basler Erdbeben
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Das Basler Erdbeben bezeichnet eine Serie von gewaltigen Erdstößen, die Basel ab dem Nachmittag des Lukastages (18. Oktober) des Jahres 1356 in Trümmer legten. Es begann etwa um vier Uhr nachmittags mit einem ersten Stoß. Viele Häuser und der Chor des Basler Münsters stürzten ein. Von Panik ergriffen flüchteten die Bewohner der Stadt aufs offene Feld. Abends von zehn Uhr bis Mitternacht folgten weitere, schwerere Stöße. Schäden wurden bis in 50 Kilometer Entfernung festgestellt. Die Stadt geriet in Brand; was das Beben nicht in Trümmer gelegt hatte, wurde ein Raub der Flammen. Das Dach des Münsters stürzte ins Schiff und zerstörte die Altäre, die Orgel und die Bilder. Acht Tage lang habe das Feuer gewütet, bis es schließlich keine Nahrung mehr fand. Fast alle Kirchen der Stadt und vierzig Burgen im Umkreis wurden beschädigt.
Der Mittelpunkt des Erdbebens lag unter dem Dorf Reinach, einige Kilometer südlich der Stadt Basel. Dort verläuft ein tiefer Riss in der Erdkruste und reicht von Aesch aus in zwei Armen weit nach Norden. Entlang dieses Risses sank vor vielen Millionen Jahren die Birs- und Rheinebene in die Tiefe.
Nur wenige Menschen kamen bei dem Beben ums Leben, da viele nach dem Vorbeben am Nachmittag aus der Stadt geflüchtet waren. Schätzungen gehen von 300 bis 1000 Todesopfern aus. Der Wiederaufbau konnte so sehr bald beginnen, und schon im Frühsommer 1357 war Basel zu einem normalen Stadtalltag zurückgekehrt. Bis etwa 1370 wurden die durch das Erdbeben zerstörten Gebäude wiederhergestellt.
Ein Denkmal in Reinach, ein krummes Kreuz, erinnert an das Erdbeben von Basel und an die Geschichte bzw. Legende des Grafen Wallram von Thierstein aus der Erdbebenzeit.
Die Schweizer Erdbebenkatastrophengruppe der ETH Zürich stellt fest: „The earthquake that occurred on October 18, 1356 in the region of Basel is the strongest historically documented earthquake in central Europe.“ (Das Erdbeben, das am 18. Oktober 1356 in der Gegend von Basel stattfand, ist das stärkste, das in historischer Zeit in Europa dokumentiert wurde.).[1]
Literatur
- Werner Meyer: Da verfiele Basel überall. Das Basler Erdbeben von 1356. Mit einem geologischen Beitrag von Hans Peter Laubscher. Schwabe, Basel 2006, ISBN 3-7965-2196-7
Weblinks
- Seismologischer Schadensbericht für die Schweiz (ETH Zürich), S. 18. (englisch, PDF)
- Das grosse Erdbeben von Basel
- Im Visier der Erdbebenforschung – die Stadt Basel (PDF)
- Ein Erdbeben könnte Basel von der Landkarte verbannen
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