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Basel-Gundeldingen
Aus Kefk.
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Gundeldingen | |||||
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| Fläche | 1.23
km² | ||||
| Einwohner | 18'271
(Jan. 2003
) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 14'854
Einwohner/km² | ||||
| Ausländeranteil | 39.3
% | ||||
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Gundeldingen ist ein Quartier im Süden der Schweizer Stadt Basel mit etwa 18'000 Einwohnern. Es ist nach dem Landgut/Schlösschen Gundeldingen benannt.
Das Wohnquartier liegt auf der Grossbasler Seite, südlich zwischen dem Bahnhof SBB und dem Bruderholz-Hügel. Im Gegensatz zum übrigen Stadtgebiet fällt die nach amerikanischen Vorbildern nachempfunden, fast schachbrettartigen Struktur mit seinen parallelen Strassenzüge auf. Da Gundeldingen durch den Bahnhof und seine Gleisanlagen praktisch vom restlichen Stadtgebiet getrennt ist, hat das Quartier Gundeldingen den Charakter einer eigenständigen Kleinstadt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die Gegend am Nordabhang des Bruderholzes, etwa einen Kilometer ausserhalb der früheren Mauern des alten Kernes der Stadt Basel, erschien bereits 1194 in den Urkunden als Cundoltingin. Da es früher zur ländlichen Umgebung Basels zählte, wurden dort im 14. und 15. Jahrhundert eine Reihe von Wasserschlössern als herrschaftliche Sitze erbaut. Die vier Gundeldinger Schlösser hiessen grosses Gundeldingen, unteres mittleres Gundeldingen, oberes mittleres Gundeldingen und vorderes Gundeldingen. Ausser dem Unteren mittleren Gundeldingen, welches Heute den Namen Thomas Platter-Haus trägt und sich mitten zwischen den Quartierhäusern versteckt, sind all diese Schlösser mit der Zeit verschwunden.
Noch zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählte das Quartier kaum dreissig Häuser und lediglich einige schmale Strässchen und Feldwege, welche der landwirtschaftlichen Erschliessung dienten. Weite Obstbaumanlagen und Getreidefelder, aber auch Reb- und Kräutergärtchen bestimmten das Bild des Gundeldingerfeldes. Das Feld befand sich damals im Besitz der Stadtgemeinde Basel. Ab 1872 kaufte die Süddeutsche Immobilien-Gesellschaft, mit Segen der Stadt Basel, das 72 ha umfassende Land zwischen Bahnhof, Gundeldinger-, Margarethen- und Reinachstrasse in mehreren Tranchen auf. Die Gesellschaft hatte die Absicht, das erschlossene Land möglichst schnell wieder an Bauwillige zu verkaufen. Am 1. Juni 1874 genehmigte der Grosse Rat der Stadt Basel den Überbauungsplan für das Quartier und innerhalb weniger Jahre wurde das ganze Gebiet grosstädtisch überbaut.
Während des zweiten Weltkriegs wurde Basel-Gundeldingen Ziel zweier grösserer Luftangriffe alliierter Bomberstaffeln (16./17. Dezember 1940 und 4. März 1945), die ein Todesopfer und grossen Sachschaden forderten. Die Grenzlage der Stadt Basel und die unmittelbare Nachbarschaft des Quartiers zu Gleisanlagen der SBB legen eine Verwechslung mit von der Wehrmacht genutzten Bahnhöfen im Elsass oder in Südbaden nahe; immer noch geläufig ist aber die Vermutung, dass es sich beim zweiten Angriff um eine bewusste Strafaktion für Warenlieferungen der Schweiz an Nazi-Deutschland gehandelt habe.
Der älteste Neutrale Quartierverein von Basel, der Neutrale Quartierverein Gundeldingen, kurz NQVG, besteht seit 1875. Und seit dem Jahr 2001 existiert - in Basel gibt es keine Gemeindeebene - die Quartierkoordination Gundeldingen, eine Koordinationsstelle, ähnlich einem Quartiersekretariat. Sie wurde von engagierten VertreterInnen der Vereine im Quartier gegründet und wird ehrenamtlich geführt (www.gundeli-koordination.ch).
Verkehr
Das Gundeldinger Quartier wird hauptsächlich durch die Tramlinien 15, 16 und E11 sowie die Buslinie 36 erschlossen.
Sport
Im Margarethenpark befindet sich die Kunsteisbahn St. Margarethen, die lange Zeit Heimstadion des EHC Basel vor dem Bau der St. Jakob-Arena war. Zudem hat das Quartier seinen eigenen Fussballclub, den FC Gundeldingen (4. Liga), der seine Spiele jedoch auf den St. Jakob-Sportanlagen austrägt.
Weblinks
- Statistische Daten zum Gundeldinger Quartier
- Neutraler Quartierverein Gundeldingen
- http://www.gundeli-koordination.ch/
- Das Thomas Platter-Haus im Gundeldingen auf altbasel.ch
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