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Bartholomäus Koßmann

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Bartholomäus Koßmann (* 2. Oktober 1883 in Eppelborn; † 9. August 1952) war ein deutscher Politiker der Zentrumspartei (später CVP).

Koßmann schloss sich bereits als junger Mann der katholischen Arbeiterbewegung an und zog 1912 als jüngster Abgeordneter für das Zentrum in den Deutschen Reichstag ein. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er der Weimarer Nationalversammlung an. Im Gegensatz zur Mehrheit seiner Fraktionskollegen stimmte er am 22. Juni 1919 in der Nationalversammlung gegen die Unterzeichnung des Versailler Vertrages. 1922 bis 1924 war er Vorsitzender des Landesrates und ab 1924 Saarländischer Minister.

Koßmann gehörte auf katholischer Seite zu den Gegnern des Reichskonkordats und gehörte zum Widerstandskreis um Carl Friedrich Goerdeler. Nach dem 20. Juli 1944 wurde er von den Nationalsozialisten verhaftet.

1945 gehörte er zu den Mitbegründern der CVP und wurde deren Ehrenvorsitzender. Im Jahr 1947 wurde er in den neu gegründeten Landtag des Saarlandes gewählt. Koßmann setzte sich für den friedlichen Ausgleich zwischen Frankreich und Deutschland ein und sprach sich – im Gegensatz zu Johannes Hoffmann – gegen eine wirtschaftliche und politische Angliederung an Frankreich aus.

Ehrungen

Die Gemeinde Eppelborn verleiht für langjähriges bürgerschaftliches Engagement die Bartholomäus-Koßmann-Medaille. 2003 errichtete das Saarland die Bartholomäus-Koßmann-Stiftung.

Literatur

Reinhold Bost: Bartholomäus Koßmann - Christ, Gewerkschafter, Politiker - 1883 - 1952. Gollenstein Verlag, 2002. ISBN 3935731345.

Weblinks

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