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Barbital

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Barbital (Markennamen Veronal, Medinal) ist ein hypnotisch und lang wirkendes Barbiturat, das als Schlafmittel genutzt wurde, aber bei unsachgemäßer Dosierung leicht zum Tode führt, da es die meisten metabolischen Prozesse hemmt.

Chemisch gesehen handelt es sich um 5,5-Diethylbarbitursäure mit der Summenformel C8H12N2O3.

Als Medikament wird es heute nicht mehr verabreicht. Entwickelt wurde Veronal vor mehr als 100 Jahren vom Chemiker und Nobelpreisträger Emil Fischer und dem Kliniker Joseph von Mering. 1864 wurde der Grundkörper, die physiologisch inaktive Barbitursäure, von Adolf von Baeyer synthetisiert.

Das seit 1908 rezeptpflichtige Veronal wurde zunächst wegen seiner „guten Verträglichkeit ohne Nebenwirkungen“ für die Herstellerfirmen Bayer und Merck zum Verkaufserfolg, geriet aber als Suizidmittel bald in Verruf und wurde seit den 1960er Jahren durch die Benzodiazepine ersetzt. Anfang der 1970er Jahre wurde es aus dem Verkehr genommen[1].


Einzelnachweise

  1. Die Historie von Veronal

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