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Komitat Baranya

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Baranya
Bild:BaranyaCounty.gif
Bild:Sin escudo.svg Baranya
Komitatssitz: Pécs
Fläche: 4.430 km²
Einwohner: 407.448  Stand: 2001
Komitat Baranya
(1910)
Bild:Baranya coatofarms.jpg
Sitz: Pécs
Fläche: 5.177 km²
Bevölkerung: 352.478
Volksgruppen:
(laut der umstrittenen
Volkszählung von 1910)
57 % Magyaren
32 % Deutsche
4 % Serben
3 % Kroaten
4 % andere
Bild:Baranya.png

Baranya [ˈbɒrɒɲɒ] (dt. Branau[1]), ist das südlichste Komitat (Verwaltungsbezirk) in Ungarn. Es grenzt an Kroatien sowie an die Komitate Somogy, Tolna und Bács-Kiskun.

Der Komitatssitz ist Pécs (Fünfkirchen). Die Stadt besteht als Sopianae schon seit der Römerzeit und gehört seit 2000 zum Weltkulturerbe. Nahe der jetzigen gotischen Kathedrale wurde am Mons Sacrum ein Friedhof der Urchristen gefunden; bemerkenswert auch die 2-geschossige Péter-Pál-Grabkammer mit Krügen und alt-biblischen Gemälden wie dem Garten Eden.

Andere historisch bedeutende Städte sind Mohács und Pécsvárad. International bekannt sind ferner das Heilbad in Harkány und das Weinbaugebiet Villány-Siklós. Die Verkehrsverbindungen sind relativ gut, fast alle Städte verfügen über einen Bahnhof. Die Hauptstraßen von und nach Pécs sind passabel (z. B. die B6 und B57); auf manchen Straßen im Raum Mecsek sind allerdings „unfallgefährliche Straßenabschnitte“ ausgeschildert. Auf den Nebenstraßen ist der Verkehr sehr gering.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ungarns Süden und sein warmes Klima wird bisweilen mit den Hügeln der Toskana verglichen – mediterrane Pflanzen und warmer Wind, Kultur und alte Burgen, kräftiger Rotwein, Feigen und Edelkastanien. Das Komitat ist auch reich an Thermalbädern und Mineralwässern und weist in den Bergen Karsterscheinungen auf.

Die Drau bildet die Südgrenze des Komitats, und im Osten fließt die Donau. Ein kleines Gebiet zwischen Donau und Draumündung gehörte vor 1921 noch zum Komitat und jetzt zu Kroatien (Gespanschaft Osijek-Baranja). Die Gegend, in der auch Akazien wachsen, wird von der Hügel- bzw. Bergkette des Mecsek durchzogen. Auf vielen Kirchtürmen befinden sich Storchennester. Die Bergregionen (höchster Gipfel ist der Zengő mit 684 m) sind großteils mit Laubwald bedeckt. Besonders erwähnenswert sind mehrere ausgedehnte, fast reine Edelkastanien-Wälder, die in dieser Form nur noch an wenigen anderen Orten der Welt zu finden sind (z. B. an den Südhängen des Günser Gebirges in Österreich).

Die Städte und größeren Orte des Komitats sind neben Pécs und Mohács

Administrative Unterteilung in Kleingebiete


Überblick zu Geschichte und Kultur

600 Jahre nach den Römern gründete König Stephan I. der Heilige das Bistum von Pécs. In der Gotik entstand die Kathedrale mit vier sehenswerten Türmen und die erste ungarische Universität unter König Lajos dem Großen. Im Mittelalter entstanden viele Ritterburgen (siehe auch Vár), von denen jene auf dem Berggipfel von Siklós besonders gut erhalten ist. Mit Szigetvár ist der Name Miklós Zrínyi verbunden, dem Verteidiger der Burg in den Türkenkriegen von 1566.

Die Kultur der Renaissance machte Bischof Janus Pannonius heimisch – sichtbar am berühmten Porzellan des Zsolnay-Museums und am Lapidarium im Museumshof. Bis heute bietet die Region zahlreiche Kulturpogramme wie das Landestreffen für Theater in Pécs, verschiedene Sommer-Festivals und den mit Venedig vergleichbaren Fasching in Mohács.

Größte Städte und Gemeinden

Bild:Szentlőrinc - Palace.jpg
Schloss Szentlőrinc
Bild:Pécsvárad - Bencés apátság.jpg
Benediktinerabtei Pécsvárad
Stadt/Gemeinde Einwohner
(1. Januar 2005)
Pécs 156.567
Komló 26.907
Mohács 19.033
Szigetvár 11.240
Siklós 10.146
Szentlőrinc 7.094
Kozármisleny 4.878
Pécsvárad 4.071
Bóly 3.851
Harkány 3.678
Sásd 3.454
Hosszúhetény 3.402
Sellye 3.067

Anmerkungen und Quellen


Weblinks

Wikipedia
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