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Ballistit

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Ballistit wurde 1887 vom schwedischen Chemiker Alfred Nobel als Weiterentwicklung der Sprenggelatine erfunden. Es handelt sich um das erste energiereiche rauchschwache Pulver für Geschütze, das das vorher eingesetzte Schwarzpulver bei diesen Waffen ersetzen konnte. Die Handfeuerwaffen blieben allerdings eine Domäne der kurz vorher erfundenen, reinen Nitrocellulosepulver nach dem Franzosen Vielle, die weniger Energie entwickelten und so die Läufe schonten.

Nobel erfand es durch Zusammenarbeit mit den englischen Professoren Frederick Augustus Abel und James Dewar. Letztere missbrauchten das Vertrauen Nobels und meldeten ebenfalls ein rauchschwaches Pulver unter dem Namen Cordit an, welches eine ähnliche Zusammensetzung hat. Dadurch kam es zu einem Patentstreit zwischen Nobel und den Engländern, den der Schwede in allen Instanzen verlor, da er in seinen Ansprüchen die Nitrocellulose zu ungenau definiert hat.

Zusammensetzung:

Das Ballistit hat genau die langsam abbrennenden Eigenschaften, die benötigt werden, um einem Geschoss den wirksamen Antrieb zu verleihen, ohne dass im Geschütz ein zu hoher Druck entsteht.

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