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Balder
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| Bild:Disambig-dark.svg | Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Balder (Begriffsklärung). |
Balder (altnord. baldr: „Herr“; Baldur, Baldr, Pfaohl) ist in der germanischen Mythologie der Gott des Lichtes, der Güte, der Reinheit, der Schönheit. Er findet seine ungefähre Entsprechung in der griechischen Mythologie bei Apollon.
Balders Merkmale sind Toleranz, Friedfertigkeit und Liebe; weiter findet er Bedeutung für die eheliche Treue. Pflanzen, die ihm gewidmet sind, sind Kamille, Gänseblümchen und Margeriten (Pflanzen solcher Art heißen auf isländisch noch heute baldrsbrá, also „Baldurs Wimpern“).
Er ist Sohn des Odin und der Frigg, somit Bruder von Hödur und Hermodr. Mit seiner Gattin Nanna hat er den Sohn Forseti.
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Mythos
Balder lebt in Breidablik in Asgard und besitzt das Schiff Ringhorn. Er hat eines Tages einen Traum von seinem eigenen Tod, worauf seine Mutter Frigg zu jedem Tier und zu jeder Pflanze geht und sie auffordert, einen Eid abzulegen, dass sie Balder nicht verletzen werden. Nur der junge Mistelzweig scheint Frigg zu unbedeutend zu sein, als dass sie von ihm einen Eid abnehmen sollte. Loki nutzt dies aus und gibt Balders blindem Bruder Hödur einen Mistelzweig und bedeutet ihm, damit zu schießen. Der Zweig trifft Balder und der Gott sinkt tot zusammen.
Der Leichnam wird auf einem Schiff aufgebahrt, das nur die Riesin Hyrokkin ins Wasser stoßen kann. Unter der Wucht fangen die Rollen, auf denen das Schiff stand, Feuer und entzünden den Leichnam. Thor segnet den Leichenbrand mit seinem Hammer Mjölnir. Sein Vater Óðinn gibt den Ring Draupnir mit auf Balders letzte Fahrt gen Hel.
Hermodr versucht vergeblich seinen Bruder aus dem Reich Hel zurück zu holen. Diese aber entlässt Balder erst aus ihrem Reich wenn alle Dinge ihm nachweinen. Die Asen schicken Boten in alle Welt und erreichen, dass alle Lebewesen und sogar Steine und Metalle um Balder trauern. Nur die Riesin Þökk verweigert ihnen den Gefallen. Folglich wird Balder die Rückkehr nach Asgard verweigert.
Später versöhnen sich Balder und Hödur miteinander und kehren einträchtig nach den Ragnarök bei der Entstehung eines neuen Weltgebäudes zurück.
Deutung
Mit der Lichtgestalt Balder verschwinden Glück und Schönheit aus der Welt und lässt die Götterdämmerung damit näherrücken. Da Balder die Personifizierung der Sonne ist, steht sein Tod auch mit den Sonnenwenden in Verbindung. Balder wird zum Zeitpunkt scheinbarer Unverwundbarkeit getötet, wie auch die Sonne am Tag ihrer längsten Leuchtkraft – dem 21. Juni, der Sommersonnenwende – an Kraft verliert und dadurch die Tage wieder kürzer werden. Zur Wintersonnenwende werden die Tage wieder länger. Die Sonne kommt wieder zu Kräften, was Balders kommende Wiedergeburt ankündigt.
Der Baldermythos ist in der Völuspá, bzw. der Seherin Gesicht eindrücklich geschildert.
Literatur
- Jacob Grimm: Deutsche Mythologie. K. W. Schütz-Verlag, Coburg, ISBN 3-87725-133-1 (Überarbeiteter Reprint der Originalausgabe von 1943 nach dem Exemplar des Verlagsarchives).
Weblinks
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Wiktionary: Balder – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Balder, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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