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Balaklava
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Bild:US Navy SEAL team member in Afghanistan 2002.jpg Eine Balaklava (auch: Balaclava, Sturmmaske, Sturmhaube, Skinmaske, Skimaske, Schlupfmütze, Hasskappe, Hassi, Hasso etc.) ist eine den ganzen Kopf und den Hals umhüllende Mütze, die entweder nur das Gesicht oder auch nur Augen und Mund freilässt. Seltener sind Ausführungen, die nur die Augen freilassen, z.B. die Roger-Staub-Mütze, benannt nach deren Erfinder, einem Schweizer Skirennfahrer.
Der Name Balaklava stammt vom Ort Balaklawa auf der Halbinsel Krim in der Ukraine. Während des Krimkrieges wurden gestrickte Balaklavas zu den britischen Truppen geschickt, um sie vor der bitteren Kälte zu schützen.
Als Kälteschutz im Alltag wird die Balaklava in Europa weitgehend nur mehr für kleinere Kinder genutzt, und zwar in der gesichtsfreien Variante (sog. Schlupfmütze). Diese Mützen sind meist aus Wolle, Kunst- oder Mischfasern gestrickt. In letzter Zeit hat sie wieder im Bereich der Outdoor-Sportarten (z. B. Bergsteigen) eine gewisse Renaissance erlebt; Balaklavas für diesen Zweck werden meist aus modernen Vlies oder Verbundmaterialien mit besonderen isolierenden Eigenschaften gefertigt.
Angehörige von polizeilichen und militärischen Spezialeinheiten tragen Balaklavas als Identitätschutz im Einsatz ebenso wie ihre terroristischen und kriminellen Gegenspieler. Die Masken der Sicherheitskräfte müssen für diesen Zweck in der Regel keinen Kälteschutz gewähren und sind daher aus dünnem Stoff gefertigt, während Kriminelle häufig improvisieren und in eine alte Mütze drei Löcher schneiden. In den achtziger Jahren wurde die Balaklava verbreitet von Autonomen bei Demonstrationen benutzt, um sich vor unerwünschten Fotos und eventueller Strafverfolgung zu schützen, was schließlich zum Vermummungsverbot führte. Hier entstand auch der Name Hasskappe als charakteristisches äußeres Merkmal der Autonomen.
Im Automobilsport ist die Maske ein Teil der vorgeschriebenen Feuerschutzausrüstung und wird unter dem Helm getragen. Die Balaklava besteht dann aus einem feuerfestem Gewebe wie Nomex und dient dazu, das Gesicht und den Hals vor Brandverletzungen zu schützen. Je nach Ausführung sind nur die Augen oder das ganze Gesichtsfeld ausgeschnitten. Der Halsbereich ist länger ausgeführt, so dass er mit dem Kragen des Overall abschließt. Auf kommerziellen Kartsportanlagen sind Sturmhauben aus hygienischen Gründen vorgeschrieben, da Schutzhelme oftmals nur leihweise ausgegeben werden.
Die der Balaklava ähnliche Sturmhaube wird häufig auch von Motorradfahrern unter dem Helm getragen. Sie wird zum Schutz gegen Kälte getragen, mit Verstärkungen gegen Winddurchlässigkeit im Halsbereich, aber auch aus hygienischen Gründen, denn stundenlanges Tragen des Motorrad-Helms führt zu Schweissbildung, die aus dem Helm nicht leicht zu entfernen ist. Diese Funktion ist im Kern ähnlich dem Tragen von Socken in Schuhen.
Bei der Feuerwehr ist die Balaklava ein Teil der Atemschutz-Ausrüstung und dient wie im Automobilsport dem Schutz der Haut vor den Einwirkungen von Hitze und Feuer. Von der Balaklava werden die Bereiche des Kopfes bedeckt, die nicht durch Atemschutzmaske und Feuerwehrschutzanzug geschützt sind. Hier findet die Bezeichnung Flammschutzhaube Anwendung.
Beim Tauchen in kaltem oder sehr kaltem Wasser werden sogenannte Eistauchmasken verwendet, die in Form und Schnitt der Balaklava sehr ähnlich sind. Zweck ist, so wenig Hautfläche wie irgend möglich der Kälte des Wassers auszusetzen.
Siehe auch
Weblinks
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