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Bajuni

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Die Bajuni (Eigenbezeichnung Wabajuni; auch italienisch Bagiuni oder eingedeutscht Badschuni geschrieben) sind eine ethnische Minderheit im von Somali dominierten Somalia und Teil der Swahili-Gesellschaft, die an der ostafrikanischen Küste von Südsomalia bis zum Norden Mosambiks ansäßig ist und deren Sprache die Bantusprache Swahili ist.

Die Bajuni leben im äußersten Süden Somalias um die Stadt Kismaayo, deren Gründung ihnen zugeschrieben wird, und auf den vorgelagerten Bajuni-Inseln. Ihre Sprache ist Kibajuni, ein Dialekt des Swahili[1]. Viele sprechen auch die somalische Sprache, die meisten von ihnen sind Muslime. Viele Bajuni leben von der Fischerei.

Angaben über die Anzahl der Bajuni reichen von 3.000–4.000 bis 11.000[2].

Unter der Herrschaft Siad Barres mussten sich die Bajuni ab 1974 staatlichen Fischereikooperativen anschließen. Diese Kooperativen wurden von Marehan-, Majerteen- und Dhulbahante-Darod kontrolliert, die selbst keine Fischereitradition haben, sich aber so Boote und sonstige Ausrüstung der Bajuni aneigneten.[3] Die von den Bajuni bewohnte Küste war von dem Tsunami am 26. Dezember 2004 betroffen[4].

Siehe auch

Quellen

  1. Ethnologue-Report über Swahili#Somalia (engl.)
  2. madhibaan.org: Somalia Country Report 2003#Bajuni (engl.)
  3. UN-OCHA: A study on minorities in Somalia
  4. tearfund.org: Bericht über die Bajuni nach dem Tsunami 2004 (engl.)
Wikipedia
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