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Bahnstrecke Wilhelmshaven–Osnabrück
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| Teilstrecke Osnabrück–Oldenburg
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Die Bahnstrecke Wilhelmshaven–Osnabrück ist eine nicht elektrifizierte Regionalverkehrsstrecke im Nordwesten Niedersachsens. Sie verläuft in Nord-Süd-Richtung von der Hafenstadt Wilhelmshaven über Oldenburg (Oldb) nach Osnabrück.
Inhaltsverzeichnis |
Streckenverlauf
Drei Teilstrecken bilden die Gesamtverbindung Wilhelmshaven–Osnabrück. Nördlich von Oldenburg ist die Strecke 1522 Oldenburg–Wilhelmshaven mit Ausnahme zweier Abschnitte doppelgleisig ausgebaut und für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt. Südlich Oldenburgs ist die Strecke Oldenburg – Osnabrück-Eversburg mit Ausnahme des Abschnitts zwischen Bramsche und Achmer durchgehend eingleisig und kann überwiegend mit 120 km/h befahren werden. Zwischen dem Abzweigbahnhof Eversburg und Osnabrück Hbf benutzen die Züge einen kurzen Abschnitt der zweigleisigen elektrifizierten Bahnstrecke Bad Bentheim–Minden (KBS 375).
Geschichte
Die Strecke wurde als Oldenburger Südbahn von der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn (GOE) in den Jahren 1870–1876 gebaut. Das Eröffnung des ersten Teilstücks Oldenburg–Quakenbrück erfolgte am 15. Oktober 1875. Das damals über preußisches Gebiet führende Teilstück bis Osnabrück-Eversburg war knapp ein Jahr später am 30.06.1876 fertiggestellt. Die offizielle Inbetriebnahme der Strecke geschah am 15.11.1876. Die Zuständigkeit für die Strecke wurde im Jahre 1918 von der Reichsbahndirektion Oldenburg übernommen, in diesem Jahr erfolgte die Auflösung der GOE-Gesellschaft.
Im November 2000 wurde der Personennahverkehr von der NordWestBahn übernommen, der Vertrag dazu wurde Anfang 2005 freihändig um zwölf Jahre verlängert [1]. Die Strecke verblieb im Eigentum der Deutschen Bahn.
Bis Dezember 2002 befuhr eine InterRegio-Linie der Fernverkehrssparte der Deutschen Bahn aus Richtung Leipzig/Berlin den Nordabschnitt Oldenburg–Wilhelmshaven. Heute erfolgt die Bedienung ausschließlich durch Regionalbahnen. Die Fahrgastzahlen sind seit 2000 um mehr als 50 Prozent angestiegen. Als Grund hierfür gelten: ein verläßlicher Taktfahrplan, bessere Anschlussverbindungen und der Einsatz komfortabler Triebwagen [1].
Angebot
Die Strecke wird im Stundentakt mit Diesel-Triebzügen der Typen Desiro und Lint 41 bedient, die je nach Verkehrsaufkommen gekuppelt in Mehrfachtraktion eingesetzt werden. Der größte Teil der Fahrzeuge befindet sich im Eigentum des Landes und wurde dem Verkehrsunternehmen von der LNVG zur Verfügung gestellt. Die Deutsche Bahn setzte bis 2000 Dieseltriebwagen der Baureihe 624 ein.
Anbindungen an Fernverkehrszüge (ICE/IC) sowie an Regionalzüge aus früheren Fernverkehrsverbindungen (IR) bestehen seit der Einstellung des Fernverkehrs nach Wilhelmshaven in Oldenburg und Bremen. Die LNVG bestellt seit Anfang 2003 Regionalzüge für diese Verbindungen, deren Fahrzeiten den früheren Fernverkehrszügen vergleichbar sind. Allerdings sind teils lange Anschlusszeiten von oft 45 Minuten in Kauf zu nehmen.
Tarif
Die Züge können im Rahmen eines Anerkennungsvertrages zwischen Deutscher Bahn und NordWestBahn mit bundesweit erhältlichen Fahrkarten benutzt werden. Zwischen Rastede und Ahlhorn gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen. Zwischen Halen und Osnabrück Hbf wird außerdem der „Münsterland-Tarif“ der Verkehrsgemeinschaft Münsterland anerkannt.
Aussichten
Der Aufbau des JadeWeserPorts wird möglicherweise das Aufkommen an Güterzügen erheblich steigern, so dass die Absicht besteht, die beiden zusammen 13 Kilometer langen eingleisig zurückgebauten Abschnitte Rastede – Hahn (Oldb) und Jaderberg – Varel der Strecke 1522 wieder mit einem zweiten Gleis zu versehen. Zusätzlich soll die Strecke, wie seit mindestens einem Jahrzehnt gefordert, elektrifiziert werden, obgleich die dieselgetriebenen Regionalverkehrszüge dies nicht ausnutzen könnten.
Im August 2006 wurde vom Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, eine Zusage an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff über die Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau der gesamten Strecke bis zum Jahr 2010 gemacht[1]. Über eine von Anwohnern geforderte Bahn-Umgehungstrasse für den Ort Sande wurde hingegen bislang nichts bekannt.
Quellen
- Martin Hoffmann u. a.: Entwicklungsfassung des Historischer Atlas der Eisenbahnstrecken in Deutschland. Stand 29. Mai 2005.
Fußnoten
Weblinks
- Betreibergesellschaft NordWestBahn
- osnabahn.de Informationen zu Eisenbahnstrecken um Osnabrück
- Geschichte der Oldenburger Südbahn
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