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Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg

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Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg

<tr><td valign="top">Kursbuchstrecke:</td><td>880</td></tr><tr><td valign="top">Streckennummer:</td><td>5850</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>100,6 km</td></tr><tr><td valign="top">Höchstgeschwindigkeit:</td><td>bis 160 km/h</td></tr>

Bundesland: Bayern
Verlaufsrichtung: Südost
Ausbau: zweigleisig, elektrifiziert
Verlauf
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Zwischen Nürnberg und Feucht parallel zur S-Bahn-Linie 2

Bild:BSicon BHF.svg 100,6 Nürnberg Hbf abzweigende Strecken siehe dort
Bild:BSicon KRZo.svg Bahnstrecke Nürnberg–Marktredwitz
Bild:BSicon eHST.svg 98,3 Nürnberg-Gleißhammer heute: an der S-Bahn


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Bild:BSicon ABZrg.svg Ringbahn von Nürnberg Ost
Bild:BSicon ABZrg.svg Ringbahn von der Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf
Bild:BSicon BRÜCKE.svg Brücke über die B 4R
Bild:BSicon eBHF.svg 96,8 Nürnberg-Dutzendteich heute: an der S-Bahn


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Bild:BSicon BHF.svg Nürnberg Frankenstadion Sonderbahnsteig
Bild:BSicon ABZrd.svg Ringbahn nach Nürnberg Rangierbahnhof
Bild:BSicon eBHF.svg Fischbach (b Nürnberg) heute: an der S-Bahn


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Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Durchlass unter der A 6
Bild:BSicon ABZrf.svg 91,1 Schnellfahrstrecke nach Ingolstadt Hbf
Bild:BSicon ABZlf.svg von S-Bahn-Linie 2
Bild:BSicon STR.svg
Bild:BSicon eABZlg.svg Bahnstrecke von Wendelstein


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Bild:BSicon SBRÜCKE.svg 88,4 Durchlass unter der A 9
Bild:BSicon BHF.svg 88,1 Feucht
Bild:BSicon ABZrg.svg 87,8 zur S-Bahn-Linie 2
Bild:BSicon BHF.svg 83,9 Ochenbruck
Bild:BSicon WBRÜCKE.svg Brücke über die Schwarzach
Bild:BSicon HST.svg 81,9 Mimberg
Bild:BSicon BHF.svg 79,0 Burgthann
Bild:BSicon eABZrf.svg Bahnstrecke nach Allersberg


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Bild:BSicon HST.svg 76,7 Oberferrieden
Bild:BSicon BRÜCKE.svg Brücke über die B 8
Bild:BSicon BHF.svg 73,5 Postbauer-Heng
Bild:BSicon HST.svg 68,0 Pölling
Bild:BSicon BRÜCKE.svg Brücke über die B 299
Bild:BSicon BHF.svg 64,4 Neumarkt (Oberpf)
Bild:BSicon ABZrf.svg Sulztalbahn nach Sengenthal nur Güterverkehr
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Durchlass unter der B 8
Bild:BSicon eABZlf.svg Werksanschluss HeidelbergCement


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Bild:BSicon HST.svg 54,1 Deining (Oberpf)
Bild:BSicon WBRÜCKE.svg Laberviadukt über die Weiße Laber
Bild:BSicon HST.svg 47,8 Batzhausen
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Durchlass unter der B 8
Bild:BSicon BHF.svg 44,0 Seubersdorf
Bild:BSicon BHF.svg 36,7 Parsberg
Bild:BSicon HST.svg 30,7 Mausheim
Bild:BSicon BHF.svg 26,2 Beratzhausen
Bild:BSicon WBRÜCKE.svg Brücke über die Schwarze Laber
Bild:BSicon HST.svg 19,6 Laaber
Bild:BSicon HST.svg 15,0 Deuerling
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Durchlass unter der B 8
Bild:BSicon BHF.svg 12,6 Undorf
Bild:BSicon SBRÜCKE.svg Durchlass unter der A 3
Bild:BSicon HST.svg 9,7 Etterzhausen
Bild:BSicon TUNNEL2.svg 7,0 Felstor 10 m
Bild:BSicon WBRÜCKE.svg Brücke über die Donau
Bild:BSicon KRZo.svg Bahnstrecke Regensburg–Ingolstadt
Bild:BSicon HST.svg 3,7 Regensburg-Prüfening
Bild:BSicon BRÜCKE.svg Brücke über die A 93
Bild:BSicon BHF.svg 0,0 Regensburg Hbf abzweigende Strecken siehe dort

Die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg ist eine 100 Kilometer lange Hauptbahn, die von Nürnberg über Neumarkt in der Oberpfalz und Parsberg nach Regensburg führt. Neben den Fernverkehrsverbindungen nach Österreich und den Nahverkehrsverbindungen zwischen der Metropolregion Nürnberg und dem Oberzentrum Regensburg ist sie eine der wichtigen Strecken für den Güterverkehr nach Osteuropa.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Geplant wurde die Strecke ab 1869 von der AG der Bayerischen Ostbahnen als kürzeste Verbindung zwischen Nürnberg und Regensburg, nachdem bereits 1859 die um 40 Kilometer längere Strecke über Hersbruck, Amberg und Schwandorf in Betrieb gegangen war.

Die anfangs eingleisige Trasse wurde zwischen 1894 und 1896 um ein zweites Gleis erweitert und 1950 elektrifiziert.

Am 15. Juni 1988 begannen die Bauarbeiten für die zweite Linie der Nürnberger S-Bahn. Der Abschnitt Nürnberg–Feucht wurde so umgebaut, dass die S-Bahn-Züge seitdem auf unabhängiger Trasse neben den Fernbahngleisen verlaufen. Die bisher von den Regionalbahnen bedienten Bahnhöfe Nürnberg-Gleißhammer und Fischbach (bei Nürnberg) wurden auf S-Bahn-Standard umgebaut, Nürnberg-Dutzendteich wurde westlich des alten Bahnhofs auf der Brücke über die Ringstraße B 4R neu errichtet. Mit dem Bahnhof Frankenstadion wurde zur Erschließung der sich dort befindenden Sportstätten (easyCredit-Stadion und Arena Nürnberger Versicherung) ein neuer Haltepunkt errichtet, der zur Kapazitätserhöhung bereits mehrmals umgebaut und erweitert wurde, letztmalig um einen Sonderbahnsteig anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Eröffnet wurde die Linie schließlich am 22. November 1992.

Eröffnungsdaten

Die Strecke wurde in drei Etappen eröffnet:

  • Nürnberg–Neumarkt: 1. Dezember 1871
  • Neumarkt–Seubersdorf: 15. Mai 1873
  • Seubersdorf–Regensburg 1. Juli 1873

Grund für die unterschiedlichen Eröffnungsdaten waren die Verzögerungen beim Bau des Laberviadukts zwischen Neumarkt und Seubersdorf.

Streckenverlauf

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Nürnberg Hauptbahnhof
Bild:Bahnhof neumarkt.jpg
Bahnhof Neumarkt in der Oberpfalz

Beginnend am Nürnberger Hauptbahnhof wendet sich die Strecke nach Südosten und führt vorbei an den Nürnberger Stadtteilen Gleißhammer, Zerzabelshof und Langwasser und durch den Lorenzer Reichswald nach Feucht, wo die Strecke nach Altdorf abzweigt. Von dort verläuft sie fast schnurgerade weiter nach Schwarzenbruck und überquert kurz hinter dem Bahnhof die Schwarzach. Die Strecke durchquert nun erste Vorausläufer der Fränkischen Alb und erreicht schließlich den Bahnhof Postbauer-Heng. Dort biegt die Strecke nach Osten ab, verläuft in einem Einschnitt zwischen Grünberg und Tyrolsberg und mündet in den Neumarkter Talkessel. Diesen durchquert sie schnurgerade in südöstlicher Richtung teilweise auf Dämmen, tangiert Neumarkt-Pölling und erreicht den Bahnhof Neumarkt, von wo die ehemalige Sulztalbahn nach Süden abzweigt. Vorbei am Neumarkter Stadtteil Hasenheide schwenkt die Strecke nun ebenfalls nach Süden und beginnt in Höhe von Sengenthal den eigentlichen Aufstieg in die Fränkische Alb.

Kurz hinter Sengenthal biegt die Strecke nach Osten und verläuft in einem Taleinschnitt weiter bis Deining-Bahnhof. Auf einem Damm gewinnt die Strecke am Hang des Tals an Höhe und überquert kurz darauf mit dem imposanten Laberviadukt das Tal der Weißen Laber. Die Strecke verläuft nun grob in südöstlicher Richtung durch die von Tälern zerfurchte Alblandschaft, die teilweise auf Brücken, teilweise auf Dämmen überquert werden. Größere Höhenzüge wie zum Beispiel bei Kleinalfalterbach und Seubersdorf werden in tiefen Einschnitten passiert. Nächster Bahnhof ist Seubersdorf, wo der Abzweig einer Nebenbahn nach Velburg geplant war. Weiter geht es wie bisher durch Einschnitte und über Dämme bis zum Bahnhof Parsberg, der auch auch als Entladebahnhof für militärische Fahrzeuge dient, die zum nahegelegenen Truppenübungsplatz Hohenfels überführt werden.

Über Mausheim erreicht die Strecke auf dem Hochplateau der Alb nun das in einem Tal gelegene Beratzhausen, welches die Bahnlinie am Südhang des Tales oberhalb der Ortschaft passiert und kurz darauf das Tal der Schwarzen Laber überquert. Wie Beratzhausen wird auch Laaber am Hang des Tales, diesmal auf der Nordseite passiert und ein kurz darauf von Norden kommendes Seitental mit einem Damm überschritten. Oberhalb des Tales der Schwarzen Laber verläuft die Strecke nun weiter nach Südosten, erreicht den Bahnhof Undorf und zweigt jetzt nach Osten, in Richtung des Naabtals ab. Sie durchquert Etterzhausen und erreicht dann das Tal der Naab, dem sie oberhalb entlang des Osthanges folgt. Durch die vom Tethysmeer ausgewaschenen Felsvorsprünge wurden mehrere Querungen gesprengt, einer wird im Felstortunnel, dem mit nur 10 Metern Länge kürzestem Tunnel Deutschlands unterquert.

In Höhe der Mündung der Naab in die Donau überquert die Strecke die Donau und die Donautalbahn nach Ingolstadt und verläuft nun in direkt östlicher Richtung. Sie durchquert den Regensburger Stadtteil Prüfening und den Güterbahnhof und erreicht schließlich Regensburg Hauptbahnhof.


Verkehrsverbünde

Die Strecke ist auf dem Abschnitt Nürnberg–Parsberg in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und Neumarkt–Regensburg in den Regensburger Verkehrsverbund (RVV) integriert. Im Binnenverkehr zwischen Neumarkt und Parsberg gilt nur der Tarif des VGN.

Ausbauzustand

Die Strecke ist durchgehend zweigleisig und elektrifiziert. Zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Feucht verläuft die ein- bis zweigleisige Trasse der S-Bahn Nürnberg parallel. Zwischen dem Abzweig Reichswald (bei Feucht) und Nürnberg Hbf nutzen auch die Züge der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München die Strecke. Die streckenbezogene Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h.

Züge

Zugverkehr heute

Im Fernverkehr fahren derzeit InterCityExpress-Züge (ICE) der Baureihe 401 und InterCity-/EuroCity-Züge (IC/EC) mit DB-Elektrolokomotiven der Baureihe 101 sowie ÖBB-Elektrolokomotiven der Baureihen 1016, 1042 und 1044 mit deutschen und österreichischen IC-Wagen-Garnituren über die Strecke.

Der Nahverkehr wird mit RegionalExpress-Zügen (RE) auf der Relation Nürnberg–Neumarkt–Parsberg–Beratzhausen–Regensburg und weiter nach München abgewickelt, die in der Regel aus Elektrolokomotiven der Baureihe 111 und Doppelstockwagen-Garnituren bestehen. RegionalBahnen (RB) verkehren zwischen Nürnberg und Neumarkt sowie zwischen Neumarkt und Regensburg. Einzelne Züge verkehren durchgehend von Nürnberg bis Regensburg. Die Züge werden aus n-Wagen-Garnituren und Elektrolokomotiven der Baureihe 143 im Abschnitt Nürnberg–Neumarkt bzw. Baureihe 111 zwischen Neumarkt und Regensburg gebildet.

Den Abschnitt Nürnberg–Feucht und weiter nach Altdorf bei Nürnberg bedienen die Züge der Nürnberger S-Bahn mit E-Lokomotiven der Baureihe 143 und x-Wagen-Garnituren.

Im Güterverkehr verkehren neben DB-Lokomotiven der Baureihen 140, 151, 155 und 182 solche der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) und anderer privater Bahnen, die teilweise bis Frankfurt am Main fahren. Ein in den 1950er Jahren abgeschlossenes Abkommen zwischen Deutschland und Österreich sicherte den gegenseitigen Lokdurchlauf zu, da die früheren Staatsbahnen jeweils das gleiche Strom- und Signalsystem verwenden.

Zugverkehr früher

Die Strecke Nürnberg–Regenburg als Teil der Magistrale Frankfurt–Passau–Wien wies schon immer einen dichten Reise- und Güterverkehr auf. Fast alle Lokomotiven der DB, darunter die einstige Reichsbahn-Schnellzuglok der Baureihe 118, sowie wichtige Hauptstreckenloks der ÖBB waren und sind auf dieser Strecke im Einsatz.

Ab 1971 wurde diese Strecke mit dem TEE Prinz Eugen in das TEE-Netz integriert. Nur in das IC-Netz der DB wurde sie nicht aufgenommen. Zwischen 1973 und 1978 verkehrten so genannte City-D-Züge als Zubringer zum IC-Netz mit Wagen erster und zweiter Klasse zwischen Nürnberg und Regensburg. Im D-Zug-Dienst, später auch im EC-Verkehr, wurde zeitweise der ÖBB-Startriebzug Transalpin hier eingesetzt.

Seit den 1990er Jahren gibt es im ICE/EC/IC-Verkehr bis Regensburg, meist aber weiter nach Passau und Wien einen Zwei-Stunden-Takt. Im Nahverkehr wurde der Zwei-Stundentakt 1991 eingeführt. Die RE-Züge Coburg–Lichtenfels–Nürnberg–Regensburg–München wurden aus DB-Schnellzugwagen gebildet. In diese waren aber auch Wagen der Deutschen Reichsbahn, darunter sogar Städteexpress-Wagen eingereiht.

Zukunft

Ab Dezember 2010 soll auf dem Abschnitt von Nürnberg nach Neumarkt eine S-Bahn verkehren. Dafür wurden in den letzten Jahren die Stationen Burgthann, Oberferrieden und Postbauer-Heng modernisiert. Die restlichen Bahnhöfe sollen auch erneuert werden, dazu gehört der Bahnhof Neumarkt, der ein sechstes Gleis und einen zusätzlichen Bahnsteig erhalten soll. Zusätzlich wird die S-Bahn-Strecke Nürnberg–Feucht komplett zweigleisig ausgebaut. Außerdem werden zwei neue Haltepunkte errichtet:

  • Feucht Ost (zwischen Feucht und Ochenbruck)
  • Neumarkt-Woffenbach (zwischen Pölling und Neumarkt)

Die Haltestellen zwischen Neumarkt und Nürnberg werden dann nur noch von der S-Bahn bedient werden, die Regionalbahnen auf diesem Streckenabschnitt entfallen.

Bis Ende 2007 soll die Strecke für Neigetechnik-Fahrten ausgerüstet werden, zum gleichen Zeitpunkt soll eine durchgehende ICE-Linie von Wien nach Frankfurt am Main mit ICE-T-Triebzügen eingerichtet werden.

Weblinks

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