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Bagdad-Batterie

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Bagdad-Batterie ist der Name von Artefakten, die im Dorf Khuyut Raboua bei Bagdad 1936 gefunden wurden. Es wurde vermutet (unter anderem durch Erich von Däniken), dass es galvanische Zellen – also elektrische Batterien – sein könnten, die man nutzte, um Silbergegenstände zu vergolden. Erstmals beschrieben wurden sie von Wilhelm König 1940, der sie 1938 in der Sammlung des Irakischen Nationalmuseums fand.

Die etwa 15 cm hohen Tongefäße werden auf die Zeit der Parther, also etwa 250 v. Chr. bis 225 n. Chr., datiert und enthalten jeweils ein 9 cm langes Kupferrohr von 2,6 cm Durchmesser und einen stark korrodierten Eisenstab, die mit Asphalt gegeneinander isoliert sind. Füllt man die Behälter mit einer Kochsalzlösung, können sie kurzzeitig einen Strom von 250 mA bei einer Spannung von 0,25 V liefern.

Möglicherweise sind die elektrochemischen Eigenschaften des Objekts jedoch nur die Folge einer zufällig gewählten Metallkombination. Es wurden einige ähnliche Gefäße gefunden, bei denen die enthaltenen Bleche aus dem selben Metall bestehen und somit keine elektrische Spannung erzeugen können.

Es stellte sich außerdem im Experiment mit nachgebauten „Tonbatterien“ heraus, dass sich zum einen eine messbare Spannung nur wenige Minuten lang aufrecht erhalten ließ, und dass diese Spannung bei Belastung sofort zusammenbrach. Nach spätestens 8 Stunden hatte sich der Eisenstab zu einer grünen giftigen Masse zersetzt, die Energieausbeute war sehr gering. Eine Galvanisierung im großen Stil hätte eine Unmenge solcher Batterien vorausgesetzt und große Mengen von Schwermetallabfällen verursacht, es wurden jedoch nur wenige Exemplare gefunden.

Heute gehen seriöse Historiker eher davon aus, dass es sich nicht um eine Batterie, sondern ein sicheres Aufbewahrungsgefäß für Papyrusrollen gehandelt habe. Die Papyrusrolle wurde um den Eisenstab gewickelt und in den Kupferzylinder gesteckt. Der Asphalt und das Tongefäß dienten dem Schutz vor Korrosion.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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