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BMW 328

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Bild:BMW 328 6-Zylinder-Motor.jpg
Blick in den Motorraum des BMW 328
Bild:BMW 328 Bj 1938 - Heck.jpg
Heck des BMW 328, Baujahr 1938
Bild:BMW 328 am 1986-08-16.jpg
1986 im Fahrerlager des Nürburgrings
Bild:Adolf Brudes im BMW 328 Mille Miglia am 14.08.1976.jpg
BMW 328 „Mille Miglia“, Baujahr 1940, mit Adolf Brudes am Steuer

Der BMW 328 gehörte zu den Traumsportwagen seiner Zeit. Erstmals zu sehen war der offene Zweisitzer beim Eifelrennen 1936 auf der Nordschleife des Nürburgrings, wo er unter Ernst Henne mit einem Durchschnitt von 101,6 km/h die Klasse bis 2000 ccm (ohne Kompressor) gewann.


Technische Daten
Motor:  6-Zylinder-Reihenmotor
Bohrung x Hub:  66 x 96 mm
Hubraum:  1971 cm³
Verdichtung; 7,5 : 1
Vergaser 3 Fallstromvergaser Solex 30 JF
Leistung:  59 kW (80 PS) bei 5000/min
Kurbelwelle vierfach gelagert
Motorsteuerung:  seitliche Nockenwelle, Antrieb durch Duplexkette
Tankinhalt:  50 Liter (auf Wunsch 100 l)
Kühlung:  Pumpe (7,5 l Wasser)
Getriebe:  4-Gang
Fahrwerk:  Rohrrahmen mit Kastenquerträgern
Aufhängung vorn:  Einzelradaufhängung an Querlenkern und Querblattfeder
Aufhängung hinten:  Starrachse mit zwei Längs-Halbelliptikblattfedern
Stoßdämpfer:  hydraulische Stoßdämpfer
Bremsen:  Trommelbremsen, hydraulisch (Trommeldurchmesser 280 mm)
Radstand:  2400 mm
Spur:  1153/1220 mm
Außenmaße:  3900 x 1550 x 1400 mm
Reifen:  5.25 oder 5.50 – 16
Leergewicht (ohne Fahrer):  830 kg
Höchstgeschwindigkeit:  150 km/h


Zu kaufen war der BMW 328 ab Februar 1937 zum Preis von 7.400 Reichsmark. 462 Wagen wurden bis Anfang 1940 gebaut.


Der BMW 328 „Mille Miglia“

Für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1939 ließ BMW von dem Karosseriebauer „Touring“ in Mailand auf dem 328-Fahrgestell ein Coupé herstellen. Getragen wurde die superleichte ("Superleggera") Aluminiumkarosserie dieses Wagens von einem Gitterrohrgerüst. Ein Jahr später – bei der Mille Miglia 1940 – setzte BMW dieses und ein weiteres Coupé sowie drei Roadster auf der Basis des 328 ein. Die Roadster galten als Prototypen für das geplante Nachkriegsmodell.

Die Leistungsangaben für den Rennmotor, der in Größe (1971 cm³) und technischem Aufbau dem Serientriebwerk entsprach, schwanken zwischen 118 und 122 PS bei 5000 bis 5800/min und einer Verdichtung von 9,15 : 1. Auf dem Prüfstand wurden gar 130 bis 135 PS erreicht. Das Leergewicht des Roadsters (mit 100 l Kraftstoff) lag bei 700 kg, das Coupé wog ca. 780 kg. Als Höchstgeschwindigkeit waren 200 bis 220 km/h erreichbar.

Huschke von Hanstein/Walter Bäumer gewannen die Mille Miglia mit dem Le-Mans-Coupé überlegen in 8:54:46,3 Stunden bzw. mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 166,7 km/h. Adolf Brudes/Ralph Roese wurden mit einem der drei Roadster Dritte.

Der Wagen von Brudes gelangte 1945 nach England und dort in den folgenden Jahren zu den verschiedensten Besitzern, die ihn nach ihren Bedürfnissen modifizierten. 1974 kam der Wagen erstmals wieder zum Nürburgring. 1975 konnte BMW den 328 „Mille Miglia“ zurückkaufen und unter großem Aufwand in den Originalzustand zurückversetzen. (Das Bild von 1976 zeigt den Wagen noch mit Rechtslenkung.)

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