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BITE

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Mit der Abkürzung BITE (von Englisch: Built In Test Equipment) wird in einem Radarsystem die Hardware und Software zur Überprüfung des Radars bezeichnet. Die meisten dieser Prüfroutinen werden beim Einschalten und Hochfahren des Systems durchlaufen, aber es gibt auch Routinen, die ständig die Betriebsbereitschaft des Radargerätes überwachen. Einige Prüfergebnisse wirken sich sofort auf den Betrieb aus. So zum Beispiel darf der Sender nicht eingeschaltet werden, wenn die Prüfschaltungen der Antenne eine Fehlfunktion melden. Wenn der Sender arbeitet, wird ein Teil der Sendeleistung über Richtkoppler ausgekoppelt, gleichgerichtet und die Amplitude dieses Signals durch Komparatoren gemessen und der Wert an den Radar Data Processor gesendet. Ebenso werden alle Betriebsspannungen und Taktimpulse für das Radargerät überwacht.

Bild:Radartimeline.png
In der Totzeit zwischen der Empfangszeit und dem nächsten Sendeimpuls werden Testroutinen durchgeführt.

Während des Betriebes des Radargerätes werden in der Totzeit durch den Radar Data Processor Prüfsignale in die Antenne eingespeist, die den gesamten Signalverarbeitungsweg von der Antenne bis zum Sichtgerät durchlaufen und deren Vorhandensein und deren Größe an Zwischenpunkten wie zum Beispiel dem Empfängerausgang geprüft wird.

Bei Feststellen einer defekten Baugruppe oder eines fehlenden Signals wird diese Information dem Bediener auf dem Radarschirm angezeigt. Einige Radargeräte können sogar selbständig das System umkonfigurieren, um trotz des Defektes eine Weiterarbeit in den Kernaufgaben zu ermöglichen. Das bedingt allerdings das Vorhandensein mehrerer paralleler Zielverarbeitungskanäle (Redundanz), von denen einer mit geringerer Wichtigkeit dann vom Radar Data Processor abgeschaltet werden kann und dessen intakte Baugruppen dann als Ersatz in den wichtigeren Datenkanal geschaltet werden können.

Zum Beispiel haben Radargeräte, die nach dem Monopulsverfahren arbeiten, vier gleichartige Empfangskanäle, von denen einer zur Unterdrückung der Nebenkeulen dient. Dieser Kanal wird vom Radar Data Processor dann als Lieferant redundanter Baugruppen verwendet. Eine Nebenkeulenunterdrückung ist dann allerdings nicht mehr möglich.

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