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Β-Oxidation

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Bild:Icon falscher Titel.svg Der korrekte Titel dieses Artikels lautet „β-Oxidation“. Diese Schreibweise ist aufgrund technischer Einschränkungen nicht möglich.

Als β-Oxidation bezeichnet man den biochemischen Abbaumechanismus der Fettsäuren. Die Bezeichnung bezieht sich jedoch streng genommen nur auf einen der Reaktionsschritte, bei dem eine Reaktion am Beta-C-Atom (Cβ) stattfindet.

Der Abbau der Fettsäuren erfolgt, wie auch der Aufbau, schrittweise. Dies geschieht in einer sich wiederholenden Abfolge von 4 Einzelreaktionen. Bevor die β-Oxidation stattfinden kann, muss die abzubauende Fettsäure zunächst an das Coenzym A gebunden werden, dies geschieht im Cytoplasma. Die so aktivierte Form der Fettsäure nennt man Acyl-CoA. Die folgenden Reaktionen finden in der Mitochondrienmatrix statt. Langkettige Fettsäuren können nicht selbstständig vom Cytoplasma durch die Mitochondrienmembranen diffundieren und werden daher an Carnitin gebunden, in Form von Acyl-Carnitin, dorthin transportiert. Nun beginnt der eigentliche Abbau:


1) Bild:Beta-Oxidation1.svg
An dem Acyl-CoA wird durch das Enzym Acyl-CoA-Dehydrogenase zwischen Kohlenstoffatom 2 (Cα) und 3 (Cβ) eine trans-Doppelbindung geknüpft. Dabei wird ein FAD zu FADH2 reduziert.


2) Bild:Beta-Oxidation2.svg
Durch die Enoyl-CoA-Hydratase wird stereospezifisch Wasser an die neu entstandene Doppelbindung addiert. Es entsteht hierdurch L-3-Hydroxyacyl-CoA (auch: L-β-Hydroxyacyl-CoA).


3) Bild:Beta-Oxidation3.svg
In der nächsten Reaktion wird die C3-Hydroxylgruppe durch L-3-Hydroxylacyl-CoA-Dehydrogenase (auch: β-Hydroxylacyl-CoA-Dehydrogenase) zu einer Ketofunktion oxidiert. Dabei wird ein NAD+ zu NADH + H+ reduziert. Dieser Schritt ist der namensgebende für den gesamten Mechanismus.


4) Bild:Beta-Oxidation4.svg
Unter Aufnahme eines Coenzym A spaltet das Enzym Thiolase Acetyl-CoA (aktivierte Essigsäure) ab, und ein um zwei Kohlenstoffatome verkürztes Fettsäuremolekül (in Form von Acyl-CoA) bleibt zurück, welches wieder dem ersten Schritt zugeführt werden kann.
Diese Reaktionsabfolge wiederholt sich so lange, bis zum Schluss zwei Acetyl-CoA übrigbleiben.

Das gebildete Acetyl-CoA kann zum weiteren Abbau in den Citrat-Zyklus einfließen oder zur Synthese von Ketokörpern dienen. FADH2 und NADH + H+ werden der Atmungskette zugeführt. Dort können daraus, durch Elektronentransportphosphorylierung, ATP regeneriert werden (1,5 im Fall von FADH2 und 2,5 aus NADH+H+).

Mittels der „normalen“ β-Oxidation lassen sich nur gesättigte Fettsäuren abbauen. Zum Abbau ungesättigter Fettsäuren sind weiterhin die Enzyme cis-Δ3-Enoyl-CoA-Isomerase und 2,4 Dienoyl-CoA-Reduktase vonnöten.

Der Abbau von Fettsäuren ist eine Reaktionsfolge, bei der sehr viel für den Körper nutzbare Energie frei wird. Bei einem vollständigem Abbau von einem Molekül Palmitat (durch β-Oxidation, Citrat-Zyklus und Atmungskette) werden etwa 98[1] bis 106[2] Moleküle ATP gebildet. Im Vergleich dazu entstehen bei dem Abbau von einem Molekül Glucose nur etwa 30 Moleküle ATP[1][2].

Quellen

  1. . a b Werner Müller-Esterl et al.: Biochemie, eine Einführung für Mediziner und Naturwissenschaftler. Spektrum Akademischer Verlag, 2004. ISBN 3827405343
  2. . a b Jeremy M. Berg, Lubert Stryer et al.: Biochemie. 5. Aufl., Spektrum Akademischer Verlag, 2003. ISBN 3827413036

Siehe auch

Fettsäuresynthese, Stoffwechselweg

Weblinks

Wikipedia
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