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Autotransporter (Schiff)

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Ein Autotransporter ist eine Sonderform des RoRo-Schiffes.

Von außen zeichnet sich dieser Schiffstyp durch eine besonders klobige Form aus. Durch die hohen Aufbauten ist insbesondere bei viel Wind die Gefahr einer großen Abdrift gegeben. Im Laderaum ist besonders auffällig, dass ein Großteil der Decks nur sehr niedrig ist (Autohöhe), um eine möglichst große Anzahl von Fahrzeugen (meist PKW) laden zu können. Ein Autotransporter hat normalerweise zwei Öffnungen/Rampen in den Seiten, um ein schnelles Be- und Entladen sicherzustellen, sowie eine große Wickelheckrampe.

Bild:Hafenschlepper 01 KMJ.jpg
Wallenius Wilhelmsen RoRo Car carrier "TAMESIS"

Die Kapazität der großen, für den Überseedienst gebauten Schiffe beträgt bis zu 6.400 Fahrzeuge. Ein Großteil dieser Flotte weist eine Länge über Alles von 200 Metern und eine Breite von 32,2 Metern aus, einige wenige liegen darüber, wie beispielsweise die vier Schiffe der "Tamesis"- Klasse mit 242 Metern. Aber schon jetzt (Stand: 2004) gibt es Pläne für 270 Meter lange Autotransporter. Kleinere Schiffe, die teils nur wenige hundert Fahrzeuge fassen, werden in der Regel im sogenannten "Feederdienst" (Zubringerdienst) eingesetzt und transportieren die Fahrzeuge von den großen Hauptumschlagshäfen weiter.

Das Be- und Entladen dieser Schiffe ist eine äußerst personalintensive Angelegenheit, da jedes einzelne Fahrzeug mit eigener Kraft an oder von Bord gebracht wird.

In den Häfen werden Autotransporter oft an speziellen Autoterminals abgefertigt, die speziell für die Autologistik eingerichtet sind (Oakland CA). Der größte deutsche "Autohafen" ist derzeit Bremerhaven mit 1,4 Mio. umgeschlagenen Fahrzeugen und 1.500 Anläufen von Autotransportern pro Jahr (Stand: 2004).

Die größten Flotten an RoRo-Carriern besitzen


Bild:Hual transporter.jpg
Höegh-Ugland Car carrier "HUAL TRANSPORTER" verlässt den Hamburger Hafen

Vor der Entwicklung dieser modernen Autotransporter wurden Autos früher mit normalen Frachtschiffen befördert. Die Nachteile dabei waren, dass sie so zwischen der Stückgutladung bei Schlechtwetter leicht beschädigt werden konnten. Das Laschen erfolgte dabei mit der Spanischen Winsch, also Herkules-Tampen zwischen Achse und Laschring und diese dann mit Törnknüppeln auf Spannung "tight" gesetzt. Anfang 1960 kamen kombinierte Autotransporter in Fahrt. Dabei wurde auf "M/S Constantia" (Reederei Chr. F. Ahrenkiel, Hbg.) das von Blohm + Voss entwickelte Hängedecksystem eingebaut. Das waren an Drähten bis zu fünf übereinander aufgehängte Gitterdecks, die eine auf Basis des VW-Käfers standardisierte optimale Raumausnutzung erlaubte. Das Schiff konnte damit - noch mit dem normalen Stückgutgeschirr - bis zu 1180 VWs laden. Wenn diese im Bestimmungshafen - vorwiegend USA Ostküste und Große Seen - gelöscht waren, wurde das Schiff von der Besatzung in kurzer Zeit auf Getreideladung umgerüstet. Die Gitterdecks wurden dazu unter das Hauptdeck hochgezogen, die Pontons aus dem Lukenschacht an Deck gelagert. Das Schiff konnte dann für die Rückreise nach Europa in wenig mehr als einem Tag mit rund 17.000 Tonnen Getreide voll gekippt werden. Auf beiden Wegen eine sehr gewinnbringende Ausnutzung des Schiffes.

Das derzeit größte Schiff (2006) ist die M/V Asian Empire der Reederei EUKOR.

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Wallenius Wilhelmsen RoRo Schiff der "TOURCOING" beim Passieren einer Schleuse im Panamakanal

Autotransporter Binnenschifffahrt

Die Anzahl der transportierten PKW liegt bei etwa 600 PKW pro Schiff. Die Transporter fahren im Regelverkehr Rotterdam - Köln /Duisburg.

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