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Austeilende Gerechtigkeit

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Die Austeilende Gerechtigkeit ist eine spezielle Form der Tugend der Gerechtigkeit. Sie regelt die Verteilung von Rechten, Pflichten, Gütern und Lasten. Synonyme für die Austeilende Gerechtigkeit sind Distributive Gerechtigkeit und Verteilungsgerechtigkeit. Die Austeilende Gerechtigkeit hat viele verschiedene Aspekte, im folgenden sind die drei Grundsätze notiert.

„Jedem das Gleiche“

Alle Menschen verdienen gleiche Behandlung: Gleiches Recht für Alle (Beispielsweise vor dem Gericht). Ein Problem an diesem Grundsatz ist, dass Ungleichbehandlung eher unserem Gerechtigkeitsverständnis entspricht. In Deutschland zahlen diejenigen viel Steuern, die viel verdienen.

„Jedem nach seiner Leistung“

Wer viel leistet, verdient viel, der Arbeit gerechter Lohn. Das Problem an diesem Grundsatz ist, dass die unterschiedliche Leistungsfähigkeit zu massivem Unrecht führen kann. Dies lässt sich an einem simplen Beispiel zeigen: Ein Arzt verdient mehr als ein Bauarbeiter, jedoch leisten beide viel: Der Arzt rettet u.U. Leben, der Bauarbeiter baut Häuser oder andere wichtige Dinge.

„Jedem nach seinem Bedürfnis“

Dies ist der Grundsatz des Sozialsystems. Menschen die nicht arbeiten können werden vom Sozialstaat unterstützt. Jedoch entsteht auch daraus ein Problem: Die Leistungsbereitschaft des Einzelnen wird weder gefördert noch bestraft.

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