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Auflösungszeichen
Aus Kefk.
Das Auflösungszeichen
ist ein in der Notenschrift angewandtes Schriftzeichen. Es macht Veränderungen der Tonhöhe (Erhöhung oder Erniedrigung), die durch Vor- oder Versetzungszeichen (auch Akzidentien) gefordert werden im Takt wieder rückgängig.
So wird beispielsweise ein cis', welches durch ein Kreuz vor der Note mit der Tonhöhe c' erreicht wurde, durch ein Auflösungszeichen vor der nächsten Note auf der gleichen Position wieder in ein c' zurückversetzt:
Eine durch ein b zum des' erniedrigte Note hingegen wird nach Auflösung wieder zum d':
Das Auflösungszeichen hebt auch doppelte Versetzungszeichen (Doppelkreuze bzw. Doppel-b) wieder vollständig auf.
Hier wird z. B. ein gisis (Doppelkreuz vor g) zum g aufgelöst:
und hier ein asas (Doppel-B vor a) zum a:
Da ein Versetzungszeichen immer vom jeweiligen Stammton aus rechnet, steht vor einem Versetzungszeichen implizit immer ein Auflösungszeichen, ohne dass es notiert sein muss. Beispielsweise wird die Note gis durch ein nachfolgendes
zum ges erniedrigt, ohne dass es vorher einer Auflösung zum g bedarf. In älteren Notendrucken findet man in einem solchen Zusammenhang gelegentlich zusätzlich das Auflösungszeichen notiert, doch gilt diese Schreibweise mittlerweile als veraltet.
Neben der Verwendung als Versetzungszeichen, bei dem das Auflösungszeichen direkt vor einer Note steht und bis zum Ende des Takts gilt, kann das Auflösungszeichen auch verwendet werden, um die Vorzeichnung eines Musikstücks zu ändern. In diesem Fall wird für jedes Vorzeichen ein Auflösungszeichen geschrieben, und dann nach einem doppelten Taktstrich die Vorzeichen der neuen Tonart.
Das Auflösungszeichen kommt auch in der Bezifferung beim Generalbass vor. Dort gibt es an, dass die Alteration der Terz des zu spielenden Akkordes ignoriert werden soll.
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