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Atriales natriuretisches Peptid
Aus Kefk.
ANP (Atriales natriuretisches Peptid), auch bekannt als ANF (atrialer natriuretischer Faktor), Atriopeptin, natriuretisches Peptid Typ A, Cardionatrine oder Vorhof-Natriuretischer Faktor, ist ein Peptidhormon, das zum größten Teil von den Muskelzellen (Myocyten) des Herzvorhofes (Atrium) aufgrund von Dehnungsreizen ausgeschüttet wird. Es bewirkt eine Steigerung der Harnausscheidung. Daran gekoppelt ist eine Natrium-Ionen ausschwemmende (natriuretische) Wirkung.
Die Höhe des Hormonspiegels wurde teilweise als ein Hinweis für den Schweregrad einer Herzinsuffizienz betrachtet, hat jedoch keine diagnostische Wertigkeit erreichen können
Physiologie
Das ANP wird bei erhöhtem Druck und Überdehnung der Herzvorhofwand vermehrt ausgeschüttet. ANP ist an der Blutdruckregulation (genauer an der Blutdrucksenkung) beteiligt. ANP wirkt sowohl in der Niere als auch in der glatten Mukulatur der Arteriolen.
Das ANP ist ein vasodilatatorischer Botenstoff. Es verursacht durch Aktivierung von membranständigen Guanylylcyclasen einen Anstieg der intrazellulären cGMP-Konzentration. cGMP aktiviert die Proteinkinase G, welche durch Phosphorylierung ATP-abhängige Calciumpumpen in der Zellmembran aktiviert. Calcium-Ionen werden vermehrt aus der Zelle transportiert. Dadurch kommt es zur Relaxation der glatten Muskulatur. Des Weiteren bindet ANF an einen weiteren Membranrezeptor, dessen Aktivierung nicht zu einer cGMP-Erhöhung führt und für den eine Clearance-Funktion angenommen wurde
ANP wirkt auch in der Niere. Es vermindert die Natriumrückgewinnung und führt damit zu einer erhöhten Natriumausscheidung. Da Natrium osmotisch aktiv ist, folgt Wasser. Dies führt zu einer erhöhten Harnausscheidung und einem verminderten Plasmavolumen.
Eine Verringerung des Plasmavolumens führt ebenfalls zu einem verminderten Blutdruck.
